Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Heute stöhnt unsere Mutter Erde und warnt uns!
  2. "Allahu Akbar": In Köln darf jetzt der Muezzin rufen
  3. Regensburger Bischof: 'Vielleicht müssen wir von der Kirchensteuer befreit werden'
  4. Weitere Kölner Pfarrei führt 3-G-Regel ein
  5. 'Herzlos-Pfarrer' - Kölner 'Sozialpfarrer' Meurer möchte 2G-Regelung in Zügen
  6. Norwegen-Killer trat vor der Tat zum Islam über
  7. Weiterer Angriff auf die Freiheit in Deutschland: Hessen erlaubt 2G-Supermärkte
  8. Die Geister, die wir riefen
  9. Bistum Limburg beauftragt Kontaktpersonen für 'LSBTI-Menschen'
  10. Jordan Peterson: Es ist ein Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen
  11. Das kommt auf dem synodalen Weg nicht vor
  12. Frankreich: Beichtgeheimnis unter Druck
  13. 'Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet!'
  14. Australischer Bischof ruft zur Covid-Impfung auf
  15. Entspricht nicht den Rückmeldungen der Bischöfe – Hintergründe zu ‚Traditionis custodes’

Volksblatt: 'Scheiterte Papst-Visite in Mariazell an Skandal-Musical?'

11. Mai 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Umstrittenes Singspiel "Ave Eva" beim Mitteleuropäischen Katholikentag — Brisante Textstellen nach Protesten entschärft - Von Manfred Maurer / NEUES VOLKSBLATT


Linz (www.kath.net / volksblatt.at)
„Der Heilige Vater hat mich sehr traurig angeschaut und gesagt, er könne nicht kommen“ — vergeblich versuchte St. Pöltens Bischof Kurt Krenn vor kurzem in Rom, Johannes Paul II. doch noch zur Teilnahme am Mitteleuropäischen Katholikentag in Mariazell zu bewegen. Zwei Wochen nach dem Ereignis, das als Symbol der Wiedervereinigung Europas eine Krönung seines Wirkens bedeutet, reist der Papst zu einem Jugendtreffen in die Schweiz. Warum nicht nach Mariazell? Möglicherweise liegt es an einer Veranstaltung, die katholische Gemüter erhitzt und schon Proteste beim Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, nach sich gezogen hat.

„Möglich, dass irgendwer in Rom interveniert hat“

Am 22. Mai wird in Mariazell das 1974 von Wilhelm Willms getextete und von Peter Janssens komponierte Musical „Ave Eve — oder der Fall Maria“ aufgeführt. Es stellt Mariens Jungfräulichkeit mit Formulierungen wie diesen in Frage:

Wer war der Vater des Kindes
Ein Gott, da grinsten sie
Wer war der Teufelsbursche
Ein Engel, großes Gelächter
... da wurden ihre Gesichter geil

Nicht nur Bischof Krenn hat ein Problem mit dem als blasphemisch empfundenen Text. Dass der Papst, für den Marienverehrung größten Stellenwert hat, darauf allergisch reagiert, liegt auf der Hand. Ob das definitiv Grund seiner Absage war, kann Krenn gegenüber dem VOLKSBLATT „weder verneinen noch bejahen“. Aber: „Vielleicht gibt es Probleme, möglicherweise hat wer in Rom interveniert.“

„Komische Experimente ausgerechnet in Mariazell“

Bundesjugendseelsorger Christian Wiesinger verteidigt die Wiener Jugendgruppe, die das Stück aufführen wird. Sie wolle Maria für junge Leute verständlich machen, der Text sei von einem Dogmatiker geprüft. Kritischer äußert sich der Sprecher des Katholikentages, Martin Kugler: „Ich hoffe, man kann einiges glätten, was Leute aus anderen Ländern, die sensibler sind als wir, stören könnte. Für die wäre es komisch, wenn man ausgerechnet in einem Marienwallfahrtsort solche Experimente macht.“ Geglättet werden sollen besonders heikle Passagen, in denen etwa Mariä Empfängnis so beschrieben wird: „Lange angestauter Same … hat endlich ein Kind gezeugt.“ Wie der urheberrechtlich geschützte Text umgemodelt wurde, ist freilich offen.

Eine Vorveröffentlichung der aktuellen Version habe der Verlag untersagt, so Wiesinger. Nur eine Änderung nennt er dem VOLKSBLATT: Der „angestaute Same“ wird durch die Formulierung „mystischer Gotteshauch“ ersetzt. Vor der Aufführung will Jugendbischof Franz Lackner das Stück in einer Stellungnahme für unbedenklich erklären. Kritiker von „Ave Eva“ bleiben freilich verärgert, auch weil ihnen Weihbischof Lackner nur einen Gesprächstermin vier Wochen nach dem Katholikentag angeboten hat.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aufreger

  1. Jane Fonda: Covid-19 ist ‚Gottes Geschenk für die Linken’
  2. USA: Katholiken demonstrieren gegen öffentliche ‚Schwarze Messe’
  3. Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück!
  4. #Splashamama -" Warum ich diese Figuren in den Tiber werfen musste!"
  5. Satanist bot angeblich konsekrierte Hostien über Internet an
  6. Vatikanberater Rosica gibt Plagiate zu
  7. Kanadischer Medienpriester wirft Viganó ‚Lügen’ vor
  8. Wie Kardinal Kasper die Leser manipuliert...
  9. Die US-Fake-News-Story und das unrühmliche Verhalten einiger Bischöfe
  10. Bischofskonferenz: Kopftuchverbot "wenig wünschenswert"







Top-15

meist-gelesen

  1. Regensburger Bischof: 'Vielleicht müssen wir von der Kirchensteuer befreit werden'
  2. Die Geister, die wir riefen
  3. Der Teufel und die Linken
  4. "Covid-19 ist gefährlich, aber die Todsünde ist viel gefährlicher."
  5. Entspricht nicht den Rückmeldungen der Bischöfe – Hintergründe zu ‚Traditionis custodes’
  6. Jordan Peterson: Es ist ein Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen
  7. Charlène von Monaco weist auf Trost im Glauben hin
  8. 'Herzlos-Pfarrer' - Kölner 'Sozialpfarrer' Meurer möchte 2G-Regelung in Zügen
  9. "Allahu Akbar": In Köln darf jetzt der Muezzin rufen
  10. Heute stöhnt unsere Mutter Erde und warnt uns!
  11. Das kommt auf dem synodalen Weg nicht vor
  12. Tolkien über den Sinn des Lebens
  13. Bistum Limburg beauftragt Kontaktpersonen für 'LSBTI-Menschen'
  14. Wer eine Kirche ohne sakramentales Amt wolle, breche ihr das Genick
  15. Forscher könnten Berg Sinai gefunden haben

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz