Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X

Rod Dreher: ‚Traditionis custodes’ zeigt, wie Liberale sich nicht an ihre Prinzipien halten

23. Juli 2021 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus spreche ständig davon, die Kirche solle ‚an die Ränder gehen’ – nur dann nicht, wenn er selbst Katholiken, die er nicht mag, an die Ränder verbannen will, schreibt der Autor der ‚Benedikt-Option’, der selbst der orthodoxen Kirche angehört.


Washington D.C. (kath.net/jg)

Der US-amerikanische Autor Rod Dreher („Die Benedikt-Option“) hat auf seinem Blog auf der Internetpräsenz von The American Conservative Reaktionen auf das Motu proprio „Traditionis custodes“ gesammelt.

Zu Beginn des Beitrages, den er in Anspielung auf William Shakespeare „Et Tu, Francisce?“ überschrieben hat, drückt Dreher seinen katholischen Freunden sein Mitgefühl aus. Der Autor hat 2006 die katholische Kirche verlassen und ist zu den Orthodoxen übergetreten. Die Einschränkungen der außerordentlichen Form des Römischen Messritus ergeben auch für ihn keinen Sinn, schreibt Dreher. Während seiner Zeit in der katholischen Kirche habe er die Früchte gesehen, welche die Gemeinden der tridentinischen Messe hervorgebracht hätten. Die einzigen, die diese Gemeinden nicht mochten, seien „liberale Ideologen“ gewesen, erinnert er sich. Diese hätten allein in der Existenz der außerordentlichen Form eine Bedrohung der „glorreichen Revolution des II. Vatikanums“ gesehen.


Selbst unter liberalen Jesuiten gebe es kritische Stimmen. Dreher bringt einen Ausschnitt eines Artikels von P. Tom Reese SJ, der Papst Franziskus  wohl gesonnen ist. Unter Klerikern genieße Franziskus die größte Unterstützung unter den älteren Priestern, nicht aber unter den jüngeren, welche die Zukunft der Kirche seien. Junge Priesteramtskandidaten, die Franziskus unterstützen und für ein zölibatäres Leben bereit sind, seien so selten wie „katholische Einhörner“, schreibt Reese wörtlich.

„Traditionis custodes“ ist für Rod Dreher ein weiteres Beispiel dafür, dass sich Liberale nicht an ihre eigenen Prinzipien halten. Papst Franziskus spreche ständig davon, dass die Kirche „an die Ränder gehen“ soll – nur dann nicht, wenn er selbst Katholiken, die er nicht mag, an die Ränder verbannen will.

Er selbst sei mit dem Novus Ordo in die katholische Kirche gekommen. Er habe diese Form des Ritus nie besonders geliebt, sei aber auch von der außerordentlichen Form nicht besonders berührt worden. Erst in der orthodoxen Liturgie des hl. Johannes Chrysostomos habe er eine Schönheit und Ehrfurcht erlebt, dass sie die Teilnehmer in die Gegenwart Gottes erheben konnte. Auch in der Messe des Novus Ordo sei Gott gegenwärtig, betont Dreher, die orthodoxe Liturgie sei der Gegenwart des Allerheiligsten aber viel angemessener. Als er von „Traditionis custodes“ erfahren habe, habe er darüber nachgedacht, wie er sich fühlen würde, wenn orthodoxe Bischöfe die göttliche Liturgie des hl. Johannes Chrysostomos durch eine vereinfachte, moderne Liturgie ersetzen und dann die Chrysostomos-Liturgie ganz verbieten würde. Es würde ihn zur Weißglut treiben, schreibt Dreher. Er würde die Bischöfe verachten, selbst wenn sie das Recht hätten, die Liturgie derart zu ändern. Er würde ihre Autorität in Frage stellen. Nach allem was er auf Internetseiten gelesen habe, die der tridentinischen Messe verbunden sind, habe Franziskus genau das bei den Katholiken erreicht, die am treuesten zur Kirche stehen.

 

Link zum Artikel von Rod Dreher (englisch): ‚Et Tu, Francisce?’

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Liturgie

  1. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  4. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  5. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  6. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  7. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  3. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  6. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  7. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  8. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  12. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  15. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz