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Lackner: Weihnachten ist Absage gegen jede "Ich-Religion"

26. Dezember 2020 in Österreich, 8 Lesermeinungen
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Bischofskonferenz-Vorsitzender in Christtags-Predigt: Not und Dramatik der biblischen Schilderungen als Auftrag, Gott in den "Armen und Zerschlagenen" zu suchen


Salzburg  (kath.net/KAP-ÖBK) Die Anwesenheit und Begleitung Gottes inmitten der Verwundungen der Welt hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner als zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes hervorgehoben. "Wir sind nicht allein! Gott ist mit uns und er ist es vor allem mit den Armen und Zerschlagenen. Dort ist er auch zu suchen und dort ist ihm zu begegnen", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz beim Hochamt zum Christtag im Salzburger Dom. Die teils "deftig anmutenden" biblischen Texte von Weihnachten zeigten ein Bild von Jesus, das heutigen Trends auch in der Glaubenshaltung entgegenstehe. Es sei auch eine "Absage jeglicher Form einer Ich-Religion", welche etwa in der gängigen Aussage "Ich habe meinen Glauben" durchscheine, so der Erzbischof.

Dass laut dem Prolog des Johannesevangeliums "das Wort Fleisch geworden" und Gott somit "menschliche Hinfälligkeit" angenommen habe, sei eine Ausdrucksform, die man sonst weder in der römisch-griechischen Antike noch im Alten Testament finde, betonte Lackner. Es bezeichne die tiefe Bedeutung der Mission von Jesus Christus, der nicht im eigenen Namen aufgetreten sei, sondern sich gesendet wusste. Dieses Gesendetsein bezeichnete der Erzbischof als das "Tröstlichste im christlichen Glauben": Christen seien nicht in eigener Mission unterwegs und müssten "nicht alles allein tun, von der eigenen Festplatte runterladen". Vielmehr könnten sie mit Gottes Verheißung von "Erlösung und Heilung, wenn die Welt nicht aufhören kann, Wunden zu schlagen, Hoffnungen zu enttäuschen", rechnen.


Wer sich senden lasse, werde nicht niedergedrückt, sondern aufgerichtet und bekomme Kraft, Mut und Freude geschenkt, so der Salzburger Oberhirte weiter. Diese Grundhaltung habe Jesus vermittelt - wie auch die Unscheinbarkeit, mit der der "Gottmensch" im "toten Winkel von Jerusalem" zur Welt gekommen sei und den Großteil seines Lebens im Verborgenen geführt habe: "Nicht triumphierend, sondern arm, leise, von der Allgemeinheit unerkannt." Auftrag der Christen sei es, "im Sinne Jesu Mensch zu werden" und sein Werk der Verkündigung und Nächstenliebe weiterzuführen. Dies sei, so Lackner, die "frohe Botschaft von Weihnachten" und solle nicht nur einmal im Jahr, sondern als "Normalfall" umgesetzt werden.

Im Blick auf die besonderen Umstände von Weihnachten in der Corona-Pandemie höre er immer wieder von Menschen, es tue ihnen "gut, einmal auf das viele Brimborium um dieses schlichte Fest herum zu verzichten", bemerkte Lackner, der zugleich betonte, er wolle "nicht aus der Not eine Tugend machen oder gar irgendwelche Mängel seitens der Bischöfe, die man uns zuweilen sehr heftig nachsagt, im Nachhinein rechtfertigen". Die Kirche habe im Lauf der Geschichte "die wohl viel schwierigeren Umstände in der Heiligen Nacht zu sehr glorifiziert", verwies der Erzbischof auf die "unvergleichlich tristen" Schilderungen des ersten Weihnachtsgeschehens. Die Not von Bethlehem, wo in den Herbergen kein Platz für die heilige Familie vor der Niederkunft Mariens war, sei dabei bloß die "Ouvertüre" für die "unverhältnismäßig viel größere Armut" des Kreuzestodes Jesu auf Golgotha. Sie könne mithelfen, "unsere Not ein wenig leichter zu verstehen", so Lackner.


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Lesermeinungen

 Mangold 29. Dezember 2020 

Nichts gelernt!

. Die Kirche habe im Lauf der Geschichte "die wohl viel schwierigeren Umstände in der Heiligen Nacht zu sehr glorifiziert", verwies der Erzbischof auf die "unvergleichlich tristen" Schilderungen des ersten Weihnachtsgeschehens. Die Not von Bethlehem, wo in den Herbergen kein Platz für die heilige Familie vor der Niederkunft Mariens war, sei dabei bloß die "Ouvertüre"...>> dazu OSTERN: Kirchen verrammelt. Mein Brief an den EB wurde labidar nach 4 Wochen beantwortet, vorher konnte ich noch in gloria.tv lesen, daß er sich über die Jammerei Vieler beschwerte ... nun Geburt Jesu, wird man wieder von den Kirchen ausgesperrt, es ist ☹. Ist das tatsächlich noch meine Kirche, mein Glaube ist GOTT-vertrauen, nicht den Angsthasen hinterherlaufen. Alles abgesagt - Ist nicht Jesus der Anfang und das Ende dem sich KEINER entziehen kann? Erschreckend!


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 phillip 27. Dezember 2020 
 

Was "Sein Glaube" ist, ist mir so ziemlich egal,

mein-GLAUBE lautet:

"Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.


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 Stefan Fleischer 27. Dezember 2020 

Im Übrigen aber denke ich

Der Glaube vieler Katholiken heute
ist nicht mehr katholisch.
Er umfasst nicht mehr den ganzen Glauben.


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 aronia 26. Dezember 2020 
 

Wer frönt denn hier eigentlich mehr einer "Ich-Religion" als unsere Hirten?!

Wenn man die Kirchen vor den Gläubigen versperrt, um dann hinter verschlossenen Türen alleine die Hl. Messe zu feiern, ist das "Ich-Religion" in Reinform - wie sie anschaulicher nicht mehr geht!!

Herr Erzbischof, reflektieren Sie bitte in Zukunft Ihr eigenes Verhalten, bevor Sie wieder große Sprüche klopfen!!


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 laudeturJC 26. Dezember 2020 

Seltsame

unkatholische Gedankengänge, stattdessen eine Art weltlicher Obstsalat aus zerdrückten politischen Früchten mit ein bisschen Kirchensauce...


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 Stefan Fleischer 26. Dezember 2020 

@ ottokar

Beim Warten auf einen Besuch habe ich mir gerade überlegt, ob wir nicht voll auf eine moralistisch-therapeutische Christentum zulaufen.
In einem Text habe schon vor einem Jahr einmal geschrieben:
«Nun könnte man sagen, es würde doch genügen, in diese Lehre (den MTD) noch Christus irgendwie zu integrieren. Dann hätten wir ein moralisch-therapeutisches Christentum, in welchem praktisch alle noch trennenden Glaubensfragen gelöst wären, dann hätten wir die perfekte Ökumene. Das Problem ist nur, wie lässt sich Christus hier integrieren? Viele versuchen es ganz unbewusst, indem sie die Person dieses Jesus von Nazareth in den Vordergrund rücken, in ihm allein unseren Bruder sehen, die Nachfolge seiner Jünger darauf beschränken, Gutes zu tun und ein moralisch einwandfreies Leben zu führen, soweit dies uns möglich ist.»
Sind wir nicht heute nicht schon recht weit auf diesem Weg?


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 ottokar 26. Dezember 2020 
 

Lieber Stefan Fleischer, wie recht Sie haben:

Wie heisst es doch im weihnachtlichen Johannesevangelium : "Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.Er kam in sein Eigentum, doch die Seinigen nahmen ihn nicht auf." Das erschütter mich immer wieder zutiefst, denn es beschreibt die Selbstbezogenheit unsere Zeit.


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 Stefan Fleischer 26. Dezember 2020 

Was mir auffällt

und zwar mehr als in all den Jahren zuvor, ist, wie sehr heute in den allermeisten Kommentaren zu Weihnachachten das irdische Heil des Menschen in den Vordergrund gerückt, oft sogar – bewusst oder unbewusst - als der tiefste Sinn und Zweck dieses Festes dargestellt wird. Dem war in meiner Jugend nicht so. Eine bessere Welt war immer nur die Folge der Erlösung aus Sünde und Schuld, die Geburt unseres Herrn immer nur der erste Schritt auf dem Weg, den der Herr zu unserem ewigen Heil gegangen ist. Manchmal frage ich mich wirklich, ob das noch der gleiche Glaube, die gleiche Kirche wie damals ist.


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