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,Als ich sah, wie Carlo handelte, bekehrte ich mich‘

2. Juni 2024 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
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Der Hindu Rajesh Mohur war Hausangestellter bei der Familie des Seligen Carlo Acutis und ließ sich taufen, nachdem er den starken Glauben des kleinen Jungen sah.


Rom (kath.net / pk) „Ich bin in so vielen Tempeln gewesen. Ich habe so viele Gurus im Meditationszentrum getroffen, und ich traf Swamis. Ich habe all diese Orte beobachtet. Es war friedlich, wissen Sie, es war schön. Aber dein Leben ändert sich nicht. ... Ich war auf der Suche nach einem lebendigen Gott.“

Das erzählt Rajesh Mohur. Er war jener Mann, der im Haus der Familie Acutis in Mailand arbeitete und der viel Zeit mit einem kleinen Jungen namens Carlo verbrachte, der später einmal ein Heiliger werden sollte.

Im Buch „Blessed Carlo Acutis: A Saint in Sneakers” stellt die Rom-Korrespondentin der “Catholic News Agency” (CNA), Courtney Mares, den auf Mauritius geborenen Hindu vor, der sich schließlich taufen ließ, nachdem er einige Jahre mit Carlo und seiner Familie verbracht hatte. Rajeshs Familie gehörte der Priesterkaste der Brahmanen an, der höchsten der vier Kasten in der hinduistischen Gesellschaft; sein Vater war ein Hindu-Priester und Präsident der Hindu-Vereinigung in Mauritius, heißt es in einem CNA-Beitrag, der aus dem Buch zitiert.


Mit 16 Jahren schickte ihn sein Vater ihn nach Indien, um seine Ausbildung in Gujarat fortzusetzen. '“Meine Reise bestand immer darin, etwas zu finden, das ich (…) aus mir selbst heraus, tief im Inneren, nicht ausfüllen konnte“, sagt er. In Rajasthan machte Mohur seinen Bachelor-Abschluss in Physik und wollte einen Masterstudiengang in England anschließen.

Da sein Vater starb, musste er nach Mauritius zurückkehren, da seine Familie finanzielle Schwierigkeiten hatte. Er habe damals viel gebetet und oft Wut und Bitterkeit in sich getragen,  erinnert er sich. Mitte der 1980er Jahre wanderte Rajesh nach Italien aus, um Arbeit zu finden. Im Dezember 1995 fand er Beschäftigung bei der Familie Acutis in Mailand.

Sein erster Eindruck vom kleinen Carlo sei gewesen, dass er aussah wie die kleinen Engel auf Gemälden sieht, erinnert er sich. An seinem zweiten Arbeitstag habe ihm der kleine Carlo mit einem breiten Lächeln ein Geschenk übergeben – einen Kaugummi. An regnerischen Tagen sah sich Carlo manchmal zusammen mit dem Hausangestellten Videos mit Zeichentrickfilmen an, wo es um Bibelgeschichten und Heilige ging. Rajesh hatte damals keine Ahnung vom Katholizismus, war jedoch interessiert.

Mit sieben Jahren empfing der junge Italiener die Erstkommunion, und Rajesh begleitete ihn immer wieder in die Kirche, wo der Junge entweder die Heilige Messe besuchte oder betete. Ihm fiel folgendes auf: „Sein Verhalten änderte sich, als er in der Kirche war… Er wusste, dass dort, wo Jesus lebt, etwas anders ist. Das berührte mein Herz.“

Acutis sprach oft und gern mit Rajesh über die Dinge des Himmels, die Heilige Messe und die Gegenwart Jesu in der Eucharistie. Besonders beeindruckte ihn Carlos Nächstenliebe. Einmal verkaufte der Junge seine Spielsachen und gab das Geld den Armen, die vor der Kirche lagen und auf dem Boden schliefen, sogar im Winter. „Er sagte, dass sie leiden“, erinnert sich Rajesh. „Als ich sah, wie Carlo handelte, ein so kleines Kind, bekehrte ich mich.“

Carlo brachte dem Hausangestellten bei, wie man den Rosenkranz betet und lud ihn ein, ihn mit ihm und seinen Eltern zu beten. Er betete jeden Abend vor dem Schlafengehen den Rosenkranz. Schließlich habe er ihm die Bedeutung der Taufe erklärt und vieles andere. „All diese Erfahrungen haben mein Leben verändert. Und ich konnte den lebendigen Gott sehen.“

Vier Jahre nach seiner ersten Begegnung mit Carlo Acutis ließ sich Rajesh Mohur taufen und ging seit diesem Augenblick täglich mit dem Jungen in die Heilige Messe. Als einige Jahre später Rajeshs Mutter zu Besuch kam, erzählte ihr Carlo in englischer Sprache von Jesus und vom Glauben, ebenso von Wallfahrtsorten wie Lourdes. Die Frau besuchte daraufhin den französischen Marienwallfahrtsort und war sichtlich tief berührt, denn nach ihrer Rückkehr ließ sie sich in Mauritius taufen.


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