Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  9. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  12. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

300 Professoren in Italien äußern Bedenken zu Homophobie-Gesetz

11. Juli 2021 in Chronik, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verweis auf unklare Definitionen und riskante Interpretationsspielräume im vorliegenden Gesetzentwurf.


Rom (kath.net/ KAP)

Rückenwind aus der Wissenschaft: Nach den Bedenken des Vatikans zum geplanten Anti-Homophobie-Gesetz in Italien plädieren rund 300 Universitätsprofessoren für einen Stopp des Gesetzverfahrens. In einem Appell der Vereinigung "Lettera 150", aus den italienischen Medien am Samstag zitieren, kritisieren die Wissenschaftler unklare Definitionen und riskante Interpretationsspielräume im vorliegenden Gesetzentwurf. Die Definitionen würden in Dogmen umgewandelt, welche die Meinungsfreiheit aller beschränkten. So werde auch Kritik oder Dissens zu einer Straftat.

Weiter kritisieren die Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen, dass auch der Inhalt verbotener diskriminierender Handlungen im Gesetzentwurf nicht definiert werde. Dadurch könnten Entscheidungen etwa von Religionsgemeinschaften oder anderen Initiativen strafrechtlich verfolgt werden. So etwa die Tatsache, dass gewisse Ämter nur einem Geschlecht offen stünden.


Der Vatikan hatte mit einer Verbalnote an die italienische Botschaft beim Heiligen Stuhl jüngst seine starken Bedenken hinsichtlich des geplanten Gesetzes öffentlich gemacht. Die Freiheitsrechte der katholischen Kirche würden durch "einige Inhalte des aktuellen Gesetzentwurfs" unzulässig eingeschränkt, hieß es darin. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte betont, dass es sich keineswegs um eine Blockade handele, sondern um Bedenken.

Auch der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Gualtiero Bassetti, bekräftigte, dass es nicht darum gehe, den säkularen Staat infrage zu stellen und dass Homosexuelle stets mit Respekt, Mit- und Feingefühl aufgenommen werden sollten - ohne ungerechte Diskriminierung. Aber, so Bassetti weiter, die Interpretationsspielräume im vorliegenden Entwurf seien nicht vertretbar. Er sei offen für eine Neufassung des Gesetzentwurfs.

Konkret geht es etwa darum, dass katholische Schulen verpflichtet werden könnten, sich an einem nationalen Aktionstag "gegen Homophobie, Lesbophobie, Biphobie und Transphobie" zu beteiligen. Die Bischofskonferenz stört sich zudem an Formulierungen zur "Gender-Identität", die im Gesetzentwurf viel Raum einnimmt.

Das nach dem Initiator Alessandro Zan (Partito Democratico) benannte Gesetzesvorhaben soll Homo-, Bi- und Transsexuelle unter besonderen Schutz stellen. Seit der Text im November - noch unter der Mitte-Links-Regierung von Giuseppe Conte - die Abgeordnetenkammer passierte, ist das Projekt ins Stocken geraten. Unter der neuen, fraktionsübergreifenden Regierung Mario Draghis hängt der Entwurf im Senat fest.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Talitha kumi 13. Juli 2021 
 

Aktuelles Problem

Wie sieht es mit der Aufnahme nichtmenstruierender, weiblicher (junger) Frauen ins Kloster bzw. mit der Möglichkeit eines menstruierenden, männlichen Papstes aus?


0
 
 Robensl 12. Juli 2021 
 

Jedem mit Verstand kann ein solches Gesetz doch nicht recht sein.

Wer weiss denn schon, ob er nicht auch eines Tages von Mächtigeren als auf der falschen Seite stehend angesehen wird und mittels eines solchen Gesetzes kaltgestellt wird? Lenin, Stalin uvm lassen grüssen.

Interessant, dass diese Professoren das Wort "Dogma" benutzen. Tja, wenn man Gottes Dogmen abschütteln will, um vermeintlich frei zu werden, bekommt man von den Mächtigen ihre Dogmen aufgezwungen.


0
 
 Totus Tuus 11. Juli 2021 
 

Ich erhielt eine Strafanzeige für…

folgende Aussage:
Gemäss der Bibel, auf welche sich Christen berufen, ist die GELEBTE HOMOSEXUALITÄT eine Perversion. Zitat Ende. Pervers heisst widernatürlich.
Die Anklageschrift lautete: Diskriminierung und Aufruf zu Hass! Sie wurde aber abgelehnt…. Für die Wahrheit müssen wir einstehen


1
 
 Chris2 11. Juli 2021 
 

Nicht überall die Kurve bekommen.

In Deutschland wurde offenbar ein Hatespeechgesetz gegen "verhetzende Beleidigung" durch die Hintertür eingeführt. Jedenfalls war es Teil eines Gesetzesentwurfs zu "Feindeslisten", der wiederum so abgeändert wurde, dass linke Feindeslisten natürlich auch künftig legal bleiben. Völlig dreist geben sie sogar zu, dass das Gesetz (offenbar nur) der "Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus" dient. Linksextremismus und Islamismus gelten in diesem verrück gewordenen Land ja längst als ungefährlich oder gar als schützenswert (so hat man den Islam ausdrücklich ins Gesetz aufgenommen). Baizuo...

www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/0512_verhetzende_Beleidigung.html


2
 
 Simon Tolon 11. Juli 2021 
 

Säkulare Dogmata abwendbar?

Bei aller Toleranz scheint man doch noch die Kurve zu bekommen.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Italien

  1. Cardinal Confusione
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  4. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  5. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  6. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  7. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  3. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  4. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  5. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  6. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  7. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  8. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  9. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  10. 'Gott ist gut'
  11. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  12. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  13. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  14. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz