Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

"Christdemokraten für das Leben" zum CDU-Grundsatzprogramm: Mit Leben füllen.

8. Mai 2024 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Gerade vor dem Hintergrund der Vorschläge der Regierungskommission zur Abschaffung des § 218 Strafgesetzbuch, ist die CDL erfreut über die klare Aussage, dass eine weitere Verschlechterung der geltenden Rechtslage mit der CDU nicht erfolgen wird."


Berlin (kath.net/CDL) " Die CDL gratuliert dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz und Generalsekretär Dr. Carsten Linnemann zur Wahl. Die hervorragenden Wahlergebnisse beider zeigen, dass die Delegierten die begonnene Neuausrichtung der CDU voll unterstützen." Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel, reagiert  auf das neue Grundsatzprogramm, das die CDU hat auf ihrem Bundesparteitag in Berlin beschlossen hat.

Zu den Aussagen zum Lebensschutz im neuen Grundsatzprogramm stellt Susanne Wenzel fest: "Das Bekenntnis der CDU zum Lebensschutz in ihrem neuen Grundsatzprogramm begrüßt die CDL grundsätzlich. Gerade vor dem Hintergrund der Vorschläge der Regierungskommission zur Abschaffung des § 218 Strafgesetzbuch, ist die CDL erfreut über die klare Aussage, dass eine weitere Verschlechterung der geltenden Rechtslage mit der CDU nicht erfolgen wird. Stattdessen setzt das Grundsatzprogramm auf Prävention, aber auch auf die Verbesserung der Hilfsangebote für Frauen und Paare im Schwangerschaftskonflikt. Dies ist angesichts der steigenden Abtreibungszahlen, mit denen sich auch die CDU nicht abfinden will, konsequent und dringend geboten.


Anders als in früheren Fassungen, auch das gehört in die Beurteilung, fehlt es jedoch an einer ausdrücklichen Bezugnahme auf die Personalität des ungeborenen Kindes und auf das Erfordernis der Achtung seines Lebensrechts in der vorgeburtlichen Phase. Leider täuscht die positive Betonung des „mühsam gefundenen gesellschaftlichen Kompromisses“ darüber hinweg, dass das Rechtsgut selbst dadurch nicht geschützt wird. Das mag ein Kompromiss für die widerstreitenden Interessen sein, nicht aber ein solcher, der das Rechtsgut, um dessen willen die Strafrechtsnorm existiert, zu schützen geeignet ist.

Nach Ansicht der CDL wären auch Positionierungen zur Leihmutterschaft und Eizellspende sowie zum Embryonenschutz insgesamt wünschenswert gewesen, da auch diese Fragen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa auf die Tagesordnung kommen. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Bestrebungen einer Mehrheit des Europaparlamentes, Abtreibung als angebliches „Menschenrecht“ in die Grundrechtecharta der EU aufzunehmen, ist es für die CDL übrigens auch unverständlich, dass das Programm der Unionsparteien zur Europawahl ohne einen Satz zum Lebensrecht und den genannten Aspekten auskommt.

In einem kurzen Satz lehnt die CDU in ihrem Grundsatzprogramm die aktive Sterbehilfe ab. Hier wären weitere konkrete Aussagen zum wichtigen Ausbau der Suizidprävention wünschenswert gewesen. Wichtig ist, dass die CDU die fatale soziale Bedeutung der Einsamkeit von Menschen als Herausforderung erkennt und diese bekämpfen will.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass aus Sicht der CDL das Bekenntnis zum Lebensschutz an vielen Stellen konkreter hätte ausgestaltet sein können. Doch letztlich ist es wichtig, dass die beschlossenen Grundsätze nun – wie bereits während der Debatte auf dem Parteitag wiederholt angekündigt – in praktische Politik umgesetzt, in die parlamentarische Debatte getragen und so das Grundsatzprogramm mit Leben gefüllt wird."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  3. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  4. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  5. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  6. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  7. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  8. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  9. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  10. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  11. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  12. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  13. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  14. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  15. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz