Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Pariser Kirche vibriert vor Leben: Messen und Beichten in Hülle und Fülle, Priesterpräsenz, Beter

4. Oktober 2022 in Spirituelles, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Saint-Louis d'Antin ist eine der belebtesten Kirchen in Paris, obwohl sie nur wenige Gemeindemitglieder hat. Was ist ihr Geheimnis?


Paris (kath.net/pl) „In Saint-Louis d'Antin in der Nähe des Bahnhofs Saint-Lazare ist man zu keiner Tageszeit allein… man kann die Kirche über die Rue du Havre oder die Rue Caumartin betreten, in einem Viertel mit vielen Geschäften und Büros. Der Kontrast zwischen dem Treiben draußen und der Stille in der Kirche, zwischen zwei Messen, ist frappierend.“ Das berichtet das französische katholische Nachrichtenportal „Aleteia“.

Menschen, die die Kirche besuchen, schildern gegenüber „Aleteia“ ihre Eindrücke. Joséphine arbeitet beispielsweise in einem nahegelegenen Geschäft und sagt: „Ich komme oft mitten in meinem Arbeitstag, um meine Freuden und meinen Kummer bei Jesus abzulegen. Ich kann immer nur zehn Minuten bleiben. Aber ich freue mich immer über diese spirituelle Pause, um mich an diesem schönen und friedlichen Ort wieder mit Gott zu verbinden.“


Charlotte, eine Schülerin einer nahe gelegenen High School, besucht diese Kirche ein- oder zweimal pro Woche, bevor sie zur Schule geht. „Dieser Besuch in Saint-Louis ist ein guter Start in den Tag, um ihn Gott darzubringen. Man kann nirgends besser beten als in einer Kirche! Auch wenn dieses Schuljahr mit seiner Vorbereitung auf Prüfungen gelegentlich schwierig ist, ist es für mich unerlässlich, hierher zu kommen, um zu beten oder eine Werktagsmesse zu besuchen.“ Die Schülerin erwähnt gegenüber „Aleteia“ auch, dass sie eine kleine Statue des Prager Jesulein in einer Seitenkapelle sehr berührt. Die Verehrung dieser kleinen Statue, die die Kindheit Christi verkörpert, breitete sich seit dem 19. Jahrhundert in Europa aus. Für Charlotte „ist es eine Möglichkeit, sich an die Einfachheit und Reinheit des Jesuskindes zu erinnern“. Und sie ist nicht die einzige, die so denkt, denn diese kleine Kapelle ist die belebteste Seitenkapelle der Kirche.

Das Geheimnis dieser belebten Kirche ist wohl darin zu suchen, dass Messen und Beichten in Hülle und Fülle angeboten werden. An Wochentagen werden dort sieben Messen pro Tag gefeiert, am Wochenende fünf. Obendrein wird praktisch täglich Eucharistische Anbetung sowie Rosenkranzgebet angeboten. Dies ist das vierte Jahr, in dem Antoine Devienne Pfarrer von Saint-Louis d'Antin ist. In seiner Kirche mischen sich die regelmäßigen Kirchgänger mit diejenigen, die gezielt für eine Beichte oder für die Mitfeier einer der vielen Messen kommen. „Alle wissen, dass sie einen Priester finden werden. Hier ist die Pfarrei von Paris, in der es seit langem die meisten Beichten gibt“, erklärt der Pfarrer. Und aus gutem Grund verbringt er ungefähr vierzehn Stunden pro Woche mit Beichtgesprächen. „Diese ständige priesterliche Präsenz zieht die Gläubigen an“. Einige kommen sogar, um den Priestern dafür zu danken, dass sie da sind. Der Pfarrer sieht seine Kirche als eine „Kirche der geistlichen Begleitung“ an. Es gibt nur wenige Taufen und Beerdigungen und keine Hochzeiten. Saint-Louis d'Antin entwickelt sich weg von der klassischen Gemeindekirche hin zu einem Pilgerzentrum. Acht Priester, darunter einer in Ausbildung, leiten diese dynamische Kirche, „die Priesterquote pro Einwohner ist in Saint Louis gigantisch“.

Archivfoto Saint-Louis d'Antin/Paris (c) Wikipedia/CC BY 2.0/Guilhem Vellut


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz