Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  2. Ein unvermeidliches Schisma?
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  7. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  8. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  9. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Wien: Immer mehr Video-Kameras in Gotteshäusern

11. April 2023 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Religionsgemeinschaften nicht erst seit der Wiener Terrorwarnung vom 15. März bei Sicherheit sensibilisiert - Videoüberwachung in katholischen Kirchen noch Randerscheinung


Salzburg/Wien (kath.net/KAP) Kirchen, Moscheen und Synagogen werden zunehmend mit Kameras, Zugangscodes und Gitterabsperrungen versehen. Gotteshäuser verschiedener Religionen seien nicht erst seit der Terrorwarnung der Wiener Polizei am 15. März für die christlich-syrische Gemeinde sensibilisiert und hätten bei ihren Sicherheitsmaßnahmen aufgerüstet, berichteten die "Salzburger Nachrichten" (18. März). Dabei sind laut der Zeitung die Schutzvorkehrungen bei kleineren Gemeinschaften um ein Vielfaches höher als bei katholischen Kirchen.

Trotzdem haben laut dem Bauamt der Erzdiözese Wien zumindest fünf Wiener Pfarren Videoüberwachungen eingerichtet. "Wir versuchen, die Kirchen so barrierefrei wie möglich zu machen. Es war bis jetzt nicht notwendig, Sicherheitsschleusen zu errichten", sagte Michael Prüller, Sprecher der Erzdiözese Wien. Jede Pfarrgemeinde sei eigenverantwortlich für die Sicherheit zuständig. Manche sperrten die Gotteshäuser außerhalb der Messzeiten zu, andere errichteten Gitterabsperrungen nach der Eingangstür, andere würden darauf achten, dass sich immer Pfarrpersonal in der Kirche aufhalte, damit nichts passieren könne.


Laut Erzdiözese haben Staatsschützer in der Bundeshauptstadt einzelne touristische Objekte im Auge, darunter den Stephansdom oder die Votivkirche. "Wir merken das gar nicht", betonte Prüller. Jedenfalls sei die katholische Kirche im regelmäßigen Austausch mit der Polizei. Es sei oft eine heikle Frage der Abwägung: "Wir sind zurückhaltend, Menschen dabei zu filmen, die in der Kirche ungestört beten wollen", so Prüller.

Eine der Pfarren mit Videoüberwachung ist die Pfarre St. Brigitta in Wien-Brigittenau. Anlass für die Maßnahme gaben laut dem Pfarrer der Gemeinde, Wolfgang Seybold, 20 Fälle von Vandalismus. "Ich kann nur ermutigen, das zu machen. Es ist seither ruhiger geworden und die Kameras werden von den Kirchenbesuchern gut angenommen, es gab nie eine Beschwerde", so der Geistliche. Trotz Überwachung sei es noch einmal zu einer Beschmierung gekommen, die nicht aufgeklärt werden konnte. Ein Opferstockdieb sei hingegen auf Basis der Kameraauswertungen bei der Polizei angezeigt worden.

Gebetsstätten sollten immer offen sein

Die muslimische Gemeinschaft sei bei Sicherheitsthemen seit einigen Jahren besonders sensibilisiert, erklärte Edina Husovi von der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ). Die Terrorwarnung vom 15. März, "genau am Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit", habe auch die Muslime geschockt. Jedes Gebetshaus könne Ziel eines Angriffs sein, das könnten auch Vandalismusakte sein wie etwa Graffiti, so die Muslimen-Vertreterin. Gebetsstätten sollten immer offen sein und gleichzeitig auch sicher; da seien Kameras und Zutrittssysteme eine Option, so Husovi.

Bei der jüdischen Gemeinde ist das Thema Sicherheit aufgrund antisemitischer Angriffe auf Jüdinnen und Juden seit Jahrzehnten ein großes. 24 Stunden am Tag patrouillieren Streifenpolizisten vor dem Stadttempel in der Seitenstettengasse in der Wiener Innenstadt. "Wir treffen sehr viele Sicherheitsvorkehrungen. Aber wir äußern uns nicht zu Details der Sicherheitsmaßnahmen", sagte Ben Dagan, Sprecher der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Laut dem Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche, Anba Gabriel, wurden in jüngster Vergangenheit die 15 koptischen Kirchen sowie Klöster in Österreich mit Überwachungskameras versehen. "So können wir beobachten, was in den Innenräumen passiert", so der Bischof. Österreich sei ein sicheres Land, aber man habe die Warnungen nicht ignorieren können. "Es ist gut, wenn man wachsam ist."

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 11. April 2023 
 

Klar!

Wer die Grenzen für militante antisemiten (Ostern Demo in Berlin) und fundamentalistische Salafisten öffnet, muß Dich nicht wundern —!vor allem bei den naiven Opportunistischen Regierungen in Wien u München


0
 
 Bene16 11. April 2023 
 

Solange die Privatsphäre in den Beichtstühlen gewahrt bleibt, habe ich keine Probleme mit der Videoüberwachung.


2
 
 Everard 11. April 2023 
 

Angesichts des Vandalismus

und der sehr vielen psychisch auffälligen Personen, die sich volkommen frei bewegen können, ist dies nicht verwunderlich.


1
 
 girsberg74 11. April 2023 
 

Klar, auch Gottes Stellvertreter sehen alles.


0
 
 ThomasR 11. April 2023 
 

Videoüberwachung in vielen Kirchen ist auch Problem von München

ich verstehe alle Gläubigen , die videoüberwachten Kirchen meiden
Andererseits habe ich kein Verständnis für keine eindeutige Information über eingeschaltete Videoüberwachung


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  6. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  7. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  8. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Ein unvermeidliches Schisma?
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz