Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  13. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  14. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  15. Zeitliche und ewige Zukunft

Volksblatt: 'Scheiterte Papst-Visite in Mariazell an Skandal-Musical?'

11. Mai 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Umstrittenes Singspiel "Ave Eva" beim Mitteleuropäischen Katholikentag — Brisante Textstellen nach Protesten entschärft - Von Manfred Maurer / NEUES VOLKSBLATT


Linz (www.kath.net / volksblatt.at)
„Der Heilige Vater hat mich sehr traurig angeschaut und gesagt, er könne nicht kommen“ — vergeblich versuchte St. Pöltens Bischof Kurt Krenn vor kurzem in Rom, Johannes Paul II. doch noch zur Teilnahme am Mitteleuropäischen Katholikentag in Mariazell zu bewegen. Zwei Wochen nach dem Ereignis, das als Symbol der Wiedervereinigung Europas eine Krönung seines Wirkens bedeutet, reist der Papst zu einem Jugendtreffen in die Schweiz. Warum nicht nach Mariazell? Möglicherweise liegt es an einer Veranstaltung, die katholische Gemüter erhitzt und schon Proteste beim Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, nach sich gezogen hat.

„Möglich, dass irgendwer in Rom interveniert hat“

Am 22. Mai wird in Mariazell das 1974 von Wilhelm Willms getextete und von Peter Janssens komponierte Musical „Ave Eve — oder der Fall Maria“ aufgeführt. Es stellt Mariens Jungfräulichkeit mit Formulierungen wie diesen in Frage:

Wer war der Vater des Kindes
Ein Gott, da grinsten sie
Wer war der Teufelsbursche
Ein Engel, großes Gelächter
... da wurden ihre Gesichter geil

Nicht nur Bischof Krenn hat ein Problem mit dem als blasphemisch empfundenen Text. Dass der Papst, für den Marienverehrung größten Stellenwert hat, darauf allergisch reagiert, liegt auf der Hand. Ob das definitiv Grund seiner Absage war, kann Krenn gegenüber dem VOLKSBLATT „weder verneinen noch bejahen“. Aber: „Vielleicht gibt es Probleme, möglicherweise hat wer in Rom interveniert.“

„Komische Experimente ausgerechnet in Mariazell“

Bundesjugendseelsorger Christian Wiesinger verteidigt die Wiener Jugendgruppe, die das Stück aufführen wird. Sie wolle Maria für junge Leute verständlich machen, der Text sei von einem Dogmatiker geprüft. Kritischer äußert sich der Sprecher des Katholikentages, Martin Kugler: „Ich hoffe, man kann einiges glätten, was Leute aus anderen Ländern, die sensibler sind als wir, stören könnte. Für die wäre es komisch, wenn man ausgerechnet in einem Marienwallfahrtsort solche Experimente macht.“ Geglättet werden sollen besonders heikle Passagen, in denen etwa Mariä Empfängnis so beschrieben wird: „Lange angestauter Same … hat endlich ein Kind gezeugt.“ Wie der urheberrechtlich geschützte Text umgemodelt wurde, ist freilich offen.

Eine Vorveröffentlichung der aktuellen Version habe der Verlag untersagt, so Wiesinger. Nur eine Änderung nennt er dem VOLKSBLATT: Der „angestaute Same“ wird durch die Formulierung „mystischer Gotteshauch“ ersetzt. Vor der Aufführung will Jugendbischof Franz Lackner das Stück in einer Stellungnahme für unbedenklich erklären. Kritiker von „Ave Eva“ bleiben freilich verärgert, auch weil ihnen Weihbischof Lackner nur einen Gesprächstermin vier Wochen nach dem Katholikentag angeboten hat.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aufreger

  1. Vatikan bekräftigt zum Ramadan Gemeinsamkeiten mit Muslimen
  2. ‚Vater, Sohn, Heiliger Geist’: Model löst mit Bikinifoto heftige Gegenreaktion aus
  3. Jane Fonda: Covid-19 ist ‚Gottes Geschenk für die Linken’
  4. USA: Katholiken demonstrieren gegen öffentliche ‚Schwarze Messe’
  5. Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück!
  6. #Splashamama -" Warum ich diese Figuren in den Tiber werfen musste!"
  7. Satanist bot angeblich konsekrierte Hostien über Internet an
  8. Vatikanberater Rosica gibt Plagiate zu
  9. Kanadischer Medienpriester wirft Viganó ‚Lügen’ vor
  10. Wie Kardinal Kasper die Leser manipuliert...






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  9. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  15. United Airlines einigt sich mit entlassenem Mitarbeiter, der LGBT-Ideologie kritisiert hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz