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Papst: Entweder sind wir Menschen Geschwister - oder Feinde

5. Februar 2021 in Weltkirche, 37 Lesermeinungen
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Franziskus bei Online-Veranstaltung zum ersten UN-Welttag der Geschwisterlichkeit: Schluss mit "Technik des Wegschauens, sich um andere nicht zu kümmern" - Ehrung von UN-Generalsekretär Guterres und Friedensaktivistin Ziaten mit dem Zayed-Preis


Abu Dhabi/Vatikanstadt (kath.net/KAP) Angesichts weltweiter Gleichgültigkeit muss es nach Aussage des Papstes der Menschheit gelingen, echte Geschwisterlichkeit aufzubauen. "Wir können es ruhig so sagen: entweder Geschwister oder Feinde", warnte das Kirchenoberhaupt bei einer Online-Veranstaltung zum UN-Welttag der Geschwisterlichkeit am Donnerstag. Sich nicht zu kümmern, sei eine "subtile Form der Feindschaft", so der Papst. Es müsse Schluss sein mit der "Technik des Wegschauens, sich um andere nicht zu kümmern".

Der von den UN ausgerufene Welttag erinnert an das "Dokument zur Brüderlichkeit", das Papst Franziskus (Archivfoto) und Großimam Ahmad Al-Tayyeb von Al-Azhar am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi unterzeichneten. Bei der von demselben Ort aus moderierten Online-Veranstaltung wurde erstmalig der von Abu Dhabis Scheich Mohamed Bin Zayed gestiftete "Zayed-Preis für Geschwisterlichkeit" verliehen. Dieser ging an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die marokkanisch-französische Friedensaktivistin Latifa Ibn Ziaten.


Ziatens Sohn Imad war als französischer Militärangehöriger 2012 von einem islamistischen Attentäter ermordet worden. Seither engagiert sich die Mutter in interreligiöser Friedensarbeit. Sie selber bezeichnete sich als "zweite Mutter von vielen, die ich in Stadtvierteln, Gefängnissen und Moscheen traf und zu denen ich sprechen konnte". Al-Tayyeb verureilte "das düstere Monster des Terrorismus" und versicherte der Aktivistin, ihr Sohn Imad sei im Paradies.

Guterres erhielt die Auszeichnung wegen seines lebenslangen Einsatzes für Menschenrechte, etwa als ehemaliger UNHCR-Kommissar für Flüchtlinge. Al-Tayyyeb nannte Guterres "eine der tragenden Säulen des Friedensaufbaus in der Welt".

In seiner Ansprache dankte der Papst dem Großimam auch für dessen Einsatz für Geschwisterlichkeit zwischen den Religionen. Er wisse, dies sei "keine leichte Aufgabe", so Franziskus. Daher habe Al-Tayyebs Einsatz auch ihn selbst ermutigt. Franziskus nannte den Großimam seinen "Freund, Bruder und Kameraden".

Al-Tayyeb nannte das von ihm und Franziskus unterzeichnete Dokument einen Meilenstein und eine "Alarmglocke für alle Verantwortlichen", sich dem Anliegen anzuschließen. Dafür brauche es aber Entschlossenheit und festen Glauben. Kulturelle Unterschiede lägen in Gottes Willen, so der Großimam. Daher wolle man mit anderen Religionsvertretern und allen Menschen guten Willens zusammenarbeiten.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 phillip 8. Februar 2021 
 

Geschwisterlichkeit wie sie der Papst meint ...

... Christa.marga kann jeder des Lesens und selbständigen Denkens Mächtiger im Koran nachlesen. Die Aussagen des Posters @Galil?a! lassen erkennen, dass da keine Kenntnisse der Inhalte Muslimischen Glaubensgutes und der Inhalte päpstlicher Ideen (besser: Irrtümer) in den Abu Dhabi-Erklärungen vorhanden sind; Sie sollten sich dessen Postings zur Geschwisterlichkeit und Brüderlichkeit nicht zu Herzen nehmen!


