Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  9. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  13. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Das Mehren Gottes – einer anderen Logik entsprechend

25. Juli 2021 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: glaube an die Liebe, an die Kraft des Dienens, an die Kraft der Unentgeltlichkeit! Gruß ab die Großeltern. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“: Angelus mit Papst Franziskus am siebzehnten Sonntag im Jahreskreis, erster Welttag der Großeltern und älteren Menschen: „Ich bin alle Tage mit dir“.

In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium von der wunderbaren Vermehrung der Brote und Fische, mit der Jesus etwa fünftausend Menschen speist, die gekommen sind, um ihn zu hören (vgl. Joh 6,1-15). Es sei interessant zu sehen, wie dieses Wunder abläuft: Jesus schaffe die Brote und Fische nicht aus dem Nichts, sondern arbeite mit dem, was die Jünger ihm brächten. Einer von ihnen sage: „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?“ (V. 9). Es sei wenig, „es ist nichts, aber es ist genug für Jesus“.

„Versuchen wir nun“, so der Papst, „uns in die Lage dieses Jungen zu versetzen“. Die Jünger bäten ihn, alles zu teilen, was er zu essen habe. Es scheine ein törichter Vorschlag zu sein: „Warum sollte man einem Menschen, gerade einem Jungen, das wegnehmen, was er von zu Hause mitgebracht hat und der das Recht hat, es für sich selbst zu behalten darf? Warum sollte man einer Person wegnehmen, was ohnehin nicht reicht, um alle zu ernähren?“. Menschlich sei dies das unlogisch: „aber nicht für Gott“.


Im Gegenteil, dank dieser kleinen unentgeltlichen daher heroischen Gabe könne Jesus alle speisen. Dies sei eine große Lehre für uns. Es sage uns, dass der Herr mit dem Wenigen, das wir ihm zur Verfügung stellten, eine Menge zu tun vermöge. „Es wäre schön, wenn wir uns jeden Tag fragen würden“, so Franziskus: „Was bringe ich heute zu Jesus?“. Er könne viel tun mit einem unserer Gebete, mit einer Geste der Nächstenliebe für andere, sogar mit einem unserer Elendszustände, die wir seiner Barmherzigkeit übergäben. Gott liebe es, so zu handeln: „er macht aus kleinen, unbedeutenden Dingen große Dinge“.

Alle großen Protagonisten der Bibel – von Abraham über Maria bis hin zu dem Jungen von heute – zeigten diese Logik der Kleinheit und Gabe. Die Logik der Gabe sei so anders als unsere. Wir versuchten, das, was wir haben, anzuhäufen und zu vermehren. Jesus hingegen fordere uns auf, zu geben, zu mindern. Wir addierten gerne, wir fügten gerne hinzu. Jesus dagegen, liebe es, zu subtrahieren, etwas wegzunehmen, um es anderen zu geben. Wir wollten für uns selbst vermehren. Jesus schätze es, wenn wir mit anderen teilen, wenn wir gemeinsam teilten.

Es sei interessant, dass in den Berichten über die Vermehrung der Brote in den Evangelien das Verb „vermehren“ nie vorkomme. Im Gegenteil, die verwendeten Verben hätten das entgegengesetzte Vorzeichen: „brechen“, „geben, „austeilen“. Das wahre Wunder, sage Jesus, bestehe nicht in der Vermehrung, die Prahlerei und Macht hervorbringe, sondern im Teilen, das die Liebe vergrößere und es Gott gestatte, Wunder zu tun.

Auch heute noch löse die Vermehrung von Gütern keine Probleme ohne eine gerechte Verteilung. Man denke nur an die Tragödie des Hungers, die besonders die jüngsten Kinder betreffe. Es sei errechnet worden, dass jeden Tag auf der Welt etwa siebentausend Kinder unter fünf Jahren aufgrund von Unterernährung sterben.

Angesichts solcher Skandale richte Jesus eine Einladung auch an uns, eine Einladung ähnlich der, die der Junge im Evangelium, der keinen Namen hat und in dem wir uns alle wiedererkennen könnten, wahrscheinlich erhalten habe: „Nur Mut, gib das Wenige, das du hast, deine Talente und deinen Besitz, stelle es Jesus und deinen Brüdern zur Verfügung. Hab keine Angst, es geht nichts verloren, denn wenn du teilst, vermehrt Gott. Verbanne die falsche Bescheidenheit, sich unzulänglich zu fühlen, habe Vertrauen. Glaube an die Liebe, an die Kraft des Dienens, an die Kraft der Unentgeltlichkeit“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den neuen Welttag für die Großeltern und älteren Menschen. Franziskus betonte die Wichtigkeit der Alleanz zwischen den alten und den jungen Menschen. Beide bedürften einander.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  2. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  3. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  4. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  5. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  6. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  7. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  8. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  9. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  10. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  11. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  12. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  13. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  14. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  15. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz