Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

Ismail Tipi fordert: Kinderehen ausnahmslos verbieten

12. August 2021 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hessischer CDU-Landtagsabgeordneter: „Leider gehört es zur traurigen Realität, dass junge Mädchen aus Deutschland verschleppt und noch weit vor Erreichung der Volljährigkeit nach islamischem Recht verheiratet werden“.


Wiesbaden (kath.net/pm) „Leider gehört es zur traurigen Realität, dass junge Mädchen aus Deutschland verschleppt und noch weit vor Erreichung der Volljährigkeit nach islamischem Recht verheiratet werden. Diese Untugend herrscht vor allem in salafistischen und dschihadistischen Kreisen vor und muss daher in aller Konsequenz verboten werden“, fordert Ismail Tipi.

„Kinderehen sind eine grausame Form der Geringschätzung menschlichen Lebens und menschlicher Würde. Wer gegen seinen Willen gezwungen wird in jungen Jahren eine Ehe einzugehen, daraus resultierende sexuelle Handlungen zu vollziehen und womöglich sogar Kinder zu zeugen, der trägt bleibende Schäden davon“, weiß der Hessische Landtagsabgeordnete und CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi.


„Ganz besonders junge Mädchen leiden unter Zwangsheiraten und Kinderehen: Sie werden von ihren Eltern oder Verwandten an einen Mann versprochen, ohne selbst auch nur angehört zu werden. Häufig läuft es so ab: Die Kinder reisen mit ihren Familien in die Sommerferien und kommen nicht wieder zurück – stattdessen werden Sie im vermeintlichen Urlaub gegen ihren Willen verheiratet. Was darauf folgt können wir uns nur erahnen: Körperliche Torturen ebenso wie eine (lebens-)lange psychische Leidensgeschichte. Das Schicksal dieser jungen Kindern macht mich traurig und wütend“, unterstreicht der integrationspolitische Sprecher der Hessischen CDU-Landtagsfraktion sein Statement.

Schätzungsweise 650 Millionen Mädchen und 115 Millionen Jungen weltweit wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. UNICEF schätzt, dass jährlich zwölf Millionen Mädchen eine Kinderehe eingehen.

Mit dem „Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“ wurden Kinderehen zwar im Jahr 2017 verboten, allerdings leben noch unzählige Kinder in ungültigen Ehen. Ehen, die unter Verstoß gegen die Ehemündigkeitsvorschriften geschlossen wurden, sind demnach unwirksam, wenn ein Ehegatte im Zeitpunkt der Eheschließung das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Auch den im Ausland geschlossenen Ehen mit einem minderjährigen Ehegatten wurde grundsätzlich die Geltung im deutschen Recht versagt.

„Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf“, macht Ismail Tipi deutlich. „Das Verbot der Kinderehen und der Zwangsheirat muss in aller Konsequenz durchgesetzt werden – das gilt ganz besonders in den Zeiten der Corona-Pandemie. Gerade jetzt, wo wieder verstärkte Reisebewegungen möglich werden, müssen wir leider damit rechnen, dass erheblich mehr junge Menschen in eine Zwangsehe genötigt werden. Hier müssen wir ganz klare rechtliche Brandlinien einziehen und diese auch mit vollster Kraft verteidigen. Hierbei muss das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen. Eine falsch verstandene Toleranz ist hier definitiv fehl am Platz: Die Religionsfreiheit kann nicht genutzt werden, um Kinderehen als vermeintlich religiöses Gebot zu rechtfertigen. Hier setzt der Rechtsstaat klare Grenzen.“

Archivfoto MdL Tipi (c) Ismail Tipi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz