Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  2. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  3. Kritik von Kardinal Müller
  4. Weitere Einschränkungen für die Alte Messe geplant?
  5. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  6. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  7. Die neue Limburger Sexualmoral
  8. Trotzige Reaktion aus Magdeburg - Feige möchte einen "Synodalen Rat" einsetzen
  9. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  10. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  11. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  12. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  13. Eine kaum noch "nachvollziehbare Methode" von Bätzing
  14. Initiative Neuer Anfang fordert: „Sofortiger Stopp des Synodalen Ausschusses!“
  15. Papst Franziskus: „Homosexuell zu sein ist kein Verbrechen. Aber ja, es ist eine Sünde“

300 Professoren in Italien äußern Bedenken zu Homophobie-Gesetz

11. Juli 2021 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verweis auf unklare Definitionen und riskante Interpretationsspielräume im vorliegenden Gesetzentwurf.


Rom (kath.net/ KAP)

Rückenwind aus der Wissenschaft: Nach den Bedenken des Vatikans zum geplanten Anti-Homophobie-Gesetz in Italien plädieren rund 300 Universitätsprofessoren für einen Stopp des Gesetzverfahrens. In einem Appell der Vereinigung "Lettera 150", aus den italienischen Medien am Samstag zitieren, kritisieren die Wissenschaftler unklare Definitionen und riskante Interpretationsspielräume im vorliegenden Gesetzentwurf. Die Definitionen würden in Dogmen umgewandelt, welche die Meinungsfreiheit aller beschränkten. So werde auch Kritik oder Dissens zu einer Straftat.

Weiter kritisieren die Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen, dass auch der Inhalt verbotener diskriminierender Handlungen im Gesetzentwurf nicht definiert werde. Dadurch könnten Entscheidungen etwa von Religionsgemeinschaften oder anderen Initiativen strafrechtlich verfolgt werden. So etwa die Tatsache, dass gewisse Ämter nur einem Geschlecht offen stünden.


Der Vatikan hatte mit einer Verbalnote an die italienische Botschaft beim Heiligen Stuhl jüngst seine starken Bedenken hinsichtlich des geplanten Gesetzes öffentlich gemacht. Die Freiheitsrechte der katholischen Kirche würden durch "einige Inhalte des aktuellen Gesetzentwurfs" unzulässig eingeschränkt, hieß es darin. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte betont, dass es sich keineswegs um eine Blockade handele, sondern um Bedenken.

Auch der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Gualtiero Bassetti, bekräftigte, dass es nicht darum gehe, den säkularen Staat infrage zu stellen und dass Homosexuelle stets mit Respekt, Mit- und Feingefühl aufgenommen werden sollten - ohne ungerechte Diskriminierung. Aber, so Bassetti weiter, die Interpretationsspielräume im vorliegenden Entwurf seien nicht vertretbar. Er sei offen für eine Neufassung des Gesetzentwurfs.

Konkret geht es etwa darum, dass katholische Schulen verpflichtet werden könnten, sich an einem nationalen Aktionstag "gegen Homophobie, Lesbophobie, Biphobie und Transphobie" zu beteiligen. Die Bischofskonferenz stört sich zudem an Formulierungen zur "Gender-Identität", die im Gesetzentwurf viel Raum einnimmt.

Das nach dem Initiator Alessandro Zan (Partito Democratico) benannte Gesetzesvorhaben soll Homo-, Bi- und Transsexuelle unter besonderen Schutz stellen. Seit der Text im November - noch unter der Mitte-Links-Regierung von Giuseppe Conte - die Abgeordnetenkammer passierte, ist das Projekt ins Stocken geraten. Unter der neuen, fraktionsübergreifenden Regierung Mario Draghis hängt der Entwurf im Senat fest.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Talitha kumi 13. Juli 2021 
 

Aktuelles Problem

Wie sieht es mit der Aufnahme nichtmenstruierender, weiblicher (junger) Frauen ins Kloster bzw. mit der Möglichkeit eines menstruierenden, männlichen Papstes aus?


0
 
 Robensl 12. Juli 2021 
 

Jedem mit Verstand kann ein solches Gesetz doch nicht recht sein.

Wer weiss denn schon, ob er nicht auch eines Tages von Mächtigeren als auf der falschen Seite stehend angesehen wird und mittels eines solchen Gesetzes kaltgestellt wird? Lenin, Stalin uvm lassen grüssen.

Interessant, dass diese Professoren das Wort "Dogma" benutzen. Tja, wenn man Gottes Dogmen abschütteln will, um vermeintlich frei zu werden, bekommt man von den Mächtigen ihre Dogmen aufgezwungen.


0
 
 Totus Tuus 11. Juli 2021 
 

Ich erhielt eine Strafanzeige für…

folgende Aussage:
Gemäss der Bibel, auf welche sich Christen berufen, ist die GELEBTE HOMOSEXUALITÄT eine Perversion. Zitat Ende. Pervers heisst widernatürlich.
Die Anklageschrift lautete: Diskriminierung und Aufruf zu Hass! Sie wurde aber abgelehnt…. Für die Wahrheit müssen wir einstehen


1
 
 Chris2 11. Juli 2021 
 

Nicht überall die Kurve bekommen.

In Deutschland wurde offenbar ein Hatespeechgesetz gegen "verhetzende Beleidigung" durch die Hintertür eingeführt. Jedenfalls war es Teil eines Gesetzesentwurfs zu "Feindeslisten", der wiederum so abgeändert wurde, dass linke Feindeslisten natürlich auch künftig legal bleiben. Völlig dreist geben sie sogar zu, dass das Gesetz (offenbar nur) der "Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus" dient. Linksextremismus und Islamismus gelten in diesem verrück gewordenen Land ja längst als ungefährlich oder gar als schützenswert (so hat man den Islam ausdrücklich ins Gesetz aufgenommen). Baizuo...

www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/0512_verhetzende_Beleidigung.html


2
 
 Simon Tolon 11. Juli 2021 
 

Säkulare Dogmata abwendbar?

Bei aller Toleranz scheint man doch noch die Kurve zu bekommen.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Italien

  1. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  2. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  3. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  4. 'Ja zur natürlichen Familie! Nein zur LGBT-Lobby!'
  5. Italien: Militärbischof verurteilt kirchliche Verschwörungstheoretiker
  6. Bischof untersagt Mitwirkung von Paten bei Taufe und Firmung
  7. Impfpflicht für Mailänder Seminaristen

Homosexualität

  1. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  2. Kardinal Hollerich will ‚Änderung des kulturellen Paradigmas’ der Kirche zur Homosexualität
  3. Kardinal Eijk: Flämische Bischöfe sollen Segnung für Homosexuelle zurückziehen
  4. Katholische Bischöfe Flanderns veröffentlichen Segnungsfeier für Homosexuelle
  5. 'Ja zur natürlichen Familie! Nein zur LGBT-Lobby!'
  6. Umstrittener Jesuitenpater James Martin hat erneut Probleme mit der katholischen Morallehre
  7. Wert der Disney-Aktie im letzten Jahr fast halbiert – linke Inhalte verantwortlich?






Top-15

meist-gelesen

  1. Kritik von Kardinal Müller
  2. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  3. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  4. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  5. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  6. Klarstellung von Kard. Müller: „Papst Franziskus hat das genannte Buch mit großem Interesse gelesen“
  7. Die neue Limburger Sexualmoral
  8. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  9. Kardinal Zen: „Bei Traditionis Custodes stimme ich Erzbischof Gänswein zu“
  10. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  11. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  12. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  13. Elon Musk mit scharfer Kritik am Weltwirtschaftsforum: ‚Ungewählte Weltregierung’
  14. „Fürchtet euch nicht! Schwimmt gegen den Strom! Wählt das Leben!“
  15. Trotzige Reaktion aus Magdeburg - Feige möchte einen "Synodalen Rat" einsetzen

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz