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Bischöfe in Nordeuropa lehnen Verbot anderssprachiger Predigten in Dänemark ab

21. März 2021 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Auch das Bonifatiuswerk sieht das Verbot sehr kritisch und unterstützt die nordischen Bischöfe in ihrem Protest


Kopenhagen (kath.net/Bonifatiuswerk) Die sozialdemokratische Regierung in Dänemark will per Gesetz anderssprachige Predigten in Gottesdiensten verbieten. Das geplante Verbot würde die Minoritätskirche und auch die deutschsprachige christliche Gemeinden empfindlich treffen und stößt nun auf den Widerstand der Bischöfe aus den nordeuropäischen Ländern. Zum Abschluss der Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz, die in dieser Woche tagte, forderten die Bischöfe die Regierung dazu auf, die Gesetzesvorlage zurückzunehmen. Unterstützt werden sie dabei vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, welches das geplante Verbot ebenfalls sehr kritisch sieht, da es die Religionsfreiheit ernsthaft einschränke und die Gläubigen in der Minderheit vor große Probleme stelle.


„Die geplante Gesetzgebung der dänischen Regierung schränkt das individuelle Recht auf freie Religionsausübung erheblich ein. Wir unterstützen die nordischen Bischöfe daher in ihrem Bestreben, gegen diesen Gesetzentwurf zu protestieren. Gerade die deutschsprachige Gemeinde ist ein fester Bestandteil der dänischen Volkskirche. Seit über 100 Jahren wird in deutscher Sprache gepredigt. Die Gottesdienstfeiern in den Muttersprachen gehören zum Wesenskern der Minderheiten und fördern direkt die Integration und Beheimatung derjenigen Christen, die nach Dänemark kommen. Diese Vielfalt im Glauben gibt unserer Kirche ein freundliches und einladendes Gesicht und bereichert zugleich unsere Weltkirche. Die nun geplante Gesetzgebung bringt ein hohes Maß an Misstrauen gegenüber der Sprachtradition der Minderheiten mit sich und wäre ein massiver und einschneidender Rückschritt. Das halte ich für grundlegend falsch, da die Minoritätskirchen einen sehr wertvollen Dienst in der Integration von Flüchtlingen und Migranten leisten“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

In der Erklärung der Nordischen Bischofskonferenz heißt es zudem: „Das geplante Gesetz sei weder angemessen, noch habe es eine die beabsichtigte Wirkung. Es sei "äußerst zweifelhaft, ob Predigten mit subversiven Inhalten" überhaupt zur Verfügung gestellt würden. Die Regierung müsse die Gesetzesvorlage zurücknehmen“, so die katholischen Bischöfe.

Zur Nordischen Bischofskonferenz gehören die katholischen Bischöfe von Oslo, Trondheim, Tromsö, Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Reykjavik. Ihre Aufgabe ist unter anderem, die kirchliche Arbeit in den dortigen Bistümern mit insgesamt rund 340.000 Katholiken zu fördern und den internationalen Kontakt zu erleichtern.


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Lesermeinungen

 buntfleck 22. März 2021 
 

@Fischlein @Chris2

Antisemitismus gab es in Europa spätestens seit dem Mittelalter (Pestprogrome, ...). Der Holocaust, den die Nationalsozialisten verübten wäre ohne diesen schon Jahrhunderte in den Völkern bestehenden Antisemitismus m.E. so nicht möglich gewesen.


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 Fischlein 22. März 2021 
 

@buntfleck

Wollen Sie wirklich behaupten, dass Naziregime christlich war? In der Folge müsste man auch behaupten, dass die Bolschewiken in der SU orthodox waren. Stalin hat ja 2 Jahre im orthodoxen Priesterseminar studiert.


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 Chris2 22. März 2021 
 

@buntfleck

Falls Sie den Nationalsozialismus meinen, so seiennSie versichert, dass die Parteigenossen ihre eigene Sekte aufgemacht und sich sogar einen eigenen "Reichsbischof" gebacken hatten (hinter vorgehaltener Hand "Reibi Müller", nach Rücktrittsforderungen auch "bleibi Müller" genannt). In Dachau saßen weit über 2500 katholische Priester ein (die meisten aus Polen) und selbst das Kirchenlied "Großer Führer aller Welten" galt keineswegs dem GröFaZ, wie schon die zweite Zeile belegt. Und es heißt darin u.a., "aller Völker wirre Pfade werden durch Dein Wort geeint", weshalb auch die Gestapo genau hinhörte, auf welchen Fronleichnamsprozessionen dieses gar garstige Liedlein erscholl...


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 SalvatoreMio 21. März 2021 
 

Menschenwürde und Heimat

@Woodstock: das, was tief in einem jeden Heimat ist, bleibt immer, und wenn man sich woanders noch so wohl fühlt. "Sprache" und "Traditionen" sind dies besonders. Es kann aber nicht recht sein, wenn man evtl. wegen gastlich aufgenommener Flüchtlinge, seit jeher Heimische so ungerecht behandelt, dass man ihnen ihre Sprachgewohnheiten verbietet. Das ist Frechheit und schießt über Gerechtigkeit hinaus. Es war doch vor wenigen Jahren auch so mit dem in Dänemark beliebten Schweinefleisch, das in Kindergärten verboten wurde wegen muslimischer Kinder. (Das hat man hoffentlich wieder zurückgenommen).


