Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

Ismail Tipi fordert: Kinderehen ausnahmslos verbieten

12. August 2021 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hessischer CDU-Landtagsabgeordneter: „Leider gehört es zur traurigen Realität, dass junge Mädchen aus Deutschland verschleppt und noch weit vor Erreichung der Volljährigkeit nach islamischem Recht verheiratet werden“.


Wiesbaden (kath.net/pm) „Leider gehört es zur traurigen Realität, dass junge Mädchen aus Deutschland verschleppt und noch weit vor Erreichung der Volljährigkeit nach islamischem Recht verheiratet werden. Diese Untugend herrscht vor allem in salafistischen und dschihadistischen Kreisen vor und muss daher in aller Konsequenz verboten werden“, fordert Ismail Tipi.

„Kinderehen sind eine grausame Form der Geringschätzung menschlichen Lebens und menschlicher Würde. Wer gegen seinen Willen gezwungen wird in jungen Jahren eine Ehe einzugehen, daraus resultierende sexuelle Handlungen zu vollziehen und womöglich sogar Kinder zu zeugen, der trägt bleibende Schäden davon“, weiß der Hessische Landtagsabgeordnete und CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi.


„Ganz besonders junge Mädchen leiden unter Zwangsheiraten und Kinderehen: Sie werden von ihren Eltern oder Verwandten an einen Mann versprochen, ohne selbst auch nur angehört zu werden. Häufig läuft es so ab: Die Kinder reisen mit ihren Familien in die Sommerferien und kommen nicht wieder zurück – stattdessen werden Sie im vermeintlichen Urlaub gegen ihren Willen verheiratet. Was darauf folgt können wir uns nur erahnen: Körperliche Torturen ebenso wie eine (lebens-)lange psychische Leidensgeschichte. Das Schicksal dieser jungen Kindern macht mich traurig und wütend“, unterstreicht der integrationspolitische Sprecher der Hessischen CDU-Landtagsfraktion sein Statement.

Schätzungsweise 650 Millionen Mädchen und 115 Millionen Jungen weltweit wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. UNICEF schätzt, dass jährlich zwölf Millionen Mädchen eine Kinderehe eingehen.

Mit dem „Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“ wurden Kinderehen zwar im Jahr 2017 verboten, allerdings leben noch unzählige Kinder in ungültigen Ehen. Ehen, die unter Verstoß gegen die Ehemündigkeitsvorschriften geschlossen wurden, sind demnach unwirksam, wenn ein Ehegatte im Zeitpunkt der Eheschließung das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Auch den im Ausland geschlossenen Ehen mit einem minderjährigen Ehegatten wurde grundsätzlich die Geltung im deutschen Recht versagt.

„Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf“, macht Ismail Tipi deutlich. „Das Verbot der Kinderehen und der Zwangsheirat muss in aller Konsequenz durchgesetzt werden – das gilt ganz besonders in den Zeiten der Corona-Pandemie. Gerade jetzt, wo wieder verstärkte Reisebewegungen möglich werden, müssen wir leider damit rechnen, dass erheblich mehr junge Menschen in eine Zwangsehe genötigt werden. Hier müssen wir ganz klare rechtliche Brandlinien einziehen und diese auch mit vollster Kraft verteidigen. Hierbei muss das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen. Eine falsch verstandene Toleranz ist hier definitiv fehl am Platz: Die Religionsfreiheit kann nicht genutzt werden, um Kinderehen als vermeintlich religiöses Gebot zu rechtfertigen. Hier setzt der Rechtsstaat klare Grenzen.“

Archivfoto MdL Tipi (c) Ismail Tipi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz