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Nach islamistischen Anschlag während Hl. Messe: Suche nach Verdächtigen läuft

5. Dezember 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Philippinische Polizei hat über Videoaufnahmen vier "Personen von Interesse" identifiziert - Blutbad unter den katholischen Gläubigen: Vier Tote, über 50 Verletzte


Manila/Marawi (kath.net/KAP) Nach dem islamistischen Bombenanschlag auf einen Adventgottesdienst auf den Philippinen mit vier Toten suchen die Behörden weiter nach den Attentätern. Die Polizei hat im Zusammenhang mit der Explosion in der Stadt Marawi auf Mindanao am Sonntag mehrere Verdächtige im Blick. Nach Durchsicht von Videoaufnahmen suche man mittlerweile nach vier "Personen von Interesse", teilte ein Polizeisprecher laut Nachrichtensender "GMA News" (Dienstag) mit. Zwei der Gesuchten hätten Verbindungen zu einer lokalen Terrorgruppierung. Angaben der Terrormiliz Islamischer Staat und der Gruppierung Maute, die sich zu dem Anschlag bekannten, werden von den Behörden untersucht.

Die Tat hatte sich am ersten Adventsonntag während eines Gottesdienstes in einer Sporthalle an der Mindanao State University (MSU) ereignet. An der Messe nahmen Studenten, Dozenten, Universitätsmitarbeiter und andere Gläubige teil. Vier Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Unter den mehr als 50 Verletzten seien mehrere in kritischem Zustand im Krankenhaus, berichtete Ortsbischof Edwin de la Pena y Angot laut Pressedienst "Fides" und Portal "Vatican News" (Montag).


Der Angriff habe unter Christen, aber auch Muslimen Fassungslosigkeit und großen Schmerz ausgelöst, sagte der Bischof der die Prälatur Marawi leitet. "Sie haben uns mitten ins Herz getroffen, das heißt, während der Eucharistie, dem höchsten Moment unseres Glaubens. Es gibt jetzt viel Angst, aber der Glaube begleitet uns und gibt uns Halt", schilderte de la Pena. Die zum Fest Mariä Empfängnis am 8. Dezember üblichen Prozessionen wurden aber vorsichtshalber abgesagt.

Der Anschlag sei ausgerechnet während der Mindanao-Friedenswoche erfolgt, in der auf der ganzen Insel der Wunsch nach Frieden beteuert und mit öffentlichen Demonstrationen, Dialogtreffen und Gebeten bezeugt wird, berichtete der Bischof weiter. Die Polizei hatte die Explosion bereits am Sonntag als Racheakt für die jüngste Tötung von elf Kämpfern einer Terrormiliz bei einer Militäroperation gewertet. "Sie suchen die Öffentlichkeit und schlachten unschuldige Menschen ab. Das ist schrecklich", so de la Pena.

Mehr Sicherheit und Schutz für christliche Versammlungen forderte unterdessen der Präsident der philippinischen Caritas. "Es müssen gezielte Anstrengungen unternommen werden, um eine Wiederholung derartiger gewalttätiger Vorfälle zu verhindern und das Grundrecht auf Gottesdienste ohne Angst vor irgendjemandem zu schützen", betonte Bischof Jose Colin Bagaforo. Regierung, Religionsvertreter und die Gesellschaft als Ganzes müsse trotz des Anschlags "zusammenarbeiten, um ein Umfeld des Friedens zu fördern", rief er gleichzeitig auf.

Mindanao als Siedlungsgebiet der philippinischen Muslime ist seit Jahrzehnten Schauplatz islamistischer Gewalt. 2017 wurde Marawi von Terroristen des "Islamischen Staates" (IS) besetzt und konnte nur nach einem fünfmonatigem Häuserkampf von der philippinischen Armee befreit werden. Damals besetzten die Terroristen auch die katholische Kathedrale der Stadt und nahmen mehrere Gottesdienstbesucher als Geiseln.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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