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 phillip 8. Februar 2021 
 

Des Papstes Geschwister

Sure 9,19 erklärt unmissverständlich, dass der Glaube an Allah und dem Jüngsten Tag sowie der Eifer „in Allahs Weg“ (die deutsche Übertragung merkt an: „diese Redensart bedeutet stets den heiligen Krieg gegen die Ungläubigen“) mehr Lohn mit sich bringen als alles andere im Islam. Der Dschihad ist der Kampf zur Ausbreitung des Islam mit jedem Mittel und ist Pflicht aller Muslime. Darüber hinaus wurde er von Mohammed zum materiellen Gewinn ausgeübt. Sure 61,10-12 verdeutlicht, dass Eifer für Allah nicht nur eine religiöse Pflicht ist, sondern auch Mittel zum Wohlstand, genau wie im Geschäftsleben. Sure 9,5.29.41 ".. erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten [d.h. zum Islam konvertieren] und die Armensteuer zahlen, so laßt sie ihres Weges ziehen.." Solche überlasse ich dem Bruder Papst als Geschwister.


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 stephanus2 6. Februar 2021 
 

@Stefan Fleischer

Danke für Ihre Gedanken!
Nur der Richtigkeit halber, ich meinte, dass die Begriffe Geschwisterlichkeit und Brüderlichkeit meines Wissens IM EVANGELIUM nicht vorkommen.


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 SalvatoreMio 6. Februar 2021 
 

Entweder Geschwister oder Feinde sein - das ist für mich Schwarz-Weiß-Malerei!

GESCHWISTER-SEIN bedeutet zunächst FAMILIE und heißt noch lange nicht, dass es immer freundschaftlich zugehen kann. Dazu ist das Leben viel zu kompliziert und die Charaktere verschieden; der eine entwickelt sich so, der andere völlig entgegengesetzt. Damit Friede bleibt, muss man oft schweigen, sonst kann „Beleidigt-Sein“ oder "Tür zu" das Ergebnis sein. Nicht alle haben die Fähigkeit gesunder Auseinandersetzung. Familie bleibt man immer, das kann enormen Kraftverschleiß beinhalten.
Geschwisterlichkeit als KIRCHE kann auch recht schwierig werden.
Freundschaft zu "FERNEN FREUNDEN ist auch noch eher anspruchslos.
Auch NÄCHSTENLIEBE kann evtl. einfach sein: Ich stehe jemandem bei, und die Sache ist erledigt!
„FEINDEN“ wiederum kann man evtl. aus dem Weg gehen.


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 Christa.marga 6. Februar 2021 
 

Werte(r) @Galil?a!

Wie soll ich das verstehen?

Wollen Sie mir damit sagen, dass es mir an Liebe/Nächstenliebe fehlt? Das ist überhaupt eine Grundsatzfrage: Wer ist mein Nächster???

Wer ist denn mein Nächster - Wohl doch nicht die ganze Welt! Mein Nächster ist der, dem ich konkret helfen kann, hier vor Ort, oder auch durch Spenden (Sachspenden oder Geld), das in sichere Kanäle fließt, wo die Hilfe dann auch ankommt. Das tue ich mit Bedacht, soweit es meine finanziellen Möglichkeiten zulassen.

Vieles läuft schief auf dieser weiten Erde, meist verursacht von korrupter und menschenverachtender Politik, die meistens einer anderen Religion angehören als wir. Das beschäftigt mich auch in meinen Gedanken.

Ich liebe meinen Herrn Jesus sehr und meinen Gott in dreierlei Gestalten.
Man kann nicht "everybody's darling" sein, das sind für mich Pharisäer. Wenn jemand nicht mein Freund ist, deswegen ist er noch lange nicht mein Feind. Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten für Brüderlichkeit und Solidarität


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 galil?a! 6. Februar 2021 
 

Christa.marga, Schwarz - Weiß - Denken aus dem Vatikan?

Ich glaube schon das der Papst hier recht hat!
Man denke sich nur auf Christus hin dieses Beispiel

Da gab es Menschen ZB die Pharisäer die Christus nicht mochten und gegen in wirken.

Es gab aber auch Menschen die Christus egal war, die sich nicht für seine Lehre interessierten. Habe die sich für das Evangelium engagiert? Vielleicht haben sie ihn sogar geglaubt aber durch ihre Passivität hatte es keine Auswirkung auf ihr Leben. Weil Glaube ohne Liebe tot ist

Und da gab es Menschen wie den Hl. Paulus, die Apostel, die den Herrn liebten, durch diese Liebe mehr ihn in sahen als nur einen Menschen, sondern Gott im Menschen und die brennend das Evangelium verkündeten. Die Liebe für den Herrn lies sie dies alles erblicken!

Und auch in der Familie? Sagen wir nicht alle in Familien gehören zur selben Wurzel. Und wenn Eintracht und Frieden in der Familie ist sind nicht alle wie Brüder und Schwestern. Wenn aber die Liebe fehlt, dann kommt es zu Streit in der Familie, dann entweiht man sich!


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 Ad Verbum Tuum 6. Februar 2021 

@Fleischer

Sehr geehrter Hr. Fleischer, vergelt's Gott für ihre wunderschönen und tiefen Gedanken und Reflektionen zur "Geschwisterlichkeit". Vor allem die Unterscheidung zur tieferen Nächstenliebe.
Die Liebe zum konkreten Nächsten in dem ich immer auch das konkrete Abbild Gottes sehen muss - in der gemeinsamen Liebe auf Gott hin.
Die weltweite Geschwisterlichkeit ist eine abstrakte Schimäre, sie entsteht ggfs. aus der weltweit gelebten Nächstenliebe, sonst ist sie nicht, sie kann nicht angeordnet werden.
Mein Beitrag im weltweiten Maßstab begrenzt sich meist auf Spenden die vor Ort in Nächstenliebe wirken soll.


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 Stefan Fleischer 6. Februar 2021 

@ stephanus2

Apropos Begriffe: Die beiden Begriffe gehören zum Vokabular - nicht erst seit heute. Spätestens seit der Französischen Revolution sind sie nicht mehr wegzudenken. Sie bezeichnen aber eine ganz andere Lebenshaltung als der Begriff der Nächstenliebe. Ich habe es mir heute Nacht überlegt. Man könnte es vielleicht so erklären: Geschwisterlichkeit ist das schöne Pflaster, das auf die Wunden der Spaltung und des Egoismus, welche die Erbschuld der Menschheit zugefügt hat, gelegt wird in der Hoffnung, diese würden so geheilt oder seinen dann zumindest nicht mehr so brutal sichtbar. Bei der Nächstenliebe aber geht es immer zuerst um das, was wir tun können, um diese tatsächlich zu heilen oder zumindest auf den Weg zur Heilung zu führen. Dazu müssen sie aber meist zuerst offen gelegt und gründlich gereinigt, gegebenenfalls auch die Ursachen erkannt und diese behoben werden. Dies lernt uns auch die Botschaft des Kreuzes unseres Herrn.


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 stephanus2 5. Februar 2021 
 

Ich glaube,

dass die Begriffe Brüderlichkeit und Geschwisterlichkeit nicht vorkommen ! Der Apostel sprach glaube ich in der Einzahl "Wer aber seinen Bruder hasst" ..Es kommt immer auf den einen an , der da ist, auf d e n Nächsten.Brüderlichkeit ist eine undifferenzierte Suppe und ein Freimaurerbegriff (französische Revolution).- Und was galil?a!(heißt vllt galiläa ohne das Fragezeichen ?) nicht gefallen wird, ich höre dem Papst seit langem nicht mehr zu und beschränke mich auf Lesung der Kommentare, um vllt das Wichtigste mitzubekommen.Ich mag den Papst nicht, und ich vertraue ihm nicht.Ich bin Laie und richte mich nach meinem gesunden Menschenverstand und meinem Glauben.


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 Herbstlicht 5. Februar 2021 
 

Super, @SalvatoreMio

Sie haben sich noch um einiges mehr Mühe gemacht, nach der Bedeutung fraglicher Worte zu forschen.
Ciao! Machen Sie´s gut!


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 Stefan Fleischer 5. Februar 2021 

galil?a!

Das Gleischnis hatt m.E. noch einen weiteren Aspekt. Ich glaube, irgenwie sollte er auch hier mit berüksichtigt werden.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/wunde.html


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 galil?a! 5. Februar 2021 
 

Einziger Einwand:

Der Hl. Johannes spricht auch:
Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.
Wir sehen zuerst unsern Nächsten und diese Liebe erfolgt daher vorrangig, weil wir Gott ohne Nächstenliebe nicht sehen können. Wer seinen Nächsten nicht liebt kann Gott nicht sehen.
Wenn wir also unsern Nächsten lieben müssen wir in uns blicken und können so Gott in uns wahrnehmen, weil Gott die Liebe ist. Sicherlich sollen wir alle Lieben um Christi Willen. Aber wer hasst ist in der Finsternis und kann Gott nicht sehen. Wer liebt ist im Licht und Gott ist die Liebe.
Und der Hl. Johannes auch dazu:
Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis.
Hier glaube ich d. Hl. Johannes will uns zu erkennen geben, dass wer sagt er liebt Gott aber Hass für sein Geschwister empfindet noch in der Finsternis ist
Möge Gott uns mehr Gnade geben darüber nachzudenken, weil wir alle in menschlicher Schwachheit behaftet sind.


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 phillip 5. Februar 2021 
 

Menschen, Geschwister und Freunde oder Feinde.

Was der Islam unter einem Menschen, Geschwister und Freund versteht, ergibt sich aus dem Koran und der Kairoer Menschrechtserklärung des Islam: Menschen im vollwertigen Sinne sind ausschließlich “Rechtgläubige”, also Moslems. Nichtgläubige, sog. “Ungläubige, werden nicht als Menschen gesehen und sind daher zum Töten freigegeben. “Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften (Anmerkung durch mich: zB zu Missionieren und mit einem Kreuz eine Moschee zu betreten), soll dies sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits ist für sie eine gewaltige Pein bestimmt (sure 5:33).
Sind das die Menschen, Freunde und Geschwister, mit denen der Papst der „Einen-Welt-Religion“ das Wort redet?


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 galil?a! 5. Februar 2021 
 

Stefan Fleischer u Lesa was sie schreiben gefällt mir sehr gut

Im Gleichnis d. barmherzigen Samariters wird ja auch der halbtotgeschlagene Mann er steht wahrscheinlich für die Menschheit die in Sünde darniederlag vom Herrn zu Herberge, die Kirche geführt und der Herr gab dem Wirt (ZB Priester, Apostel zwei Denare (Lehre) womit sie die Sünden d. Kranken wieder heilen sollten. Man könnte sich darunter die 2 Testamente denken oder weil die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.
Die Nächstenliebe hat aber als Frucht die Geschwisterlichkeit. So wie der Hl. Johannes auch sagt Gott ist die Liebe. Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht. Also steht Licht für Liebe und Hass für Finsternis. Oder auch: Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis.


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 SalvatoreMio 5. Februar 2021 
 

Wortbegriffe : libertà - fratellanza

@Herbstlicht! Sehr herzlichen Dank! Hab auch nochmal reflektiert: Es heißt ja auch: libertà, ugualità, fraternità. Fraternità könnte jedem Mitmenschen gelten, während "fratellanza" eher "Bruderschaft" bedeutet und schon eine gewisse eingeschworene Gemeinschaft meint: (Familienbande, Sportgruppe, politische Gruppe usw.). Es sind bedeutsame Unterschiede.


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 Stefan Fleischer 5. Februar 2021 

@ lesa

Ich habe versucht deutlich zu machen, dass zwischen dem, was heute vielerorts als Geschwisterlichkeit bezeichnet wird und z.B. der christlichen Barmherzigkeit ein grundsätzlicher Unterschied besteht. Bei der Geschwisterlichkeit im Sinn dieser Welt kann man problemlos Gott und insbesondere auch das Kreuz Christi ausklammern. Nächstenliebe im christlichen Sinn gibt es nicht ohne Gottesbeziehung, ohne Erlösung, auch wenn heute viele Theologen und Hirten das so verkaufen wollen. Oder anders gesagt, wir lieben unsere Nächsten aus Liebe zu Gott, in seinem Auftrag und mit seiner Hilfe. Die Welt jedoch glaubt, eine bessere «geschwisterlichere» Welt auch ohne Gott schaffen zu können. Das aber ist ein grosser Trugschluss. Das hat noch nie wirklich funktioniert und wird nie funktionieren. Und der Grund dafür ist, dass dies im Tiefsten einfach mehr oder weniger ausgeprägter Egoismus ist: «Seht, wie gut ich bin!»


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 Alecos 5. Februar 2021 
 

Im Vatikan werden nicht selten Brüder wie Feinde und Feinde wie Brüder behandelt. Traurig.


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 Alecos 5. Februar 2021 
 

Papst sollte Geschwisterlichkeit endlich Kardinal Zen u. der verzweifelten Untergrundkirche erweisen


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 Stefan Fleischer 5. Februar 2021 

@ galil?a!

So wie ich Ihren Text verstehe, handelt es sich bei Ihren Ansprüchen an uns Jünger des Herrn genau nicht um Geschwisterlichkeit in dem Sinn, wie sie heute (und auch früher schon) oft verstanden wird. Das ist jene Liebe zum Nächsten, zu der uns Gott im zweiten Hauptgebot verpflichtet. Diesen Unterschied müssen wir leben und der Welt klar machen.


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 Herbstlicht 5. Februar 2021 
 

"... entweder Geschwister - oder Feinde"

Nein, ich glaube nicht, dass wir dies "ruhig so sagen" können, es scheint mir verkürzt.
Es gibt sicher auch eine akzeptable Form dazwischen: gegenseitiger Willen zum Frieden, Achtung und Respekt erweisen, dem anderen nichts Übles wollen, einander zuhören u.s.w.

Wenn Franziskus eine Beziehung auf "Geschwister oder Feinde" reduziert, dann würde ich mir wünschen, dass er seine Brüderlichkeit auch auf die Untergrundchristen in China ausweitet und ebenso auf Kardinal Zen.
Auch würden sich bestimmt jene Kardinäle freuen oder hätten sich gefreut (als sie noch lebten), die um eine Begegnung ersucht haben, aber nicht gewährt bekamen.


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 Christa.marga 5. Februar 2021 
 

Schwarz - Weiß - Denken aus dem Vatikan

Geschwister oder Feinde...,
Gut oder Böse...,
Schwarz oder Weiß...

Es gibt in meinen Augen noch jede Menge Schattierungen dazwischen.
Wir bekommen wieder mal ein schlechtes Gewissen eingeimpft vom Papst, wenn wir das Ganze etwas differenzierter betrachten.

""Sich nicht zu kümmern, sei eine "subtile Form der Feindschaft", so der Papst. Es müsse Schluss sein mit der "Technik des Wegschauens, sich um andere nicht zu kümmern"".

Das ist schon eine krasse Aussage!


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 Herbstlicht 5. Februar 2021 
 

@SalvatoreMio

fratellanza = Brüderschaft, Brüderlichkeit
fraternità = 1. Brüderlichkeit, Brüderschaft
2. Bruderschaft

(Quelle: Langensscheidts Handwörterbuch Italienisch)


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 JuM+ 5. Februar 2021 
 

Wer braucht die UNierte Amtskirche?

Es gibt genug NGOs, die sich diesem Thema annehmen.

Apropos "Technik des Wegschauens, sich um andere nicht zu kümmern":
Wer schaut denn weg bei McCarrick & Co?
Wo bleibt die Geschwisterlichkeit mit den ermordetetn Ungeborenen?
Warum wird die Geschwisterlichkeit mit der Tradition nicht gelebt?


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 lesa 5. Februar 2021 

Auf das eigene Tun und Handeln kommt es an

Wert[email protected] Fleischer: Sie sprechen ein (vermutlich stark mit den Mediengewohnheiten zusammenhängendes Phänomen unserer Zeit an: Der Fokus ist ständig auf das gerichtet, was die anderen alles tun oder tun sollten - mit einem Schwall von Worthülsen im Gefolge kommentiert.
Anders der barmherzige Samariter. Jesus fragte den Gesetzesgelehrten: "Wer hat sich (dem unter die Ruber Gefallenen) als NÄCHSTER erwiesen?" Der Gesetzesgelehrte antwortete: "Der, der die Barmherzigkeit an ihm übte". Jesus sprach zu ihm: "Dann geh und handle genauso."
Nagelprobe für jeden von uns (nicht für die anderen!)


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 SalvatoreMio 5. Februar 2021 
 

Fratellanza - fraternità

FNO: Wissen Sie mehr? Es würde mich interessieren: gibt es einen Unterschied zwischen fratellanza und fraternità? Bislang kannte ich nur Letzteres.


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 lakota 5. Februar 2021 
 

@giovanni1

...und wenn man schon erlebt hat, daß sich Geschwister noch am Grab der Eltern um das Erbe streiten...

Der Begriff Brüderlichkeit hat lange für Einigkeit gestanden (siehe unsere Nationalhymne), aber was soll Geschwisterlichkeit ausdrücken?


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 galil?a! 5. Februar 2021 
 

Ich danke den Papst für seine Hingabe in der Frage der Geschwisterlichkeit

Der Teufel ist es der uns trennen will voneinander. Er sät Streit, Hass und Zorn und erzeugt Parteiungen um uns voneinander zu trennen.

Einziges Heilmittel dagegen ist die Liebe die Einheit erzeugt.

So will der Teufel und dazu bringen, dass wir ZB den Sünder oder Gottlosen, Ungläubigen hassen und uns von ihnen abtrennen. Aber nur damit wir Christen die Sünder, Gottlosen u. Ungläubigen nicht heilen können mit den Wort Gottes durch die Gnade Gottes!

Daher wollte der Herr auch immer, dass sich die Kirche den Geringsten zuwendet sich der Sünder annimmt. So wie der Hl. Paulus zu den Heiden predigte und viele die damals Götzenanbeter waren verbrannten ihre Götzen und bekehrten sich zum Herrn. Die Liebe zu allen Menschen ermöglicht diesen Dienst. Daher sollen wir auch immer für alle Menschen beten, wie der Hl. Paulus im Hl. Geist anordnet. 1 Tim 2,3-4

Das ist recht und gefällt Gott, unserem Retter er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.


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 Stefan Fleischer 5. Februar 2021 

Und zudem

Beim Reden von Brüderlicheit/Geschwisterlichkeit ist es meist der Fall, dass man sich auf Forderungen an die anderen konzentiert. Das ist bei der Rede von der Nächstenliebe viel schwieriger. Hier mahn schnell einmal ein einigermassen gut gesvchultes Gewissen: "Und du selbst? Wike steht es bei dir?


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 Stefan Fleischer 5. Februar 2021 

Warum

wird heute immer nur von Brüderlichkeit bzw. Geschwisterlichkeit gesprochen statt von der (christlichen) Nächstenliebe? Ich kann, ja ich muss als Christ, auch meine Feinde lieben. Das ist aber etwas ganz anderes als diese beiden schwammigen Begriffe, welche im Übrigen noch nie in der ganzen Weltgeschichte auch nur einigermassen funktioniert haben, besonders dort nicht, wo sie besonders lauthals proklamiert wurden.


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 giovanni1 5. Februar 2021 
 

Geschwisterlichkeit

Wenn man bedenkt, wieviel Geschwister im Streit miteinander leben, sollte man wahrheitsgemäß auf einen solchen nichtbiblischen Begriff verzichten. Vielleicht doch eine Wunschvorstellung von Einzelkindern?


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 lesa 5. Februar 2021 

Der explizite Bezug auf die christliche Offenbarung ist der einzige Garant

Ohne den expliziten Bezug auf die christliche Offenbarung hört es sich sehr schnell auf mit der "Brüderlichkeit".


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 lesa 5. Februar 2021 

@FNO: Nur ein Beispiel ...
Es gibt aber Gott sei Dank auch in den deutschsprachigen Vatikanstellen Leute, gerade auch Frauen, die intelligent genug sind, um nicht zu gendern. Ihnen ein Dankeschön!


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 golden 5. Februar 2021 
 

Entdifferenzierung

unklare Begriffe führen ins Chaos.Kain und Abel zeigen, dass Menschen wohl Feinde und Geschwister sein können.Das zeigen durch die Geschichte die vielen Bruder- und Bürgerkriege.Rückkehr zur Klarheit der Bibel ! Das Pseudo-Fraernitätsgedusel bei internationalen "Häppchenfeten" und mutuale Lobhudelei ist kein Lebensgefühl hungernder oder bewaffneter bzw. ausbeuterischer Menschen, und die bilden das Gros.Nur des lebendigen Gottes Gebot ruft die Menschheit vom Abgrund zurück und kein philantropischer Augenaufschlag fürs Harmoniealbum !!!


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 FNO 5. Februar 2021 

Brüderlichkeit

Der UN-Welttag heißt "Giornata Internazionale della Fratellanza", so auf vatican.va. Die deutsche Übersetzung der "Brüderlichkeit" mit dem inexistenten Wort "Geschwisterlichkeit" ist unzutreffend, wird aber von den deutsch-vatikanischen Stellen wie auch dem Sekretariat der DBK u.a. seit 2013 gender-politisch bevorzugt.


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 wedlerg 5. Februar 2021 
 

Btter

Auf der ganzen Welt werden Christen verfolgt,

von Islamisten und Islamischen Staaten (von Indonesien bis Nigeria), von Kommunisten (von China bis Kuba), von Nationalisten (v.a. in Indien), von Säkularen Progressivisten (Im Westen) - und darüber kein Wort, weil die große Geschwisterlichkeit unter den Verfolgern und Wegschauern erhalten bleiben muss.


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 Winrod 5. Februar 2021 
 

Geschwister oder Feinde?

Nein, dazwischen gibt es noch etwas: Klugheit und Vorsicht.


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 leodorn 5. Februar 2021 
 

Zeitgeist-Vatikan

"Wir können es ruhig so sagen: entweder Geschwister oder Feinde", - also kann man mit ruhigem Gewissen die große Spaltung der Menschheit beantragen?
Der Papst merkt die Selbstwidersprüchlichkeit seines "Argumentes" nicht. Außerdem fehlen die "näheren Durchführungsbestimmungen" seines „Dekrets“. Diese den UNO überlassen, führt zu Chaos und Ungeschwisterlichkeit ohne Ende. Und die gute alte Brüderlichkeit hat ausgedient?
Muß der Vatikan auf jeden Zug dieser verwirrten Zeit aufspringen?
LD


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