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Rom: Neues Lebensschutz-Denkmal von kanadischem Bildhauer Schmalz

2. Juni 2022 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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Erzbischof Paglia weihte Kunstwerk in römischer Kirche San Marcello al Corso -Auf dem Petersplatz steht seit 2019 Schmalz' Bronzeskulptur "Angels Unawares"


Rom/Vatikanstadt (kath.net/KAP) Eine neue Bronzestatue des kanadischen Bildhauers Timothy Schmalz ist am Sonntag in der römischen Kirche San Marcello al Corso aufgestellt worden. Sie trägt den Titel "Denkmal für das Leben" und zeigt die Gottesmutter Maria mit dem noch ungeborenen Jesus in ihrem Bauch. Dabei ist Marias Gebärmutter als Glaskörper dargestellt, in dem der bronzene Jesu zu schweben scheint. Geweiht wurde das Kunstwerk vom Vorsitzenden der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia.

"Ich fand es sehr, sehr spannend, diese Skulptur zu schaffen", sagte Schmalz in einem Interview mit Radio Vatikan (Sonntag). Inspiriert worden sei er durch ein Zitat des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski: "Schönheit kann die Welt retten". Für ihn sei es ein interessantes Projekt gewesen, "wenn ich eine der schönsten, lebensbejahenden Skulpturen schaffen könnte, eine Pro-Life-Statue, die von der Hoffnung handelt, dass Schönheit das Leben retten kann".


Bekannt wurde Schmalz durch seine Figur "Homeless Jesus". Sie zeigt einen unter einer Decke liegenden Obdachlosen auf einer Parkbank, der wegen der Wundmale an seinen Füßen als Jesus erkennbar ist. Auf dem Petersplatz in Rom steht zudem seit dem Welttag für Migranten und Flüchtlinge im September 2019 Schmalz' große Bronzeskulptur "Angels Unawares".

Diese stellt ein Boot dar, auf dem Migranten verschiedener Zeiten und Kulturen zu sehen sind. Aus der Mitte der Menge ragt ein Paar Engelsflügel heraus. Die Skulptur spielt auf einen Satz im Brief an die Hebräer im Neuen Testament an: "Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!"

In der Kirche San Marcello al Corso befindet sich auch das mittelalterliche Pestkreuz, das Papst Franziskus während der Covid-19-Pandemie öfter in den Vatikan bringen ließ; erstmals zu der Andacht, die er am 27. März 2020 allein auf dem verregneten Petersplatz feierte.

Links - kath.net-Interview mit dem Künstler Timothy Schmalz: 'Christentum ist Hardcore-Religion, Kunst sollte dies reflektieren'

kath.net-Kommentar: "Zeitgenössisches Kunstobjekt: 'Obdachloser Jesus' –- Armes Christentum?!"

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Timothy Schmalz


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Lesermeinungen

 J. Rückert 2. Juni 2022 
 

Beim Anblick

dieser Statue jetzt in Rom wurde mir bewusst, wie sehr das Abbild der Pachamama meine Augen geschädigt hat.


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 winthir 2. Juni 2022 

Das Bild mit "Jesus im Bauch" hat eine lange Tradition.

seit dem Mittelalter.

Und: den "homeless Jesus" (kathnet berichtete) finde ich einfach nur GENIAL. Auf der Parkbank ist ja noch Platz, damit sich jemand neben den Jesus setzen kann.

Hätte ich genug Geld übrig - Konjunktiv - (ich vermute, das Teil ist teuer), würde ich dafür sorgen, daß das in unserer Stadt aufgestellt würde.


0
 
 Chris2 2. Juni 2022 
 

Das erinnert mich an eine Glasskulptur,

bei der ein abgetriebenes Kind seinen verzweifelten Eltern versöhnlich die Hände entgegenstreckt, um sie mit sich in den Himmel zu ziehen.

kath.net/news/73393


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