Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. Menschenrecht auf Abtreibung?
  12. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  13. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus

Lackner: Weihnachten ist Absage gegen jede "Ich-Religion"

26. Dezember 2020 in Österreich, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz-Vorsitzender in Christtags-Predigt: Not und Dramatik der biblischen Schilderungen als Auftrag, Gott in den "Armen und Zerschlagenen" zu suchen


Salzburg  (kath.net/KAP-ÖBK) Die Anwesenheit und Begleitung Gottes inmitten der Verwundungen der Welt hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner als zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes hervorgehoben. "Wir sind nicht allein! Gott ist mit uns und er ist es vor allem mit den Armen und Zerschlagenen. Dort ist er auch zu suchen und dort ist ihm zu begegnen", sagte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz beim Hochamt zum Christtag im Salzburger Dom. Die teils "deftig anmutenden" biblischen Texte von Weihnachten zeigten ein Bild von Jesus, das heutigen Trends auch in der Glaubenshaltung entgegenstehe. Es sei auch eine "Absage jeglicher Form einer Ich-Religion", welche etwa in der gängigen Aussage "Ich habe meinen Glauben" durchscheine, so der Erzbischof.

Dass laut dem Prolog des Johannesevangeliums "das Wort Fleisch geworden" und Gott somit "menschliche Hinfälligkeit" angenommen habe, sei eine Ausdrucksform, die man sonst weder in der römisch-griechischen Antike noch im Alten Testament finde, betonte Lackner. Es bezeichne die tiefe Bedeutung der Mission von Jesus Christus, der nicht im eigenen Namen aufgetreten sei, sondern sich gesendet wusste. Dieses Gesendetsein bezeichnete der Erzbischof als das "Tröstlichste im christlichen Glauben": Christen seien nicht in eigener Mission unterwegs und müssten "nicht alles allein tun, von der eigenen Festplatte runterladen". Vielmehr könnten sie mit Gottes Verheißung von "Erlösung und Heilung, wenn die Welt nicht aufhören kann, Wunden zu schlagen, Hoffnungen zu enttäuschen", rechnen.


Wer sich senden lasse, werde nicht niedergedrückt, sondern aufgerichtet und bekomme Kraft, Mut und Freude geschenkt, so der Salzburger Oberhirte weiter. Diese Grundhaltung habe Jesus vermittelt - wie auch die Unscheinbarkeit, mit der der "Gottmensch" im "toten Winkel von Jerusalem" zur Welt gekommen sei und den Großteil seines Lebens im Verborgenen geführt habe: "Nicht triumphierend, sondern arm, leise, von der Allgemeinheit unerkannt." Auftrag der Christen sei es, "im Sinne Jesu Mensch zu werden" und sein Werk der Verkündigung und Nächstenliebe weiterzuführen. Dies sei, so Lackner, die "frohe Botschaft von Weihnachten" und solle nicht nur einmal im Jahr, sondern als "Normalfall" umgesetzt werden.

Im Blick auf die besonderen Umstände von Weihnachten in der Corona-Pandemie höre er immer wieder von Menschen, es tue ihnen "gut, einmal auf das viele Brimborium um dieses schlichte Fest herum zu verzichten", bemerkte Lackner, der zugleich betonte, er wolle "nicht aus der Not eine Tugend machen oder gar irgendwelche Mängel seitens der Bischöfe, die man uns zuweilen sehr heftig nachsagt, im Nachhinein rechtfertigen". Die Kirche habe im Lauf der Geschichte "die wohl viel schwierigeren Umstände in der Heiligen Nacht zu sehr glorifiziert", verwies der Erzbischof auf die "unvergleichlich tristen" Schilderungen des ersten Weihnachtsgeschehens. Die Not von Bethlehem, wo in den Herbergen kein Platz für die heilige Familie vor der Niederkunft Mariens war, sei dabei bloß die "Ouvertüre" für die "unverhältnismäßig viel größere Armut" des Kreuzestodes Jesu auf Golgotha. Sie könne mithelfen, "unsere Not ein wenig leichter zu verstehen", so Lackner.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  9. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  10. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  11. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  12. Ein Frühstück für den Verleugner
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  15. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz