Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  6. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  7. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  12. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  13. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  14. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu
  15. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode

Missbrauchsopfer werfen Argentiniens Bischöfen Vertuschung vor

21. Juni 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan liegt laut Medienberichten förmliche Anzeige gegen den Erzbischof von Buenos Aires und zwei Amtskollegen vor


Buenos Aires/Rom (kath.net/KAP) Ein Missbrauchsfall in einem argentinischen Kloster zieht immer weitere Kreise: Laut örtlichen Medienberichten (Dienstag Ortszeit) liegt dem Vatikan eine förmliche Anzeige gegen das Exekutivkomitee der nationalen Bischofskonferenz vor. Der Opferverein Red Sobrevivientes de Abuso Eclesiastico wirft den Mitgliedern "Amtsmissbrauch" und "schuldhafte Fahrlässigkeit" bei der Aufklärung des Falles vor. Die Anzeige richtet sich gegen den Erzbischof von Buenos Aires, Kardinal Mario Aurelio Poli, und zwei Amtskollegen aus dem Exekutivgremium.

Hintergrund des aktuellen Skandals sind Vorkommnisse, die sich zwischen 2009 und 2015 im Monasterio del Cristo Orante in Tupungato zugetragen haben sollen. Ein inzwischen erwachsener Mann wirft zwei Mönchen vor, ihn als Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben. Mehrere Gerichtsverfahren und Untersuchungen sind anhängig. Das Kloster wurde inzwischen geschlossen. Gegen einen der Beschuldigten verhängte die Erzdiözese Mendoza vor einigen Monaten ein fünfjähriges Verbot der Ausübung des priesterlichen Dienstes.


Das allerdings geht dem mutmaßlichen Opfer, Nicolas Bustos, nicht weit genug. Er reichte bereits zu Monatsbeginn über seinen Anwalt Beschwerde beim Vatikan ein. In dem Schreiben beschuldigt er Erzbischof Marcelo Colombo von Mendoza, dessen Weihbischof Marcelo Mazzitelli und Bischof Dante Braida von La Rioja der Missbrauchsvertuschung. Zudem bat Bustos darum, "eine Untersuchung einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen".

Darauf reagierte die Argentinische Bischofskonferenz, indem sie den drei Geistlichen am Wochenende in einer offiziellen Erklärung ihre "uneingeschränkte Unterstützung" zusicherte. Zugleich wies sie die Vertuschungsvorwürfe "nachdrücklich" zurück. Die Kirche in Mendoza habe die Vorfälle in dem Kloster scharf verurteilt. Zudem seien die notwendigen Schritte in die Wege geleitet worden, um mögliche Täter zu bestrafen.

Carlos Lombardi, Anwalt von Red Sobrevivientes de Abuso Eclesiastico, nahm nun wiederum diese Erklärung zum Anlass, um auch die Mitglieder des Exekutivkomitees der Bischofskonferenz beim Vatikan anzuzeigen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  10. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  13. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu
  14. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  15. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz