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Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum

24. Jänner 2023 in Schweiz, 17 Lesermeinungen
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Die Missiofeier für Pastoralassistenen enthielt Elemente, die stark an die Priesterweihe erinnern. Das Bistum Chur betont in einer Anfragebeantwortung die liturgische Korrektheit der Feier.


Chur (kath.net/jg)

In einem Brief zur Liturgie vom 5. Januar 2023 hat Joseph Maria Bonnemain, der Bischof von Chur (Schweiz), gemeinsam mit Bischof Markus Büchel (St. Gallen) und Bischof Felix Gmür (Basel), unter anderem darauf hingewiesen, dass „nur der Priester gültig der Eucharistie vorsteht“. Diese Regel müsse auch in den Deutschschweizer Diözesen uneingeschränkt respektiert werden, verlangen die drei Bischöfe.

Die Missiofeier des Bistums Chur für Pastoralassistenten (im Bistum Chur werden sie als „Seelsorger“ bezeichnet) mit Bischof Bonnemain am 24. September 2022 in Dietikon enthielt allerdings etliche Elemente, die stark an die Priesterweihe erinnern. (Siehe Link zum Video am Ende des Artikels. Die Beauftragung der Seelsorger erfolgt ab Minute 50:45)

  • Die Kandidaten werden vom Regens vorgestellt und antworten mit "Hier bin ich".
  • Die Kandidaten legen eine Art „Weiheversprechen“ ab.
  • Bischof Bonnemain betet mit ausgebreiteten Händen eine Art „Weihegebet“.
  • Der Bischof legt den Kandidaten einzeln die Hände auf und umarmt sie anschließend.
  • Die Kandidaten erhalten aus den Händen des Bischofs eine Hostienschale.

Bei der Segnung der Hostienschalen sprach Bischof Bonnemain wörtlich davon, dass diese "für die Feier der Eucharistie bestimmt sind". Die Feier der Eucharistie ist ausdrücklich nicht Aufgabe der Laientheologen, sondern den Priestern vorbehalten.


kath.net stellte an das Bistum Chur eine Anfrage, ob hier – im Gegensatz zum Brief vom 5. Januar – nicht der Eindruck entstehe, dass zwischen Priestern und Laientheologen nur geringe Unterschiede bestünden, besonders für nicht theologisch gebildete Laien.

Das Bistum Chur antwortete einleitend, dass „die Missiofeier in der Diözese Chur im Einklang mit den geltenden liturgischen Bestimmungen” stehe.

Der Bischof sei sich „des wesentlichen Unterschiedes zwischen dem gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen und dem Priestertum des Dienstes durchaus bewusst”, wie dies in der Dogmatischen Konstitution „Lumen Gentium” des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Ausdruck komme. Die Konstitution betone aber auch, dass „alle Christgläubigen an der Sendung des ganzen christlichen Volkes in der Kirche und der Welt mitwirken“. Die Aussendung und Segnung der Pastoralassistenten stehe auch unter diesem Aspekt, schreibt das Bistum.

Sendungsgottesdienste seien im deutschen Sprachraum durchaus üblich und würden in verschiedenen Formen gefeiert. Die wesentlichen Elemente seien „Kandidatenaufruf, Bereitschaftserklärung, Sprechen des Credo, Erteilen der Beauftragung (mit Zeichenhandlung) und Segensgebet“, heißt es in der Anfragebeantwortung mit Verweis auf das „Lexikon für Theologie und Kirche“.

Im Mittelpunkt stehe daher die Bereitschaftserklärung zum Dienst. Für diesen Dienst werde „um den Beistand des dreifaltigen Gottes gebetet und die Seelsorgerinnen und Seelsorger werden vom Bischof, begleitet durch das Auflegen seiner Hände, einzeln gesegnet“, erläutert das Bistum.

In Zukunft kann es dabei durchaus zu Änderungen kommen. „Die konkrete Form einer Sendungsfeier kann immer, unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen, optimiert und entwickelt werden. Deswegen ist es nicht ausgeschlossen, dass die Feier der Missio für Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Diözese Chur überarbeitet wird“, schreibt das Bistum wörtlich.

 

Link zum Video der Missiofeier: Missiofeier mit Bischof J.M. Bonnemain aus St. Agatha, Dietikon, 24. Sept. 2022

 

Foto: Screenshot Internetpräsenz Bistum Chur

 


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Lesermeinungen

 KlausObenauer 26. Jänner 2023 
 

persönliche Nachbemerkung

Ich habe mir die Video-Passagen eigens angeschaut. Ich gebe zu, dass ich unter diesem Eindruck (nicht weil ich es toll fand) mit meinen harschen Worten ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe: Welche ich durch "massives Ärgernis" und "neozwinglianische Unterspülung" verletzt habe, bitte ich um Verzeihung! - Diese Kritik mag mit Blick auf die agierenden Personen etwas überzogen sein.
Die eigentliche Problemindikation nehme ich nicht zurück: Irritationspotential, wenn nicht erhebliche Tendenz hat das Ganze. Für die wenigen Zeilen, die ich habe: der sakramentale Ordo des Priesters dient uns werkzeuglich die heiligende Gottunmittelbarkeit, die wir in der Gnade haben, zu. Deshalb kann der Laie nicht sein Konkurrent sein, wie die einzigartige Stellung des Priesters in keiner Weise nivelliert werden darf.


0
 
 winthir 25. Jänner 2023 

und nochmal - die Handauflegung.

Um eine Consecratio virginum (Jungfrauenweihe) mit einer Pristerinnenweihe zu verwechseln, bedarf es wohl schon sehr viel Phantasie :-)

Die Handauflegung findet auch statt

- bei der Firmung *)
- bei der Taufe
- bei der Krankensalbung
- und (theoretisch) bei der Lossprechung in der Beichte (seit Erfindung des Beichtstuhls nur noch "symbolisch" - der Priester erhebt seine Hand)

--
*) Bei meiner (Erwachsenen-)Firmung hatte der Priester die Handauflegung vergessen. Es war wohl seine erste Firmspendung überhaupt. Ich gehe dennoch davon aus, daß ich gültig gefirmt bin :-)


0
 
 Zeitzeuge 25. Jänner 2023 
 

Lt. den Apost. Const. 8,28 (nicht bei Wikipedia zitiert) waren die

altkirchlichen Diakonissen tätig in der Unterweisung
der weiblichen Katechumenen, bei der Immersionstaufe
derselben, in der Überwachung der Frauentüre beim
Gottesdienst und in der charitativen Diakonie, lt.
Epiphanius (Haer 79,3) aber nie für die priester-
lichen Funktionen oder eine ähnliche Dienstleistung, sondern in der Sorge für die guten Sitten
des weibl.Geschlechts.

Es ist eine Glaubenswahrheit, daß der dreistufige
sakramental Ordo allein Männern vorbehalten ist.

Im Link eine Rezension eines wichtigen Buches
über den Diakonat.

Bei der Zitierung von Quellen aus der Frühkirche
sollten wir auch beachten, daß damals die
Sakramentenlehre noch nicht entfaltet war, die
Handauflegung hat auch die Bedeutung eins Segens,
der bekanntlich ein Sakramentale ist.

Bzgl. des Rekurses auf die Frühkirche will wohl
niemand deren sehr strengen Bußdisziplin wieder
einführen.

Die spannende Dogmengeschichte ist hochinteressant, aber heilsnotwendig ist die definierte
katholische Lehre.

www.die-tagespost.de/kirche/weltkirche/bedeutung-und-entstehung-des-diakonats-art-214485


0
 
 Lämmchen 25. Jänner 2023 
 

@winthier

bis zur letzten Liturgiereform wurden den Weihkandidatinnen auch bei der Consecratio virginum während dem Weihegebet die Hände aufgelegt.
Das wurde geändert, der Bischof steht nur noch mit ausgebreiteten Händen da.
Man wollte - heißt es - damit eine Ähnlichkeit zur Priesterweihe vermeiden.

Bei Laien, wie den Pastoralreferentinnen soll das jetzt aber sein?


1
 
 winthir 25. Jänner 2023 

Die Handauflegung.

Die Apostolischen Konstitutionen (spätes 4. Jh.) erwähnen, daß der Bischof den Diakonen und Diakoninnen (dort: 8,19,2) sowie den Lektoren (dort: 8,22,2) bei der Einführung in ihr Amt die Hände auflegte.

Die Geschichte der Liturgie ist vielfältiger, als wir uns das meistens heute vorstellen.


0
 
 Zeitzeuge 24. Jänner 2023 
 

Sehr geehrter Herr Dr. Obenauer!

Danke für Ihren Beitrag, es wäre schön, wenn Sie
uns öfter mit den Lehren der Scholastiker vertraut
machen würden, die leider wie auch die der Neu-
thomisten nach dem Konzil an den Staatsfakultäten
stark verdrängt wurden, Josef Pieper war eine der
großen Ausnahmen, vgl. Link bzgl. des Neuthomismus.

Die sich "progressiv" dünkenden Theologen
haben auch gerade in und aus der Deutschschweiz
nach dem Konzil etliche Vertreter gefunden, wie
z.B. Küng, Haag (war i.d. Schweiz inkardiniert),
Böckle, Wiederkehr, Feiner.

Wir sehen, daß der "Progressismus" bei weitem
nicht auf Deutschland beschränkt war bzw. ist.

www.novaetvetera.de/nova/nova_74.html


2
 
 KlausObenauer 24. Jänner 2023 
 

Großes Ärgernis II

[Fortsetzung Bonaventura] Von daher weihte [/ 'ordinierte'] man so in der Urkirche, wo es explizit nur diese zwei Weihestufen [sprich: Presbyterat und Diakonat, Episkopat vorausgesetzt] gab." - Wenn aber der sakramenale Charakter für uns Zeichenfunktion hat vermittels des sinnenfälligen sakramentalen Zeichens - so S. Thomas, STh III, 63,1 ad2 -, dann verbietet es sich den Erläuterungen dieser beiden großen Zeugen der Theologie zufolge von selbst, eine Dienstübertragung, die nicht einmal niedere Weihe ist (!!), derart pseudosymbolisch aufzuladen.
Ist es zu polemisch, wenn man anfragt, ob sich in der Schweiz im Windschatten deutscher Wirren eine neozwinglianische Unterspülung Bahn bricht?


4
 
 Patroklos 24. Jänner 2023 
 

Heuchelei

Man tut etwas, um es so erscheinen zu lassen, wie man es gerne hätte, dann gibt man halbherzige Lippenbekenntnisse ab und lenkt die Diskussion auf bloße Formalia.
Soll das Wahrhaftigkeit sein, eine Eigenschaft, die einem Bischof zukommen sollte?


3
 
 KlausObenauer 24. Jänner 2023 
 

Großes Ärgernis I

Die gute Absicht des Bischofs ("durchaus bewusst") allein hilft hier nicht weiter. Materiell liegt hier ein Ärgernis vor, und zwar ein massives.
Wie sehr sich die Nivellierung des sakramentalen Zeichens der Handauflegung durch Anwendung bei der Übertragung eines Dienstes (diesseits des Ordo!) verbietet, erhellt aus folgender Erläuterung des hl. Bonaventura (4 Sent 24, 2,1,4): "Aber weil die Charakter [= Prägemale] verschiedene sind, indem sie größere oder geringere Würde haben gemäß den Graden der Vollmachten: deshalb haben so die Zeichen wie die Worte Verschiedenheit, ganz besonders bei heiligen Weihen und den niederen [Weihen]. Bei den heiligen Weihen nämlich - weil dort eine vornehme und herausragende Vollmacht gegeben wird - wird die Handauflegung vorgenommen, nicht nur die Übergabe eines Instruments; denn die Hand ist ja das Organ der Organe, in dem nämlich die Gewalt zu wirken erstrangiger Sitz hat. [Fortsetzung folgt]


3
 
 Zeitzeuge 24. Jänner 2023 
 

Liebe SalvatoreMio, was mag der Altbischof von Chur, Msgr. Huonder,

wohl über die jetzigen Verhältnisse im Bistum Chur
denken?

Bzgl. der Darbringung des hl. Meßopfers sind die
klarsten Ausführungen immer noch die entsprechenden Abschnitte aus der Enzyklika "Mystici Corporis" von Papst Pius XII, die ich unten verlinkt
habe.

Bzgl. der hl. Wandlung zitiere ich aus Bd. II der
Dogmatik von Bartmann, S. 322:

"Als Form der Eucharistie gelten die Worte Christi
womit er den Jüngern das Sakrament darreichte.
Fidei proxima"

weiter

"Die Gewalt, die Eucharistie zu vollziehen, haben
allein die Priester". De Fide

katholischglauben.info/pius-xii-ueber-die-teilnahme-der-glaeubigen/


3
 
 seppi 24. Jänner 2023 
 

SalvatoreMio, aus GRUNDORDNUNG DES RÖMISCHEN MESSBUCHS

Punk: 43
Die gemeinsame Körperhaltung, die von allen Teilnehmern zu beachten ist, ist Zeichen der Einheit der zur heiligen Liturgie versammelten Glieder der christlichen Gemeinschaft, denn sie bringt die geistige Haltung und Einstellung der Anwesenden zum Ausdruck und fördert sie.

Zur Konsekration für SalvatoreMio
Wichtiger als die Frage nach einem genauen Moment, in dem sich die Wandlung vollzieht, ist für den Glaubenden ohnehin die Gewissheit, dass man in dem, was nach dem Hochgebet ausgeteilt wird, wirklich dem lebendigen Auferstandenen begegnen kann.

www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/arbeitshilfen/AH_215.pdf


0
 
 SalvatoreMio 24. Jänner 2023 
 

Hinterhältige Katechese -

kann ich solche Gestik in einer Sendungsfeier für Laien nur nennen. Man kommt nicht schnell genug voran auf der Synodalen Autobahn, so macht man es auf andere, sehr effektive Tour: weniger durch Worte als durch Gestik!- So hat man in Deutschlands Liturgie angefangen, uns mit kleinen Schritten in neue Strukturen einzuführen, die der Tradition und Lehre der Kirche widersprechen. Das Ergebnis: keinerlei Regung der Gläubigen, wobei die Kirchen mittlerweile sowie längst erschreckend geleert sind. - Oder begegnet mir ein Mitkatholik und sagt: "Sonntag war ich in der evangelischen Messe" oder "Die evang. Priesterin hat toll gepredigt", und ich entgegne: "Evangelische Messen und evang. Priester gibt es nicht" und das kurz begründe, so scheint das kaum zu interessieren.


5
 
 seppi 24. Jänner 2023 
 

AUFGABEN DES VOLKES GOTTES IN DER MESSE

Bei der Feier der Messe bilden die Gläubigen ein heiliges Volk, das Volk, das Gott sich erworben hat, eine königliche Priesterschaft, damit sie Gott Dank sagen und die makellose Opfergabe nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm darbringen und lernen, sich selber darzubringen.

Sie sollen aber bemüht sein, dies deutlich zu
machen durch tiefe Frömmigkeit sowie durch Liebe gegenüber den Brüdern, die an derselben Feier teilnehmen.

Sie sollen also alle Arten von Individualismus und Spaltung meiden und sich vor Augen halten, dass sie einen einzigen Vater im Himmel haben und deshalb alle untereinander Brüder sind.

Sie sollen vielmehr einen Leib bilden, indem sie Gottes Wort hören und am Gebet und Gesang teilnehmen, besonders aber bei der gemeinsamen Darbringung des Opfers und der gemeinsamen Teilnahme am Tisch des Herrn

www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/arbeitshilfen/AH_215.pdf


0
 
 Joachim Heimerl 24. Jänner 2023 
 

Handauflegung geht gar nicht!

Eine Ähnlichkeit mit dem Weihesakrament darf auch durch äußere Zeichen nicht herbeigeführt werden. Das gilt auch für die Überreichung Hostienschale.Ein Blick in die liturgischen Vorschriften hätte hier genügt, Herr Bischof!


5
 
 Kostadinov 24. Jänner 2023 

persönliche Erfahrung

Besucht man im Bistum Chur einen Sonntagsgottesdienst, dann handelt es sich in elf von zehn Fällen bestenfalls auch nur noch um "eine Art" Messe...


2
 
 Stefan Fleischer 24. Jänner 2023 

Was geschehen ist, ist geschehen

Wir hoffen und beten, dass die deutschsprachigen Bistümer der Schweiz sich inskünftig bei derartigen und analogen Feiern, und überhaupt generell, mindestens an die Regeln halten werden, die selbst mit dem Schreiben vom 5. dies. erlassen haben. Alles andere würde die bereits vielerorts angeschlagene Glaubwürdigkeit unserer Kirche noch weiteren Schaden zufügen.
Zur Verbesserung dieser Glaubwürdigkeit würde m.E. auch beitragen, wenn die Bistümer «Inspektoren» (wie sie in meiner Jugend noch in den Schulen regelmässig auftauchten) beauftragen würden, die würdige und ordnungsmässige Feier der Liturgie und der Sakramente zu überwachen. (Übrigens, auch der Religionsunterricht hätte – immer m.E. – solche nötig. Dort ginge es dann um das stufengerechte und allumfassende Glaubenswissen.)
Sollte sich Rom einmal genötigt sehen, solche Inspektoren in die «deutschen» Bistümer schicken zu müssen, wäre das für uns doch ziemlich peinlich.


3
 
 seppi 24. Jänner 2023 
 

GRUNDORDNUNG DES RÖMISCHEN MESSBUCHS

Bei der Feier der Messe bilden die Gläubigen ein heiliges Volk, das Volk, das Gott sich erworben hat, eine königliche Priesterschaft, damit sie Gott Dank sagen und die makellose Opfergabe nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern
auch gemeinsam mit ihm darbringen und lernen, sich selber darzubringen.

Sie sollen aber bemüht sein, dies deutlich zu
machen durch tiefe Frömmigkeit sowie durch Liebe gegenüber den Brüdern, die an derselben Feier teilnehmen.

Sie sollen also alle Arten von Individualismus und Spaltung meiden und sich vor Augen halten, dass sie einen einzigen Vater im Himmel haben und deshalb alle untereinander Brüder sind.

www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/arbeitshilfen/AH_215.pdf


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