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Missbrauchsopfer werfen Argentiniens Bischöfen Vertuschung vor

21. Juni 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Vatikan liegt laut Medienberichten förmliche Anzeige gegen den Erzbischof von Buenos Aires und zwei Amtskollegen vor


Buenos Aires/Rom (kath.net/KAP) Ein Missbrauchsfall in einem argentinischen Kloster zieht immer weitere Kreise: Laut örtlichen Medienberichten (Dienstag Ortszeit) liegt dem Vatikan eine förmliche Anzeige gegen das Exekutivkomitee der nationalen Bischofskonferenz vor. Der Opferverein Red Sobrevivientes de Abuso Eclesiastico wirft den Mitgliedern "Amtsmissbrauch" und "schuldhafte Fahrlässigkeit" bei der Aufklärung des Falles vor. Die Anzeige richtet sich gegen den Erzbischof von Buenos Aires, Kardinal Mario Aurelio Poli, und zwei Amtskollegen aus dem Exekutivgremium.

Hintergrund des aktuellen Skandals sind Vorkommnisse, die sich zwischen 2009 und 2015 im Monasterio del Cristo Orante in Tupungato zugetragen haben sollen. Ein inzwischen erwachsener Mann wirft zwei Mönchen vor, ihn als Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben. Mehrere Gerichtsverfahren und Untersuchungen sind anhängig. Das Kloster wurde inzwischen geschlossen. Gegen einen der Beschuldigten verhängte die Erzdiözese Mendoza vor einigen Monaten ein fünfjähriges Verbot der Ausübung des priesterlichen Dienstes.


Das allerdings geht dem mutmaßlichen Opfer, Nicolas Bustos, nicht weit genug. Er reichte bereits zu Monatsbeginn über seinen Anwalt Beschwerde beim Vatikan ein. In dem Schreiben beschuldigt er Erzbischof Marcelo Colombo von Mendoza, dessen Weihbischof Marcelo Mazzitelli und Bischof Dante Braida von La Rioja der Missbrauchsvertuschung. Zudem bat Bustos darum, "eine Untersuchung einzuleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen".

Darauf reagierte die Argentinische Bischofskonferenz, indem sie den drei Geistlichen am Wochenende in einer offiziellen Erklärung ihre "uneingeschränkte Unterstützung" zusicherte. Zugleich wies sie die Vertuschungsvorwürfe "nachdrücklich" zurück. Die Kirche in Mendoza habe die Vorfälle in dem Kloster scharf verurteilt. Zudem seien die notwendigen Schritte in die Wege geleitet worden, um mögliche Täter zu bestrafen.

Carlos Lombardi, Anwalt von Red Sobrevivientes de Abuso Eclesiastico, nahm nun wiederum diese Erklärung zum Anlass, um auch die Mitglieder des Exekutivkomitees der Bischofskonferenz beim Vatikan anzuzeigen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Andrzej123 22. Juni 2021 
 

Selbst wenn davon nur die Hälfte stimmt,

ist es eine Katastrophe, die Fragen auch bzgl der vorkonziliaren Vergangenheit aufwirft:

https://www.bishop-accountability.org/Argentina/Database.htm


2
 
 Hadrianus Antonius 21. Juni 2021 
 

Waterloo

Man hat in Argentinien, wie auch in der Rest der Welt, sehr aufmrksam den Film "The silence of the sheperds" angesehen- und natürlich auch die Endszene , wo ein sehr hoher kirchlicher Würdenträger auf einer fundamentaler Frage mit einer nicht mit der Wahrheit korrespondierenden Antwort vor Kamera und coram publico von dannen zieht.
Im Frühjahr 2014 zogen übrigens die Mitglieder der Argent. Bischofskonferenz frohgemut nach domus Santa Marta um den letzten Band der "Estudios sobre el caso Grassi", von EB Kard. J. Bergoglio in Auftrag gegeben, zu präsentieren- wobei der frühere Instigator jetzt von Allem nichts mehr wissen wollte.
Die Sache wird wirklich heiß...


3
 

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