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Islamwissenschaftlerin Schröter: Kalifatsforderung „ist ganz klar verfassungsfeindlich“

24. Mai 2024 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Prof. Susanne Schröter: „Das Kalifat ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar“ – „Ein Kalifat wäre eine Ordnung, die auf der Scharia basiert, so wie wir sie bei den Taliban in Afghanistan oder ... der Terrororganisation islamischer Staat kennen“


Frankfurt a.M. (kath.net) „Das Kalifat ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Es ist eine totalitäre Diktatur mit Werten, die im 7. Jahrhundert in Saudi-Arabien geherrscht haben“, es gehe dabei darum „in Deutschland Werte nach dem Vorbild des Korans durchsetzen“. Darauf macht Islamwissenschaftlerlin Prof. em. Susanne Schröter im Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ aufmerksam. Es habe in der Geschichte noch nie ein friedliebendes Kalifat gegeben. Wörtlich erläutert die renommierte Islamwissenschaftlerin: „Ein Kalifat wäre eine Ordnung, die auf der Scharia basiert, etwa so wie wir sie bei den Taliban in Afghanistan oder schlimmer noch bei der Terrororganisation Islamischer Staat kennen“, da würden „rigide Normen durchgepeitscht, die mit Menschenrechten nichts zu tun haben und in denen alle Nicht-Muslime Bürger zweiter Klasse sind. Frauen haben in dieser Ordnung nicht die gleichen Rechte wie Männer, und Gewalt gegenüber Nicht-Muslimen lässt sich rechtfertigen“.


Doch das Innenministerium nehme das Problem des Islamismus „nicht ernst“, sondern sehe ihn als „unbedeutende Spinnerei“, so Schröter. Allerdings zeigen Umfragen bsp. bei niedersächsischen muslimischen Schüler, dass fast 70 Prozent von ihnen den Koran als wichtiger als die deutschen Gesetze einstuften. An der Universität Münster waren die Studenten der Islamischen Theologie und Religionspädagogik befragt worden, hier gaben die Hälfte an, dass Israel kein Existenzrecht habe, jeder Fünfte befürworte eine Islamisierung Deutschlands, erläutert die Wissenschaftlerin und warnt, dass genau diese Studenten dann zu Multiplikatoren werden.

Den Islamismus ordnet Prof. Schröter als rechtsradikale Bewegung ein, denn er habe „ein klares Führerprinzip und er lehnt die Menschenrechte ab – beides sind Merkmale für Rechtsradikalismus“.

Zur Zuwanderungspolitik bemerkte Schröter, dass sie vor „vor einer schnellen Einbürgerung“ warne, denn „diese sollte am Ende eines Integrationsprozesses stehen. Wir brauchen eine Willkommenskultur für diejenigen, die die Werte unserer Gesellschaft teilen – und eine harte Hand gegen alle, die demokratiefeindliche Ziele verfolgen.“

Link zum Interview in „idea“: „Kalifat: Da ist Schluss mit Barmherzigkeit“
https://www.idea.de/artikel/das-kalifat-ist-mit-dem-grundgesetz-nicht-vereinbar

 


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