Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Patricia Kelly über Corona: 'Bin durch die Hölle gegangen'
  2. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  3. Deutschland plant den Irrsinn: Grün-FDP wollen Änderung des Geschlechtseintrags ab 14 Jahre!
  4. Wenn die Kinder des Lichts auf die Kultur des Todes treffen
  5. Der sonntägliche Messbesuch ist kein Hobby
  6. Umstrittene Ex-Ordensfrau möchte, dass sich Bischöfe vom ‚Marsch fürs Leben’ distanzieren
  7. Love Is In The Air? - Bätzing lobt das 'christlich geprägte Wertefundament' von Merkel
  8. Katholischer Priester wollte seelsorgerlichen Zugang zum sterbendem David Amess, Polizei sagte NEIN
  9. 'Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet!'
  10. "Liebe Freunde des vorgeburtlichen Kindertötens…"
  11. Aufregung in badischer Landeskirche wegen Sprechverbots über biblische Lehre
  12. Anglikanischer Bischof wird katholisch: „Die Anglikaner scheinen sich als Institution zu verirren“
  13. Linksradikale greifen Münchner Pro-Life-Arzt an!
  14. Biden nominiert Abtreibungsbefürworter als Vatikanbotschafter
  15. Diözese Graz-Seckau untersagt Fernseh-Messen nach Liturgiemissbrauchsvorfällen

Sierra Leone: „Die Armen werden an Covid-19 sterben“

5. Oktober 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Priester beklagt ungleiche Impfstoffverteilung und zieht Parallelen zur Ebola-Epidemie


München-Wien (kath.net/KIN)

„Wir brauchen eine globale Lösung für die Corona-Krise. Die Impfstoffe gelangen zu reichen Ländern und reichen Menschen. Die letztendliche Botschaft lautet, dass die armen Menschen sterben werden.“ Das beklagte Peter Konteh, Caritas-Direktor aus Freetown in Sierra Leone im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN). Der Priester, ein langjähriger Projektpartner des Hilfswerks, kritisierte, dass in dem westafrikanischen Land die wenigen ankommenden Impfstoffe „nach Alter, aber auch nach sozialer Schicht“ verabreicht würden.

Ebola hat das Land traumatisiert

In der aktuellen Corona-Krise sieht Konteh viele Parallelen zur Ebola-Epidemie, die in Sierra Leone von 2014 bis 2016 wütete und rund 4000 Menschen das Leben kostete. Die Bevölkerung sei noch immer traumatisiert. Deshalb habe die Bevölkerung sehr diszipliniert auf die Schutzmaßnahmen reagiert. „Man sagt den Menschen, dass sie eine Maske tragen müssen, und sie hören darauf, weil sie die Konsequenzen kennen. Bei Ebola war es schwieriger, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Viele haben das Virus nicht ernst genommen und sind gestorben“, führte der Priester aus.


Sierra Leone sei eines der ersten Länder gewesen, das nach Ausbruch von Covid-19 den Flugverkehr kontrolliert und Reisende unter Quarantäne gestellt habe. Während der Kirchen-Schließungen hätten die Priester die Menschen zu Hause besucht und ihnen die Kommunion gebracht. Das habe auch positive Effekte gehabt, meint Konteh: „Wir sind dadurch in engen Kontakt mit den Menschen gekommen. Wir trafen ihre Familien und waren in ihren Häusern. Das bringt uns einander näher.“

„Wir haben erlebt, wir ganze Familien gestorben sind“

Der Priester berichtete auch von seinem Einsatz während der Ebola-Pandemie: „Wir haben erlebt, wie ganze Familien gestorben sind. Einmal waren es 27 Familienmitglieder auf einmal.“ Einer der schwersten Augenblicke während der Ebola-Epidemie für ihn sei gewesen, als er zusammen mit einem anderen Priester einen erkrankten Katecheten besuchen wollte, erzählte Konteh. Als sie ankamen, sei ihnen die Tochter des Katecheten entgegengelaufen. Ihre Eltern würden schlafen, habe sie erklärt. „Wir riefen den Krankenwagen, aber sie waren bereits tot. Ich habe später deswegen Albträume gehabt. Wir haben dem Mädchen so gut geholfen, wie wir konnten. Aber es war nicht in der Lage, die Situation zu begreifen.“ Bis heute gehört die Sorge für Hinterbliebene der Ebola-Epidemie zu den zentralen Aufgaben der Kirche in Sierra Leone.

Auch in der aktuellen Corona-Krise sollten alle Menschen Zugang zu den verfügbaren Hilfen bekommen, forderte der Priester: „Menschliches Leben ist einzigartig – unabhängig von Alter, Geld oder Hautfarbe. Die wissenschaftliche Forschung, die für Covid-19 durchgeführt wurde, gab es für Ebola nicht. Impfstoffe wurden entwickelt, weil Wissenschaftler unermüdlich daran gearbeitet haben.“

Konteh schloss mit einem Dank an die erfahrene Solidarität durch die Wohltäter von „Kirche in Not“: „Wir wissen, dass in allen unseren Schwierigkeiten Menschen für uns beten und Sierra Leone helfen.“

Foto: Verteilung von Hilfsgütern während der Ebola-Pandemie. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Coronavirus

  1. Florida verhängt Strafen für Schulbezirke mit Maskenpflicht für Schüler
  2. Australischer Bischof ruft zur Covid-Impfung auf
  3. Katholische und jüdische US-Studenten klagen gegen Impfpflicht an Universität
  4. Gouverneurin von New York meint: Wer sich nicht impfen lässt, tut nicht, was Gott will
  5. Israels Gesundheitsminister: ‚Grüner Pass’ soll Menschen zur Impfung bewegen
  6. Diözese Graz-Seckau zu Covid-Regelungen: Kein ‚Dauertesten’ für Priester
  7. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  8. Jordan Peterson: Es ist ein Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen
  9. Studentinnen klagen gegen Impfpflicht an US-Universität
  10. Prozess gegen Lockdown: ‚Ein harter Kampf für die Bewahrung der Religionsfreiheit’







Top-15

meist-gelesen

  1. Wenn die Kinder des Lichts auf die Kultur des Todes treffen
  2. Benedikt XVI.: „Nun ist er im Jenseits angelangt… Ich hoffe, daß ich mich bald hinzugesellen kann“
  3. Diözese Graz-Seckau untersagt Fernseh-Messen nach Liturgiemissbrauchsvorfällen
  4. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  5. Patricia Kelly über Corona: 'Bin durch die Hölle gegangen'
  6. Priester der Petrusbruderschaft stürmen mit Weihnachtsalbum die US-Charts
  7. Love Is In The Air? - Bätzing lobt das 'christlich geprägte Wertefundament' von Merkel
  8. Umstrittene Ex-Ordensfrau möchte, dass sich Bischöfe vom ‚Marsch fürs Leben’ distanzieren
  9. Der sonntägliche Messbesuch ist kein Hobby
  10. Aufregung in badischer Landeskirche wegen Sprechverbots über biblische Lehre
  11. Linksradikale greifen Münchner Pro-Life-Arzt an!
  12. Katholischer Priester wollte seelsorgerlichen Zugang zum sterbendem David Amess, Polizei sagte NEIN
  13. "Liebe Freunde des vorgeburtlichen Kindertötens…"
  14. Über strukturelle Gewalt in der Kirche
  15. Anglikanischer Bischof wird katholisch: „Die Anglikaner scheinen sich als Institution zu verirren“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz