Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  5. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"

17. April 2024 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Müller und prominente Politiker nehmen seit gestern an einer konservativen Konferenz in Brüssel teil. Die Lokalbehörden wollten dies verbieten lassen. Doch das belgische Verwaltungsgericht hob das Verbot wenige Stunden später auf.


Brüssel (kath.net)
"Ich habe gerade mit Kardinal Müller gesprochen, der sichtlich schockiert war, als die Polizei ein paar Meter entfernt stand und den Eingang zur NatCon blockierte. „Das ist wie Nazi-Deutschland“, sagte er. „Er gab mir die Erlaubnis, ihn zu zitieren." Dies teilte der bekannte US-Schriftsteller Rod Dreher auf X zur derzeit stattfindenden Konferenz "NatCon", bei der zahlreiche konservative Politker auftraten, mit. Die Konferenz wurde gestern plötzlich ohne Angabe von Gründen von der lokalen Polizei vor Ort  um 12.00 Uhr untersagt. Die Polizei umstellte das Gebäude und verbot den Teilnehmern den Zutritt.  Auch Kardinal Müller nahm an der Konferenz teil.


Doch die lokalen Behörden machten die Rechnung ohne dem Wirt. Denn noch am Abend  hob das höchste belgische Verwaltungsgericht (Conseil d’État) das Verbot auf. Die Klage gegen das Verbot wurde mit Unterstützung durch ADF International durchgeführt.. Im Urteil entschied das Gericht: „Artikel 26 der [belgischen] Verfassung gewährt jedem das Recht, sich friedlich zu versammeln“. Obwohl der Bürgermeister grundsätzlich befugt ist, im Falle einer „schwerwiegenden Störung des öffentlichen Friedens oder anderer unvorhergesehener Ereignisse“ polizeiliche Anordnungen zu treffen, war das Vorgehen in diesem Fall ungerechtfertigt.

Paul Coleman, Leitender Anwalt und Geschäftsführer bei ADF International sollte auch bei der Konferenz sprechen. Er sagte: „Indem das Verwaltungsgericht die Fortsetzung der Konferenz erlaubt hat, hat es sich auf die Seite der Menschenrechte geschlagen. Zwar haben gesunder Menschenverstand und Gerechtigkeit gesiegt, aber was gestern geschah, ist nichtsdestotrotz ein dunkler Fleck in der Geschichte der europäischen Demokratie. Kein Amtsträger sollte die Macht haben, eine freie und friedliche Versammlung zu unterbinden, nur weil er mit dem, was gesagt wird, nicht einverstanden ist. Die Art von autoritärer Zensur, die wir gerade erlebt haben, gehört zu den schlimmsten Kapiteln der europäischen Geschichte. Glücklicherweise hat der Gerichtshof schnell gehandelt, um die Unterdrückung der Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu verhindern und damit diese wesentlichen Merkmale der Demokratie für einen weiteren Tag zu schützen.“

Schließlich hat sogar der belgische Premier Alexander De Croo sich zu Wort gemeldet und auf X scharfe Kritik am Verbot geübt. Dies sei durch belgische Verfassung mit dem Recht auf Meinungsfreiheit nicht gedeckt und nicht akzeptabel. Das Verbannen von politischen Treffen sei nicht verfassungsgemäß.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  3. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  5. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  6. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  7. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  8. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  9. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  10. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  11. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  12. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  13. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  14. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  15. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz