Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Nahe der Jerusalemer Klagemauer: Benediktinerabt Schnabel wurde zur Kreuzabnahme aufgefordert

20. Juli 2023 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nikodemus Schnabel OSB, Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem: „Das wäre so, als wenn mich jemand auf der Kölner Domplatte ansprechen würde, dass ich mich bitte so kleide, wie in der Kathedrale“ - VIDEO


Jerusalem (kath.net) „Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin der Letzte, der an die Westmauer oder Klagemauer, wie wir im Deutschen oft sagen, in voller Montur mit dem Kreuz gehen würde um dort zu beten. Ich war keinesfalls im Gebetsbereich, da würde ich auch immer sensibel sein. Ich war nur auf dem Platz vor dem Gebetsbereich, wo auch jüdische Männer keine Kippa tragen müssen. Das ist ein öffentlicher Raum. Und das ist das Skandalöse. Es ist schwer zu vergleichen. Das wäre so, als wenn mich jemand auf der Kölner Domplatte ansprechen würde, dass ich mich bitte so kleide, wie in der Kathedrale.“ Das erläuterte Abt Nikodemus Schnabel OSB, der Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, im Interview mit Renardo Schlegelmilch für das Kölner „Domradio“. Eine Mitarbeiterin der Western Wall Heritage Foundation hatte den Abt dazu aufgefordert, sein Brustkreuz abzunehmen. Er weigerte sich und wies darauf hin, dass das Kreuz zu seinem „Dresscode“ als Abt gehöre. Anwesend war bei dieser Auseinandersetzung Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, der Schnabel eine Führung durch Jerusalem gab. Außerdem war Spiegelreporter Christoph Schult mit dabei, der den Vorfall auf Video festhielt und Teile davon auf Twitter veröffentlichte (siehe unten).


Schnabel legte gegenüber dem Domradio Wert darauf, dass er keinerlei Anstalten dazu gemacht habe, sich „als Abt in voller Montur“ im Gebetsbereich zwischen die „jüdischen Beter“ zu stellen, sondern nur den Vorplatz überqueren wollte. Er wies darauf hin, dass die junge Frau, die ihn ermahnte, dies nicht als Privatperson, sondern als „eine offizielle Beamtin“ getan habe, dabei sei sie auch „nicht unbedingt höflich“ gewesen. Der Benediktinerabt stellte fest: „Wenn ich mich nicht mehr im öffentlichen Raum des jüdischen Viertels als Benediktinerabt bewegen darf, dann sind wir genau da, wo wir doch hoffentlich nicht hin wollen, dass das jüdische Viertel für Christen eine ‚No-Go-Area‘ wird.“ Der Priester zog eine Verbindung zu Tendenzen der neuen Regierung.

Die  Western Wall Heritage Foundation hat sich inzwischen mit einer Pressemeldung entschuldigt.

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz