Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Äbtissin Reemts: „Ich bin überzeugt, dass die Liturgie im Angesicht der Engel stattfindet“

20. April 2022 in Spirituelles, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich bin überzeugt, dass die Liturgie der Kirche immer in der größtmöglichen Öffentlichkeit, nämlich im Angesicht der Engel, stattfindet, und kann deshalb die Empörung über ‚Privatmessen‘ von Priestern in der Coronazeit nicht ganz nachvollziehen.“


Mariendonk (kath.net/pl) Es sei schön gewesen, „wieder mit vielen Gästen Ostern feiern zu können. Ich bin zwar überzeugt, dass die Liturgie der Kirche immer in der größtmöglichen Öffentlichkeit, nämlich im Angesicht der Engel, stattfindet, und kann deshalb die Empörung über ‚Privatmessen‘ von Priestern in der Coronazeit nicht ganz nachvollziehen (es gibt keine ‚privaten‘ Messen!), aber das ist nur die eine Seite, die andere ist, dass zur Erfahrung von Kirche offene Türen und zum Osterjubel eine Menge von Gläubigen gehören.“ Das notiert die Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk, Christiana Reemts, auf ihrem Blog auf der Homepage des Klosters.

In einem anderen Blog hatte sie zuvor darauf hingewiesen, dass viele Menschen „nicht an die Auferstehung glauben“ könnten. Sie könne diesen Zweifel verstehen, denn „zu sehr widerspricht diese Botschaft unserer Erfahrung“. Allerdings sei es oft „auch falsch, was wir uns unter ‚glauben‘ vorstellen, nämlich ein Für-wahr-halten gegen jeden Augenschein. Dass das nicht gemeint ist, zeigt uns das Evangelium der Osternacht. Da sind zunächst die Frauen; sie gehen hin, sehen etwas und bekommen ein Wort gesagt, das in ihnen Erinnerungen auslöst und das sie weitersagen. Glauben sie? Das wird nicht gesagt, aber beschrieben wird, dass sie Wirklichkeit wahrnehmen. Anders die Apostel, die wissen, was sein kann und was nicht, und sich gerade deshalb nicht an die Wirklichkeit halten, sondern daran, wie ihnen etwas ‚erscheint‘, also an ihre vorgefaßten Meinungen.“ Die Theologin erläutert, dass als einziger der Apostel Petrus den Frauen folge, „vielleicht aufgrund seiner großen Liebe zu Jesus“. Petrus „tut, was sie taten: Hingehen, schauen und bei sich staunen über das Geschehene“. Abschließend schreibt die Benediktinerin: Dies „ein ganzes Leben lang zu tun, nenne ich glauben und ich erfahre, dass man für diesen Glauben nichts von der Realität ausblenden muss, im Gegenteil“.


Zu Karfreitag und Ostersonntag hatte die Theologin jeweils ein kurzes Zitat von Papst Benedikt XVI. gebracht. Am Karfreitag bot sie folgende Zeilen Benedikts zur Reflexion an: „Abstieg in die Hölle: dieser Satz besagt, dass Christus das Tor unserer letzten Einsamkeit durchschritten hat, dass er in seiner Passion eingetreten ist in diesen Abgrund unseres Verlassenseins. Wo uns keine Stimme mehr erreichen kann, da ist er. Damit ist die Hölle überwunden, oder genauer: der Tod, der vor dem die Hölle war, ist es nicht mehr. Beides ist nicht mehr das gleiche, weil mitten im Tod Leben ist, weil die Liebe mitten in ihm wohnt“

Dr. Christiana Reemts OSB (siehe Link) ist seit 2005 die Äbtissin der im Bistum Aachen liegenden Abtei Mariendonk. Sie hat unter anderem Arbeiten zu den Kirchenvätern veröffentlicht. Mariendonker Ordensfrauen arbeiten seit 1990 an den „Fontes christiani“, einer zweisprachigen Ausgabe der Kirchenväter, mit, außerdem bei der Edition der Vetus Latina und dem Novum Testamentum Patristicum.

Spanisches Video versucht, die Gegenwart der Engel und Heiligen bei der Messfeier bewusst zu machen

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz