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Nach Regierungskrise "Dienst am Gemeinwohl" umso wichtiger

12. Oktober 2021 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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kath.net dokumentiert eine Stellungnahme von Erzbischof Lackner zur Regierungsumbildung in Österreich - "Politiker müssen ein Vorbild sein in Wort und Tat, dafür gebührt ihnen auch Anerkennung und Dank"


Salzburg/Wien (kath.net/KAP-ÖBK) Nach Beendigung der Regierungskrise braucht Österreich eine "gründliche Gewissenserforschung aller politischen Akteure und vor allem den uneigennützigen Dienst am Gemeinwohl". Das hat Erzbischof Franz Lackner am Montag kurz nach der Angelobung von Alexander Schallenberg zum neuen Bundeskanzler durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Interview mit Kathpress betont. Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz dankte allen, die zur raschen Behebung der Regierungskrise beigetragen haben, "allen voran unserem Staatsoberhaupt". "Ich danke aber auch der bisherigen Regierung vor allem für ihr verantwortungsvolles Wirken für das Allgemeinwohl. Alexander Schallenberg wünsche ich für sein neues, verantwortungsvolles Amt alles Gute, Weisheit und Segen".


Besorgt zeigte sich der Bischofskonferenz-Vorsitzende über "verbale Entgleisungen und Respektlosigkeiten" auch anlässlich der im Raum stehenden Vorwürfe und sagte: "Im Interesse der Betroffenen und der Allgemeinheit hoffe ich auf eine rasche und umfassende Klärung. "Personen, die ein öffentliches Amt ausüben, ist eine hohe Verantwortung anvertraut. Das braucht Ehrlichkeit, Redlichkeit und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Politiker müssen ein Vorbild sein in Wort und Tat, dafür gebührt ihnen auch Anerkennung und Dank", so Lackner. "Es gibt einen Grundwasserspiegel des respektvollen und konsequenten Umgangs miteinander - den zu heben, ist jedoch unser aller Aufgabe."

Auslöser für die Regierungskrise sind Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Sebastian Kurz und sein Umfeld. Nach Hausdurchsuchungen am Mittwoch u.a. im Bundeskanzleramt und in der ÖVP-Bundesparteizentrale rückte Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler immer mehr von seinem Koalitionspartner ab. Am Samstagabend erklärte schließlich Kurz, dass er sein Amt als Kanzler abgeben, weiter ÖVP-Bundesparteiobmann bleiben und das Amt als Klubobmann im Nationalrat übernehmen werde. In der Folge ernannte der Bundespräsident am Montag den bisherigen Außenminister zum neuen Bundeskanzler. Als neuer Außenminister wurde der bisherige Diplomat Michael Linhart angelobt.

 

VIDEO: Österreich in der Krise aber man muss vieles etwas differenzierter sehen -  da reiten derzeit viele Hypokriten durchs Land - meine Unzufriedenheit mit Kurz ist eine ganz andere aber derzeit tut er mir fast leid… wir brauchen einen echten Systemwechsel - Ein kath.net-Video-Kommentar von Christof Zellenberg

 

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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