Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Lackner: Kirchenstimme im Lebensschutz muss laut und deutlich bleiben

16. Mai 2024 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Salzburger Erzbischof bei Jubiläumsfeier des "Forum Neues Leben": Menschliche Würde "unverhandelbar" - Bei Abtreibung auch Alternativen aufzeigen und Perspektiven bieten


Salzburg (kath.net/KAP) Die klare Position der katholischen Kirche für den "unabdingbaren Schutz des Lebens" hat der Erzbischof Franz Lackner bekräftigt. "Unsere Stimme als Kirche muss hier laut und deutlich bleiben. Wir dürfen nicht müde werden darin, auf die unverhandelbare und zu allen Zeiten gegebene Würde des Menschen hinzuweisen, ganz besonders, wenn sie den Wehrlosesten abgesprochen wird", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz am Dienstagabend beim 20-Jahr-Jubiläum des "Forum Neues Leben" im Kapitelsaal der Erzdiözese Salzburg.

Das Forum war 2004 vom damaligen Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser gegründet worden, als Reaktion auf die Einrichtung der Abtreibungs-Ambulanz an den Salzburger Landeskliniken. Die Kirche müsse sich auf diesem Gebiet weiterhin nach Kräften einsetzen, "aber nicht nur dagegenhalten, sondern auch daran mitwirken, Alternativen aufzuzeigen und Perspektiven zu bieten", betonte Lackner als nunmehrige Schirmherr des Forums.

Eingehend verwies der Erzbischof auf das von der Kirche hochgehaltene Konzept der menschlichen Würde. Wenn die Gesellschaft Würde zunehmend erst ab einer gewissen Eignung oder "Verwertbarkeit" zugestehe, entferne sie sich von jenem Konzept der Personenwürde, welche der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zugrunde liege. "Umso tragischer ist die weitreichende Abkehr von jenem Grundprinzip, die wir immer mehr bei den Gesetzgebungen rund um den Beginn und das natürliche Ende des Lebens beobachten müssen", so Lackner.


Keine Lifestyle-Entscheidung

Als eine der öffentlichen Stimmen, die gegen eine "Entwürdigung des Menschen" auftreten, bezeichnete der Salzburger Oberhirte das Forum Neues Leben. Das interdisziplinäre Netzwerk aus Vertretern von Kirche, Politik und Medizin habe in den vergangenen 20 Jahren eine wichtige Rolle im Lebensschutz und der ethischen Diskussion eingenommen und sich weiterentwickelt. So veranstaltet es inzwischen auch Feste in Pfarren und die Aktionswoche "Woche für das Leben" jeweils um den 1. Juni.
Der Mediziner Florian Baumgartner warnte im Rahmen des Festakts vor der Entwicklung der Abtreibungsdiskussion zu einer "Lifestyle-Entscheidung". Die Kirche, die Politik und die Medizin sollten sich daher an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen. Der Mitbegründer des Salzburger Ärzteforums und Oberarzt für Pädiatrie am Karl-Schwarzenberg-Klinikum plädierte dafür, die Schutzbedürftigkeit des Lebewesens im Rahmen der Menschenrechte in den Vordergrund zu stellen. Dies gelinge am besten dann, wenn man Frauen oder Paaren in Schwangerschaftskonflikten helfen wolle.

Für ein Verständnis von "Pro-Life" als "Pro-Frau und Pro-Mann" warb die Wiener Ethikerin Susanne Kummer in ihrem Beitrag. Menschen seien immer aufeinander angewiesen, werde damit ausgedrückt. Es gelte zudem, betroffene Frauen "in ihrer Selbstbestimmung, in ihrer Gesundheit und in der Schaffung eines mütter- und väterfreundlichen Klimas", so die Direktorin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik.

Wohnprojekt, Fonds und Themenwoche

Bisher hat das Forum Neues Leben über 100 Frauen durch sein im Kolpinghaus eingerichtetes Wohnprojekt "Haus für Mutter und Kind" geholfen, mehr als 250 Erwachsene wurden durch den "Hilfsfonds Eltern in Not" unterstützt. Die "Woche für das Leben" nannte Prälat Johann Reißmeier, Generalvikar zu Zeiten der Forums-Gründung und wesentlich für die Organisation und Ausrichtung zuständig, als drittes großes Projekt des Forums. Eingerichtet wurden ferner die Notrufnummer 0800-300370 und die Website www.schwanger-was-tun.at.

Die Initiativen des Forums zeigten Breitenwirkung: 2006 fand im Salzburger Dom erstmals ein "Gottesdienst für das Leben" statt, bei dem der Erzbischof stets Kinder und Eltern empfängt. Der heurige Termin ist der 26. Mai (15 Uhr). Ab 2008 wurden die Pfarren einbezogen, wobei sich schon im ersten Jahr 63 Pfarren an der "Woche für das Leben" beteiligten, bis zu 110 seien es seitdem gewesen. In einem Hirtenbrief empfahl die Österreichische Bischofskonferenz 2010 allen heimischen Diözesen die Durchführung der Themenwoche nach dem Salzburger Modell.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz