Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

„Succisa virescit“ – wie die Flucht sieben ungarischer Priester zum Segen für Kalifornien wurde

15. Mai 2023 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wenn Gott eine Tür schließt, öffnet er ein Fenster“, schrieb einer der Exil-Priester über die packende Geschichte der Bedrängnis durch die Kommunisten, die letztlich zu einem fruchtbaren monastischen Leben und Wirken an der US-Westküste führte.


Orange/Kalifornien (kath.net/mk) ^
In Orange im südlichen Kalifornien blüht seit Jahrzehnten die Prämonstratenser-Abtei St. Michael, die von sieben ungarischen Priestern im Exil, nach ihrer Flucht vor den Kommunisten gegründet wurde, wie LifeSiteNews berichtet. Das Mutterkloster – auch dem hl. Michael geweiht – steht im ungarischen Csorna, nahe dem österreichischen „Seewinkel“ (Gemeinden Pamhagen und Andau); es wurde im 12. Jahrhundert gegründet, nur rund 60 Jahre nach der Stiftung des Ordens selbst durch den hl. Norbert in Frankreich. Die sowjetische Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte sukzessive Einschränkungen für das Klosterleben: zuerst wurde der Landbesitz enteignet, dann wurden die Schulen geschlossen, zumal die Kommunisten den Einfluss der Kirche auf die Jugend ausmerzen wollten. Als die Prämonstratenser am 11. Juli 1950 Wind davon bekamen, dass die Polizei sie am nächsten Tag alle verhaften wollte, entschlossen sich sieben Ordensmänner mit dem Segen ihres Abtes zur Flucht Richtung Österreich.


Das Vorhaben, die Grenze heimlich zu überqueren, verlangte den Priestern ihren ganzen Mut ab. Nach der Überwindung von Stacheldraht mussten sie sich in ein Minenfeld wagen, wobei einer der sieben weit vorausging und damit das Risiko, auf eine Mine zu treten, auf sich nahm. Genauso handhabten sie es, wenn Gefahr bestand, auf eine Patrouille von Soldaten zu treffen. Schließlich mussten sie einen Fluss überqueren und entkamen um ein Haar den dort positionierten Grenzwachen, die zu ihrem Glück eingeschlafen waren. Auf der österreichischen Seite erwartete sie ein Lastwagen, der sie nach Wien brachte, von wo die Priester zwei Jahre später über den Atlantik nach New York aufbrachen. Nach einem Aufenthalt bei Mitbrüdern in Wisconsin wurden sie vom damaligen Erzbischof von Los Angeles, Kardinal James McIntyre, zur Niederlassung nach Orange eingeladen.

Im Exil eröffneten die tapferen Prämonstratenser eine Schule und ein Noviziat. Die Berufungen nahmen in den 60er- und 70er-Jahren so sehr zu, dass das Kloster 1984 schließlich vom Heiligen Stuhl als eigene Abtei anerkannt wurde. P. Ladislas Parker, der damals den Fluchtplan entworfen und die Flüchtenden angeführt hatte, wurde der erste Abt. Als Wahlspruch wählte er das benediktinische Motto „Succisa virescit“ – „Obwohl umgehauen, ergrünt er wieder“, das die Geschichte seines Klosters so treffend beschreibt. Ein anderer der sieben Exil-Priester schrieb: „Wenn Gott eine Tür schließt, öffnet er ein Fenster.“ Tatsächlich trug die Gründung bis heute „hundertfache Frucht“, von kontemplativen Nonnen, über aktiven Schwestern in Los Angeles bis zu einem Zweig in Springfield, Illinois. Das Apostolat konzentriert sich, entsprechend dem eigenen Charisma, auf die Lehrtätigkeit, die aus einem reichen kontemplativen Leben (gregorianischer Choral, eucharistische Anbetung) erfließt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 16. Mai 2023 
 

Folgen von Diktatur und Krieg

Danke für diesen Bericht aus der Zeit vor 70 Jahren! Wenn man alles aufschreiben würde, was damals geschah an Verfolgung, Verzweiflung, Flucht und Heldenmut: die Welt würde überschwemmt von Massen an Büchern über Untergang und Neuaufbruch.


1
 
 girsberg74 15. Mai 2023 
 

Ein ermutiiigendes Beispiel;

auch für Laien!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz