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Heschel-Zentrum an der Katholischen Universität Lublin wurde feierlich eingeweiht

18. Oktober 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Es sprach u.a. Rabbiner Abraham Skórka, der seit vielen Jahren mit Papst Franziskus befreundet ist; sowie der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pizzaballa


Lublin (kath.net/Polnische Bischofskonferenz) Das Abraham J. Heschel Zentrum für katholisch-jüdische Beziehungen - eine neue Wissenschafts-, Bildungs- und Kultureinrichtung zur Vertiefung der katholisch-jüdischen Beziehungen auf internationaler Ebene - wurde am Montag an der Katholischen Universität Lublin (KUL) eingeweiht. Wissenschaftliche Forschung, Herausgabe von Publikationen, Studentenaustausch sowie internationale Symposien, Konferenzen, Debatten und kulturelle Veranstaltungen sind die wichtigsten Aufgaben der Einrichtung.

„Die Einweihung des Abraham J. Heschel Zentrums für katholisch-jüdische Beziehungen an der Katholischen Universität Lublin ist ein historisches Ereignis, und ich bin überzeugt, dass das nicht nur für unsere Universität gilt“ - betonte der Rektor der KUL, Pfarrer Prof. Mirosław Kalinowski. „Die Säulen, auf die sich die Arbeit des Zentrums stützt, lassen sich mit der Parole zusammenfassen: Gemeinsame Bibel - Gemeinsame Vergangenheit - Gemeinsame Zukunft. Sie verweisen auf die gemeinsamen biblischen Wurzeln, auf die gemeinsame Geschichte der beiden Gemeinschaften sowie auf das Bedürfnis, eine Zukunft zu gestalten, die auf Dialog und Offenheit für den Multikulturalismus aufbaut“ - sagte der Rektor der KUL.

Der israelische Botschafter in Polen, Yacov Livne, schrieb in einem Sonderbrief zur feierlichen Einweihung: „Das Zentrum konzentriert sich auf Wissenschafts- und Forschungsarbeit und öffnet sich damit für die jüdische Geschichte, jüdische Kultur und das jüdische Erbe sowie für die polnisch-jüdischen Beziehungen im Laufe der Jahrhunderte, bis in die Gegenwart hinein.“


Die Tochter des Patrons des Zentrums, Prof. Susannah Heschel, die am Dartmouth College in den USA forscht, erinnerte an die wichtigsten Ideen ihres Vaters, darunter auch an die des christlich-jüdischen Dialogs. –„Was Sie tun, entspricht der Botschaft meines Vaters, sich selbst gegenüber nicht gleichgültig zu sein“ - sagte Frau Prof. Heschel.

Rabbiner Abraham Skórka, der sich für den interreligiösen Dialog einsetzt und seit vielen Jahren mit Papst Franziskus befreundet ist, betonte, dass die KUL mit der Einrichtung des Heschel-Zentrums eine positive Antwort auf den Aufruf an Juden und Katholiken gibt, nämlich den Lauf der Geschichte zu ändern, und zwar durch die Öffnung für einen Dialog, der eine Zukunft voller gegenseitigen Verständnisses und Friedens und gegenseitiger Herzlichkeit ermöglicht.

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, erinnerte daran, dass die Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen immer schwierig war, und dass deshalb der Dialog zwischen den brüderlichen Religionen besonders wertvoll ist. – „Der christlich-jüdische Dialog ist der erste und wichtigste Dialog, weil es ein Dialog mit unseren Wurzeln ist. Wir können keinen Zugang zur Lehre Jesu Christi finden, wenn wir uns seiner jüdischen Wurzeln nicht bewusst sind“ - sagte der Erzbischof.

Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanisław Gądecki, betonte seinerseits, dass das Heschel-Zentrum der KUL die Umsetzung der Konzilserklärung „Nostra aetate“ und der von den folgenden Päpsten formulierten Lehre der Kirche sei. Er erinnerte auch an die Rolle des Patrons der Katholischen Universität Lublin - Papst Johannes Paul II. - als Vorbild für den katholisch-jüdischen Dialog. „Er war der erste Papst, der gemeinsam mit einem Rabbiner für den Frieden betete, der erste Papst, der eine Synagoge betrat und das deutsche Nazi-Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau besuchte. Johannes Paul II. war der erste Papst, der an der Klagemauer betete und Gott um Vergebung und gegenseitige Brüderlichkeit bat“.

Während der Einweihungszeremonie, die mit der Nominierung des Vorstands des Abraham J. Heschel Zentrums für katholisch-jüdische Beziehungen der KUL und einem Auftritt von Kantor Symcha Keller endete, wurden auch das Ehrenkomitee und der Wissenschaftsrat des Zentrums vorgestellt. Dem Wissenschaftsrat und dem Ehrenkomitee der neu gegründeten Einrichtung gehören u.a. Rabbiner Prof. Abraham Skórka aus Argentinien, Rabbiner David Rosen - Direktor für interreligiöse Beziehungen des American Jewish Committee, Rabbiner Prof. Lawrence H. Schiffman - Professor an der New York University, Prof. Judith Olszowy-Schlanger - Professorin für hebräische und jüdische Studien an der Oxford University, Prof. Amy-Jill Levine - Professorin für neutestamentliche Studien E. Rhodes und Leona B. Carpenter an der Vanderbilt University Divinity School in Nashville, Prof. Glenda Abramson von der Oxford University, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa - der lateinische Patriarch von Jerusalem, Prof. Dr. Sławomir Żurek - Direktor des Internationalen Zentrums zur Erforschung der Geschichte und des kulturellen Erbes der Juden Mittel- und Osteuropas und Prof. Yagil Limore von der Bar Ilan Universität in Tel Aviv.

***

Das Abraham J. Heschel Zentrum für katholisch-jüdische Beziehungen an der Katholischen Universität Lublin ist eine Wissenschafts- und Bildungseinrichtung, deren Mission darin besteht, katholisch-jüdische Beziehungen in Wissenschaft, Bildung und Kultur auf internationaler Ebene aufzubauen. Das Zentrum verbindet Forschungsarbeit, Gedenken an die Vergangenheit, Bildung und Einbeziehung junger Menschen sowie Gestaltung des sozialen Bewusstseins durch Einsatz moderner Medien in globaler Dimension.

Foto (c) Katholische Universität Lublin


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