Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. THESE: Warum die UNO weg muss!
  15. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar

"Es ist nie zu spät, die richtigen Entscheidungen zu treffen"

29. Juli 2022 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für jeden von uns will Gott in Seiner Vorsehung und Güte ein Leben, das dazu bestimmt ist, andere Menschen zu segnen. Wir sind die Träger der Wunder anderer Menschen - BeneDicta am Freitag von Linda Noé


Linz (kath.net/ln)

Möchte man im kirchlichen Umfeld eine möglicherweise emotionale (online…) Diskussion mit großer Beteiligung lostreten, empfiehlt sich natürlich jederzeit das Thema „Synodaler Prozess“, „sowie „Corona“ und „Corona- Impfung“. Etwas abgeschlagen schon rangiert mittlerweile ein einstiger größerer Aufreger: die Jugendbuchreihe „Harry Potter“. Die Themen der BeneDicta Frauenkolumne behandelt nun, zugegeben, selten aktuellen Aufregerthemen.  Man könnte das als Schreibender bedauern, nachdem es natürlich Freude macht, viele Menschen ansprechen zu können. Und doch sind die Aufreger meist einfach nicht mein Gebiet. Immerhin: ein Zitat aus „Harry Potter“ möchte ich diesmal einwerfen- es soll mir dann jedenfalls keiner sagen, ich hätte es nicht versucht ?!

„Es sind nicht unsere Fähigkeiten, die zeigen, wer wir wirklich sind, sondern unsere Entscheidungen.“ Wenigstens wenn man nun davon absieht, dass dieses Zitat vom bärtigen Zauberer Dumbledore aus der Potter-Geschichte stammt, kann man als Christ kaum inhaltlich etwas dagegen sagen, sondern muss vielleicht zugeben, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken- sowohl über unsere Identität als auch unsere Entscheidungen, und deren Zusammenhang.


Das Leben ist eine Reihe von Entscheidungen. Nehmen wir als aktuelles Beispiel die Urlausplanung. Man steigt üblicherweise nicht einfach ins Auto und fährt in irgendeine Richtung, sondern hat ein Ziel, und jede Abzweigung, die man nimmt, war so geplant, dass man dieses Ziel erreichen kann. Ab und zu muss man eine Korrektur vornehmen (lassen), wenn man eine Abzweigung verpasst hat. Auch wenn man es nicht perfekt auf dem kürzesten Weg geschafft haben sollte, hat man am Ende hoffentlich das Ziel erreicht, weil man viele kleine Abbiege- Entscheidungen getroffen hat.

Genauso treffen wir jeden Tag Entscheidungen, die uns unserer von Gott gegebenen Berufung näher bringen - oder von ihr wegführen. Es gibt keine Möglichkeit, einfach still zu sitzen oder Gottes Plan auf Eis zu legen. Ich bin überzeugt: das ist eine Täuschung. Gottes Wille für uns ist mit seinem Willen für andere verwoben, und das ist eine sich ständig bewegende und verändernde Dynamik. Es ist wie mit einem Flug. Man kann ihn verpassen. Es ist bestimmt auch wahr, dass der Herr uns auf einem anderen Weg zu unserer Bestimmung bringen kann. Er ist kein simples GPS-Gerät, das "neu berechnet", wenn man eine Abzweigung verpasst, sondern natürlich so viel größer. Mit Gott gibt es auch solange wir leben immer einen späteren Flug. Aber wer will schon den Ärger, die Enttäuschung und die Verspätung, die mit dem Verpassen eines Anschlusses einhergehen?

Für jeden von uns will Gott in Seiner Vorsehung und Güte ein Leben, das dazu bestimmt ist, andere Menschen zu segnen. Wir sind die Träger der Wunder anderer Menschen. Ich denke, dass wir das nicht wirklich begreifen können. Sicher ist jedoch, dass sich das Leben von Millionen von Menschen verändert hat, weil die Heiligen, die uns voran gegangen sind, die richtigen Entscheidungen getroffen haben, und oft unter größten Schwierigkeiten und Selbstüberwindung die Zeugen Jesu Christi gewesen sind. Auch sie waren, wie sie selbst alle nie müde geworden sind zu betonen, nichts Besonderes, sondern sind schlicht jeden Tag und in jeder Entscheidung Jesus gefolgt. Wir tendieren oft dazu, so denke ich, in diesem Punkt Ungläubige zu bleiben. „Die müssen doch grundsätzlich etwas Unerreichbares gewesen sein, die Heiligen. Oder dieser Charismatische Beter, der durch ganz Europa reist und Vorträge hält, oder dieser tolle Priester. Das ist nicht für mich. Was kann ich schon bewirken.“ Wir vergessen dabei, dass Gott allein es ist, der durch die Menschen wirkt, die Ihm ihr JA (auch in jeder noch so kleinen konkreten Situation) geben, wie die Muttergottes es getan hat- und nach ihrem Beispiel seitdem so viele Heilige Jesus zu den Menschen gebracht haben. Zusätzlich denke ich an den kleinen Weg von Terese von Lisieux („Hätt ich die Verbrechen der ganzen Welt begangen…“), an den barmherzigen Jesus von Schwester Faustyna- wir haben keine Ausrede uns hängen zu lassen, ganz egal wo wir heute stehen. Erfolgreich in Gottes Augen zu sein bedeutet auch nicht, dass wir genau dieselbe Gabe wie ein anderer haben müssen, die vielleicht Aufsehen erregend sein mag, sondern dass wir genau dort, wo wir sind, auch im Kleinen, richtig gehen, heißt, Jesus nachfolgen, mit Seiner Hilfe.

Reden wir uns nicht heraus, unser Leben ist auch das Ergebnis von Entscheidungen - unserer Entscheidungen. Andere können uns beeinflussen oder behindern, aber unsere eigenen Entscheidungen sind der entscheidende Faktor für unseren Lebensweg vor Gott. Es ist nie zu spät, die richtigen Entscheidungen zu treffen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Die große Täuschung
  2. Hoffnung schlägt Optimismus
  3. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  4. Freu dich, Gott liebt dich
  5. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  6. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  7. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld
  8. Herabsteigen in die „Tiefe unseres Seins“
  9. Lächle einen Menschen an, der dich nervt!
  10. Die mächtige Realität des himmlischen Shalom







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  8. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  9. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  10. Kirche im Verfall
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  13. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz