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Prof. Riccardo Wagner: „Hm? Wir Christen sind nicht die Folkloretruppe …“

11. August 2025 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Wagner reagiert auf einen Post eines Atheisten, der fordert, dass Deutschland wieder mehr Christentum brauche - „Schön, wenn das jetzt auch Atheisten merken und auch die zivilisatorische Leistung des Christentums sehen. Aber …“


Köln (kath.net) „Wie Chesterton ja schon so schön sagte: Wenn die Leute nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Schön, wenn das jetzt auch Atheisten merken und auch die zivilisatorische Leistung des Christentums sehen.“ So reagiert Prof. Riccardo Wagner auf X auf einen Post des Medienmachers Tariq Khan. Prof. Dr. Riccardo Wagner ist Professor für Nachhaltiges Management & Kommunikation an der Hochschule Fresenius in Köln, Leiter der Media School, Studiendekan sowie Autor.

Doch gibt Wagner in seiner spontanen Reaktion zu bedenken, dass „wir“ (also wir Christen) „nicht die Folkloretruppe“ seien, „die dafür sorgt, dass diese hyperindindividualisierte und durchökonomisierte Gesellschaft, die christliche Werte und Anthropologie immer häufiger als vormodern und schlimmeres einstuft, einfach noch ein bisschen netter und angenehmer so weiter marschiert und weiter alles anbetet, außer Gott. Eine Gesellschaft, die sich in Stolz und Eitelkeit suhlt, Religion verachtet (sic!) und uns netterweise erlaubt, weiter ein paar Feiertage und ein paar Festtagslieder beizusteuern, weil sich dann alle so heimelig fühlen.“ Wagner fragte seine Leser: „Sehe ich das zu kritisch? Was meint Ihr?“


Tariq Khan, ein Deutscher mit Wurzeln in Kroatien und Pakistan, hatte zuvor gepostet: „Ich bin nicht gläubig. Persönlich verachte ich sogar Religion. Trotzdem glaube ich: Deutschland braucht wieder mehr Christentum.“ Khan warnte, dass „ein Land ohne Religion“ nie leer bleibe. „Wenn das Christentum verschwindet, füllt sich das Vakuum und aktuell geschieht das mit dem Islam.“

Dann vergleicht Khan die Vor- und Nachteile von Islam und Christentum auf einer rein menschlichen Ebene: Der Islam gebe „vielen Halt, wirkt aggressiv und selbstbewusst, verspricht einfache Antworten und verdrängt oft alles, was nicht zu ihr passt“.

Demgegenüber sei das Christentum „ reformierter, passt zu unseren Grundwerten und ist kompatibler mit anderen Religionen. Gerade deshalb sollten seine Feste, Traditionen und Symbole wieder sichtbar sein. Denn wo Gott verschwindet, bleibt nicht Freiheit, sondern ein anderer Gott.“

In einem Folgepost dankt Tariq Khan dem Kölner Professor für das Teilen seiner Einschätzung und bestätigt: „Genau, mir ging es nicht darum, das Christentum nur auf schöne Traditionen zu reduzieren, sondern seinen Wert für unsere Gesellschaft zu betonen, auch wenn ich selbst nicht gläubig bin.“

Wagner hakt nach: „Das glaube ich, die Frage ist allerdings, worin dieser Wert genau besteht und mit welchen konkreten Werten das einhergeht, Christentum ist bspw. nicht nur Altenpflege, Flüchtlingshilfe und ein bisschen nett sein.“ Er vermute, „dass wir hier zwei verschiedene Perspektiven haben und eine funktionalistische, die ich Ihnen (vielleicht zu Unrecht) unterstelle, ist von vornherein ungenügend. Ich denke, Sie haben da einen recht verkürzten Blick, sonst würden Sie Religionen bspw. nicht verachten. Gläubige im Übrigen auch? Kann man das trennen? Was sagt der Blick auf Religion über Ihr Bild von Gläubigen?“

Auch auf dem Twitterauftritt von Khan wird sein Post pro und kontra diskutiert von Menschen sehr unterschiedlicher Lebenseinstellungen.

Foto Prof. Wagner (c) privat


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