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Damaskus: Erzbischof ruft syrische Flüchtlinge zur Rückkehr auf

20. Februar 2021 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Syrisch-katholische Erzbischof von Damaskus, Jihad Battah, in EWTN-Interview: Veränderungen in Syrien müssen von innen heraus entstehen - "Ein Naher Osten ohne Christen wäre sehr gefährlich"


Damaskus (kath.net/KAP) Der syrisch-katholische Erzbischof von Damaskus,Youhanna Jihad Battah, hat die syrischen Flüchtlinge aufgerufen, in ihre Heimat zurückzukehren. Mehr als 6,7 Millionen Menschen sind nach dem Kriegsausbruch vor rund 10 Jahren aus Syrien geflohen. Rund 3,6 Millionen leben in der Türkei und weitere 1,6 Millionen im Libanon oder in Jordanien - alles Nachbarländer von Syrien, aus denen eine Rückkehr zumindest theoretisch möglich wäre. In Richtung der internationalen Staatengemeinschaft meinte der Erzbischof, es sei besser, den Menschen in Syrien dabei zu helfen, dass sie in ihrer Heimat bleiben können, anstatt sie beispielsweise im Libanon oder in Europa zu unterstützen. Erzbischof Jihad Battah äußerte sich in einem Interview mit dem kirchlichen Sender EWTN.

Der Erzbischof räumte ein, dass die Situation in Syrien immer noch schrecklich sei. Battah verwies auf die nach wie vor steigende Armut, steigende Inflation, mangelhafte medizinische Versorgung und eine am Boden liegende Infrastruktur. Laut Schätzungen der Weltbank beträgt allein der Schaden an der Infrastruktur in Syrien mindestens 197 Millionen Dollar. Veränderungen müssten in Syrien aber von innen heraus entstehen, betonte der Bischof, und er unterstrich dabei die wichtige Rolle der Christen in diesem Prozess, die Gesellschaft neu aufzubauen: sei es durch Schulen, Krankenhäuser, andere kirchliche Institutionen oder auch das schlichte Lebenszeugnis christlicher Familien.


Der syrisch-katholische Erzbischof erinnerte u.a. an die medizinische Versorgung, die von zwei katholischen Krankenhäusern in Damaskus und einem weiteren in Aleppo geleistet werde. Die Hilfe komme dabei allen Bedürftigen zugute, ganz gleich, welcher Religion sie angehören. Battah: "Wenn man wirklich Frieden will, dann muss man zuerst den Ärmsten helfen."

Erzbischof Battah legte im Interview nochmals nach: "Ein Naher Osten ohne Christen wäre sehr gefährlich." Die Begründung dafür: "Wir können mit jedem leben. Mit den Sunniten, den Schiiten, mit den Türken, mit den Juden. Das Christentum kann eine Brücke für alle Religionen sein."

Erwartungen an Papst Franziskus

Dem Besuch von Papst Franziskus im Irak (5. bis 8. März) blickte der syrisch-katholische Erzbischof mit großen Erwartungen entgegen, obwohl der Besuch bloß einem Nachbarland Syriens gilt. Nichtsdestotrotz gelte der Papstbesuch in gewisser Weise ja der gesamten Region des Nahen Ostens. Erzbischof Battah erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die große Sorge, die Franziskus stets für die Not und das Leiden der syrischen Bevölkerung aufbringe. Der Papst mahne auch stets die internationale Gemeinschaft, dieser Not bzw. humanitären Krise besondere Priorität einzuräumen, so Battah.

Youhanna Jihad Battah ist seit Sommer 2019 Erzbischof von Damaskus. Zuvor war er Weihbischof an der Kurie von Patriarch Mor Ignatius Yousif III. Younan, der seinen Sitz im Libanon hat. Jihad Battah wurde 1956 in Damaskus geboren. Seine Studien absolvierte er an der Universität Saint-Esprit im libanesischen Kaslik und am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom. 1991 wurde er zum Priester geweiht. Er war zunächst Pfarrer, dann Rektor des Seminars im libanesischen Charfet und später des Kollegs St. Efrem in Rom, wo die Priesterstudenten arabischer Sprache ausgebildet werden. 2009 kehrte er nach Damaskus zurück und übernahm die Funktion des Protosynkellos (Generalvikars). 2011 wurde er zum Bischof geweiht.

Die syrisch-katholische Kirche entstand im späten 18. Jahrhundert aus einem Zweig der syrisch-orthodoxen Kirche, der eine Union mit Rom einging. Die Zahl der Gläubigen wird mit bis zu 200.000 angegeben. Genaue Zahlen gibt es freilich nicht. So schwanken allein schon die Angaben allein zu Syrien zwischen 26.000 und 65.000 Gläubige. Zigtausende Gläubige gibt es auch im Libanon und im Irak, größere Gemeinden aber auch in den USA und in Venezuela.

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