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Genau das ist es, was Gott uns heute sagen will. 'Du kannst!'

14. Mai 2022 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Er sagt nicht: „Es wird leicht.“ oder „Es kostet nichts.“. Aber er sagt: „Mach die Augen auf. Da ist eine ganze Welt für dich. Sei mutig. Lass dich nicht einschüchtern - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Linz (kath.net)

Seit Wochen übe ich ein und dasselbe Lied am Klavier. Zugegeben, anfangs hatte ich noch nicht so viel Ausdauer, aber mittlerweile hat mich so sehr der Ehrgeiz gepackt, dass ich Stunden damit zubringen könnte, immer wieder die gleichen Takte zu wiederholen, bis meine Finger die Abläufe endlich gespeichert haben und ohne Nachdenken die Melodie spielen.

Jetzt erlebe ich jeden Tag, wie viel Freude Lernen macht. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das nach Tagen des Hinfallens endlich 5 Schritte alleine gehen kann und genieße das erfüllende Gefühl, etwas errungen zu haben. Und jeden Tag bekomme Sehnsucht nach mehr…

Es ist nur ein Stück am Klavier, aber Gott spricht durch die Noten zu mir.

Er sagt mir „Da ist noch so viel mehr für dich.“


Und mein Herz wird weit. In mir sackt endlich die Erkenntnis, dass ich meine Grenzen erweitern kann, wenn ich es will und wage. Mit jedem erlernten Takt reift in mir der Gedanke von „Schön wärs“ zu „Ich kann.“

Ich glaube, genau das ist es, was Gott uns heute sagen will. „Du kannst!“

Er sagt nicht: „Es wird leicht.“ oder „Es kostet nichts.“. Aber er sagt: „Mach die Augen auf. Da ist eine ganze Welt für dich. Sei mutig. Lass dich nicht einschüchtern. Versuch es noch einmal. Gib nicht auf. Bleib dran. DU KANNST.“

Mein Problem ist, zu meinen, ich wüsste längst alles über mich. So nach dem Motto: „Da kommen keine Überraschungen mehr.“ In gewissen Bereichen bin ich talentiert und in anderen eben nicht. Fertig. Ich bleibe in dieser vorgefertigten Box und verschwende meine Zeit damit, zu träumen ich könnte mehr sein und zu trauern, dass ich es nicht bin.

Aber das stimmt nicht. Heute habe ich so richtig begriffen, dass nicht alles allein an Begabung liegt. Ich bin vor allem deshalb in manchen Dingen richtig gut, weil ich sie schon tausendmal gemacht habe. Und wenn ich mir die Mühe mache, eine andere Sache tausendmal zu wiederholen, werde ich auch dabei richtig gut sein und nach anfänglicher Schinderei irgendwann weniger Kraft und Nerven brauchen.

Gott hat uns dazu befähigt, immer und immer wieder über uns hinauszuwachsen. Bei Kindern kann man das am allerbesten beobachten. Also wieso soll ich der Lüge glauben, dass ich als Erwachsener plötzlich limitiert bin auf das, was ich die ersten paar Jahre meines Lebens mitbekommen habe. So oft hört man den Satz: „Je älter man wird, desto schwerer lernt man.“ Wenn ich meinen kleinen Neffen frage, wie schwer er es findet, seine ersten Schritte zu machen, würde er bestimmt nicht sagen, dass das ein „Klacks“ ist. Es ist in jeder Lebensphase ein mühevoller Akt, etwas Neues zu lernen. Aber es lohnt sich, egal in welchem Alter.

Ich jedenfalls mache mich jetzt wieder neu auf den Weg, mit Hoffnung und Vorfreude. Gott will, dass ich wachse. Gott will, dass ich mich entfalte und aufblühe. 

Es ist wie mit den Blumen in meinem Garten. Es geht dabei nicht um Stolz oder Ruhm, es geht um die Freude, die sie machen, wenn sie in voller Blüte stehen und immer mehr Knospen hervorbringen.


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Lesermeinungen

 gebsy 14. Mai 2022 

Vergelt's Gott!

"DU KANNST, WEIL ICH DICH LIEBE" sagt uns Gott zu:

document.kathtube.com/18883.pdf


0
 
 winthir 14. Mai 2022 

danke Dir, Lucia Kirchgasser. für diesen Artikel, der mir Freude (echt!) gemacht hat.

eins wird wohl ewig(?) verborgen bleiben:

um was für ein Klavier-Lied es sich handelt.

nuja - ich muß nicht Alles wissen.


1
 
 Lino 14. Mai 2022 
 

+

Und vermutlich fragt er auch: " Was machen die nur mit meiner wundervollen Schöpfung? "

Ja, voll von Wundern!

Wir sollten lernen barmherzig zu sein, dann dürfen auch wir auf Barmherzigkeit hoffen.


1
 

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