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 Woodstock 21. März 2021 
 

Mit Europäischem Recht vereinbar?

Ich frage mich, ob ein solches Vorgehen mit Europäischem Recht bzw. mit der Dänischen Verfassung im Einklang steht. Schließlich genießen Minderheiten und deren Sprachen besondere Rechte. Ob das nun die Deutschen in Nordschleswig oder die Sorben in der Niederlausitz sind. Auch gibt es selbstverständlich Gottesdienste in kroatischer Sprache in der Steiermark.
Möglich wäre z.B. eine Festlegung auf die Landessprache plus die Sprachen der jeweiligen autochtonen Minderheiten. Aber auch das wäre problematisch. Bei uns in Bayern gibt es vielerorts Gottesdienste in Polnischer Sprache. Und die sind ja nicht autochton.
Überhaupt finde ich das Verbot der Verwendung von Sprachen sehr zweifelhaft. Ob das der Menschenwürde entspricht?


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 buntfleck 21. März 2021 
 

@Smaragdos

Man braucht in Europa nicht all zu viele Jahre zurück zugehen, da waren die Juden die Opfer und wir Christen die Täter. Schon vergessen?


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 martin fohl 21. März 2021 
 

Ein gutes Beispiel dafür,

dass der an sich gute Gleichheitsgrundsatz auch an seine Grenzen stoßen kann. Hier wäre es sinnvoll das Verbot auf Gruppen mit möglichen extremistischen Parallelstrukturen zu beschränken!


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 Smaragdos 21. März 2021 
 

Ach ja, unsere Politiker, die nicht zwischen Moslems und Christen unterscheiden können bzw. wollen. Wäre ja politisch unkorrekt. Wann gehen ihnen endlich mal die Augen auf? Dass Moslems Täter und Christen Opfer sind.


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 Hilfsbuchhalter 21. März 2021 

Was für Moslems gilt, muss auch für Christen gelten

Oder doch nicht?

Wenn unsere Gesellschaft möchte, dass in Moscheen nur mehr in der Landesprache gepredigt wird, muss diese Regel - aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes - auch für die Kirche(n) gelten.

Alles andere wäre doch Heuchelei. Oder, was meint ihr?


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 laudeturJC 21. März 2021 

Dahinter steht ganz gewiss ein anderes Problem

nämlich die Moslemschwemme und die Gefahr einer systematischen freitäglichen Aufhetzung durch die Imame, was bei x verschiedenen Muttersprachen der Moslems nur schwer zu überwachen ist. Die Einschränkungen für Christen sind da nur vernachlässigbarer Kollateralschaden...von Rom wird man nichts dazu hören, das würde sich nicht mit dem Geist von Abu Dhabi vertragen....


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 antonius25 21. März 2021 
 

Sackgasse des Werterelativismus

Ich nehme mal an, es geht im Kern um gewisse Moscheen bzw. Imame und nicht um die deutsc- oder polnischsprachigen Christen, obwohl das ja heute nicht immer auszuschließen ist. Aber hier kommt eben das Problem des werterelativistischen Staates ins Spiel, der Ungleiches nicht mehr ungleich behandeln will, sondern alles immer nur gleich. Dadurch gerät der normale Bürger im Namen von Verbrechens- und Extremismusbekämpfung immer mehr ans Gängelband des Staates.


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 SalvatoreMio 21. März 2021 
 

Anderssprachige Gottesdienste verbieten ...

das ist ja ein seltsames Vorhaben. Gut, dass das Bonifatiuswerk sich dazu äußert und auf der Seite der nordischen Bischöfe steht. Oder will man durch ein solches Gesetz erreichen, dass Muslime bei ihren Gottesdiensten auch dänisch sprechen müssen, was sicherlich sehr sinnvoll wäre?


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 Ulrich Motte 21. März 2021 
 

Diese Bischöfe haben völlig recht

Dieser Vorschlag ist an Absurdität und - noch wichtiger- in Bezug auf Religionsfreiheit niederstes Niveau!


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 Chris2 21. März 2021 
 

Das richtet sich gegen muslimische Hasspredigten

Die sozialdemokratische Regierung in Dänemark geht auf allen Ebenen massiv gegen islamische Parallelgesellschaften vor, um nicht so zu enden wie Schweden mit seinen Utsatta Omraden. So hatte man aus Sorge vor Terroristen z.B. nach den zahlreichen Anschlägen von 2016 die Grenze zu Deutschland besser abgeriegelt (2016 knallte es ja auch mehrfach in D). Aus Gründen der "Gleichbehandlung" von Ungleichem trifft es jetzt auch völlig harmlose Christengemeinden, darunter auch solche, die vor der Verfolgung durch den Islam nach Dänemark geflohen waren...


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