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Deutschland: Lesung eines Mentalisten in einer Pfarrkirche2. März 2024 in Deutschland, 8 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Kirche müsse sich öffnen, dadurch würden Menschen, die sonst nicht kommen, vielleicht einen neuen Zugang finden, begründet die Pfarre die Lesung eines nicht religiösen Werkes in der Kirche.
Bocholt (kath.net/jg)
In der St. Georg-Kirche in Bocholt (Bistum Münster) fand am Montag, den 19. Februar, eine Lesung des Mentalisten Timon Krause statt. Krause las aus seinem Werk „Das versunkene Theater“.
Die Veranstaltung wurde vom Fontane-Kreis organisiert. Dieser habe bei der Pfarre „vorsichtig angeklopft“ und gefragt, ob die Lesung in der Kirche stattfinden könne, obwohl es sich nicht um ein religiöses Werk handelt. Krause bevorzuge bei seiner Lesereise „besondere Orte“, weshalb bei der Kirche angefragt wurde, ist auf der Internetseite der Pfarre zu lesen. 
Die Pfarre sagte zu, „weil wir der Meinung sind, dass die Kirche sich öffnen muss“. Der sakrale Charakter der Kirche werde dadurch nicht zerstört, „im Gegenteil finden Menschen, die sonst nicht kommen, vielleicht einen neuen Zugang“, schreibt die Pfarre weiter.
Laut Bocholter Borkener Volksblatt kamen 200 Besucher zur Lesung in die St. Georg Kirche. Krause führte dabei auch Mentaltricks vor. Die Lesung sei ein Publikumserfolg gewesen – „auch wenn es im Vorfeld vereinzelt Beschwerden von Gläubigen gab“, schreibt die Zeitung.
Gleichzeitig wird das Glaubensangebot im Pastoralraum der Stadt Bocholt seit Jahren reduziert, wie kath.net aus einer E-Mail erfahren konnte.
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Lesermeinungen| | AngelView 2. März 2024 | | | | Und? Wir machen seit Jahrhunderten Kirchen zu Konzertsälen, behandeln sie wie Theater und Museen. Oder machen sie von höchster Stelle auch mal zu einem Sizungssaal. Und keiner stört sich dran??!!
Und der Inhalt dieser Veranstaltungen ist auch nicht zwingend Glaubensausdruck bzw könnte auch an geeigneterer Stelle stattfinden. |  2
| | | | | SalvatoreMio 2. März 2024 | | | | Das Haus Gottes ist zur Anbetung da! Aber wir haben sehr viele Defizite! "Die Kirche muss sich öffnen!" Das stimmt genau - nur wie? Zunächst mal untereinander! Ganz einfach: ein freundliches Zunicken zum Banknachbarn, wenn man seinen Sitzplatz einnimmt (ebenso am Schluss der Messe). Wir haben hauptamtliche Mitarbeiter, die Gläubige nach der Messe vor der Kirchentür begrüßen könnten: schauen, ob da ein neues Gesicht ist; fragen, wie es geht usw. - So etwas wie Hausbesuche gibt es auch nicht, außer bei speziellen Anlässen. Das ist ein großes Manko!
Personen, die sich über den Glauben informieren, ersten Kontakt aufnehmen möchten: wie denn, wo denn? Die Gemeinden machen keinen einladenden Eindruck! (Die Gespräche einzelner am Ende der Messe im Gotteshaus dagegen sind sehr unhöflich, weil alle, die noch beten möchten, gestört werden). |  3
| | | | | Stefan Fleischer 2. März 2024 | |  | Ob es richtig ist sich als Kirche mehr um jene zu kümmern, die nicht kommen, als um jene, die (noch) kommen? M.E. müsste man einmal seriös fragen, was diejenigen sich wünschen, die regelmässig kommen. Meine Erfahrung ist es, dass ein Grossteil von ihnen sich im tiefsten eine Kirche wünschen, welche ihnen zu einer tiefen, persönlichen und alltagstauglichen Gottesbeziehung verhilft. Wenn ich mich richtig erinnere, fragt der Priester bei der Taufe: (aus den Gedächtnis) «Was erbittest Du von der Kirche.» und die (richtige) Antwort lautet: «den Glauben». Wir sollten wieder so weit kommen, dass dieser Glaube wieder das zentrale Bindelied zur Kirche für alle «Gläubige» wird. In dieser Beziehung aber sehe ich sehr grosse Defizite in unserer heutigen Verkündigung. Wer weiss heue noch, was er (noch) glauben soll und was nicht (mehr)? |  4
| | | | | edih 2. März 2024 | | | | Liebe bundesdeutsche Kirche auch wenn ihr Euch immer mehr von Rom und der Lehre der römischen Kirche entfernt, eine Kirche ist Haus Gottes, ihm allein geweiht und ein Haus des Gebetes. Für solche beschriebenen weltliche Aktionen gibt es einen Pfarrsaal oder Gemeindezentrum. Aber, deutsche Kirche und Glaubwürdigkeit ist längst Vergangenheit. |  4
| | | | | maran atha 2. März 2024 | | | |
"Mein Haus soll ein Bethaus heißen, ihr macht es zu einer Räuberhöhle" (Matthäus 21). Alles was mit dem Herrn nichts zu tun hat, gehört nicht in eine Kirche. Aber solche Verfehlungen durch die schlechten Hirten passieren doch immer wieder- wie bspw. Tätowieren in der Kirche oder Corona Impfungen. Es wundert mich nicht, aber jeder von uns wird zur Rechenschaft gezogen werden, denn Gott ist auch gerecht. Die Barmherzigkeit besteht hier darin, dass die Verantwortlichen die Freiheit haben, solchen Anfragen ein klares NEIN zu erteilen und wenn sie es nicht machen, dann "rebellieren" sie gegen die heilige Schrift. |  3
| | | | | lakota 2. März 2024 | | | | "Mein Haus soll ein Bethaus sein !!" |  3
| | | | | Wilolf 2. März 2024 | | | | Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. |  3
| | | | | Heiligenverehrer 2. März 2024 | | | | Eigentlich völlig irrelevant… Ja, natürlich stellt sich die Frage: Muss das sein? Aber unter den Veranstaltungen, die sonst so in Kirchen stattfinden und tatsächlich Schmähungen des Allerheiligsten darstellen, ist die Lesung eines nichtreligiösen Werks durch den Mentalisten sehr harmlos!
Ich kenne Timon Krause persönlich und privat! Im Übrigen haben die Mentaltricks keinen esoterischen Hintergrund, falls der Srtikel den Eindruck erwecken möchte! |  0
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