Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

„BUNTE statt Bibel: Bätzings Kirche“

7. März 2022 in Kommentar, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Bätzing für Neufassung des Katechismus“ – „Während die Welt vor Abgrund des Krieges steht, hat die Kirche in Deutschland keine anderen Sorgen, als ein Schisma mit Ansage zu provozieren, und es endlich durchzusetzen“ – Gastbeitrag von Joachim Heimerl


Bonn (kath.net) Kurz vor Beginn der Vollversammlung der deutschen Bischöfe hat sich der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz medienwirksam inszeniert.

Dass er das in dem reichlich seichten Boulevardblatt „Bunte“ tat, überrascht dabei noch am wenigsten. Dies gilt auch für das platte Hauptanliegen, das der Bischof dort vertrat: „Alle Priester sollen heiraten dürfen.“ Neben der – nicht möglichen – Frauenweihe trat Bätzing zudem für eine Neufassung des Katechismus ein: Die verstaubte Sexualmoral müsse abgeschafft werden. Mit anderen Worten: Die römisch-katholische Kirche soll zur Bätzing-Kirche werden, denn Bätzing weiß, wo es lang geht. Dementsprechend erinnert sein „Bunte“-Auftritt mehr an einen Politiker, der um Wählerstimmen buhlt, als an einen Nachfolger der Apostel. Auf die Idee, den Glauben der Kirche via „Bunte“ einem Massenpublikum verständlich zu machen, ist Bätzing gar nicht erst gekommen. Mission war gestern, Zeitgeist ist heute! Während der Apostel der Deutschen, der Heilige Bonifatius, um des Glaubens willen das Martyrium auf sich nahm, sucht Bätzing konsequent nur den Applaus der neuen Heiden. Das „Credo“ solcher Art von „Verkündigung“ aber ist denkbar einfach: „Seid umschlungen, Millionen!“ Dabei scheint Bätzing nicht einmal zu bemerken, dass die „Kirche“, die er vertritt, mit der Kirche Christi mittlerweile rein gar nichts mehr zu tun hat - und dass Bätzings Kirche so überflüssig ist, wie er sich selbst vor einer breiten Öffentlichkeit lächerlich macht.


Mit einem Wort: Für diesen Bischof kann man sich als Katholik nur fremdschämen. Dies gilt im Übrigen auch für sein Vorgehen, das ebenso platt wie sein Auftritt ist. Letztlich handelt es sich bei dem „Bunte“-Spektakel nämlich nur um eine wenig subtile Botschaft an die bischöflichen Amtsbrüder: Wenn in der Bischofskonferenz ab Montag über den „Synodalen Weg“ beraten wird, haben die Bischöfe ihrem Vorsitzenden – sehr „teutsch“ – einfach nachzumarschieren: „Bunte“ statt Bibel; das wäre nicht der erste Paradigmenwechsel der Kirche in Deutschland, und vor allem wäre er so herrlich einfach. Aus dem gleichen Grund verkündete – wenn auch viel zaghafter – die Quotenfrau der Bischofskonferenz, Beate Gilles, dass die geplanten Reformen des „Synodalen Weges“, nicht mehr umkehrbar seien. Das aber heißt nichts anderes, als dass man in Deutschland unter „Synodalität“ nur eins versteht, nämlich: „Synodalität ist da, wo wir sind, und wir wissen es, wie immer, besser“. Dass eine Mehrheit der deutschen Bischöfe, dies bis zum Ende der Vollversammlung ebenso sehen wird, darf als wahrscheinlich gelten.

Während die Welt vor dem Abgrund des Krieges steht, hat die Kirche in Deutschland offenbar keine anderen Sorgen, als ein Schisma mit Ansage zu provozieren, und es endlich durchzusetzen. Als deutscher Katholik kann man hier nur noch eines sagen: „Deutschland, mir graut' s vor Dir!“

Der Autor Dr. Joachim Heimerl (siehe Link) ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  3. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  6. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  7. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  10. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  11. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  12. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  13. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  14. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  15. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz