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Mexiko: Laien initiieren landesweite Marienweihe am Guadalupe-Tag

2. Dezember 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Erstmalige über WhatsApp organisierte Initiative mit hunderttausenden Beteiligten - Höhepunkt ist der nationale Marienfeiertag am 12. Dezember


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Eine traditionelle Frömmigkeitsform der katholischen Kirche erlebt derzeit in Mexiko eine neue Blüte: Hunderttausende Menschen bereiten sich in diesen Tagen via Smartphone auf ihre Weihe an die Gottesmutter Maria am 12. Dezember vor. Die Initiative "Ganz Mexiko weiht sich der Jungfrau von Guadalupe" ("Todo Mexico se consagra") wurde vom Zuständigen der Bischofskonferenz für das Laienapostolat, Bischof Victor Alejandro Ledezma, gestartet und von bekannten Katholiken aus Mexiko beworben. Sie richtet sich besonders an Einzelpersonen, Familien und Menschen, die eher distanziert zum Glauben sind, ebenso jedoch auch an in den Pfarren aktive Laien oder Personen des geweihten Lebens.

Den Organisatoren zufolge haben sich bisher an die 300.000 Personen für die Weihe zentral registriert. In hunderten Gruppen auf Messenger-Diensten wie WhatsApp und Telegram absolvieren sie ein Vorbereitungsprogramm - Glaubenskurs und Gebete - von täglich einer halben Stunde. Die Beteiligung sei "exponentiell gewachsen", zumal sich national weithin bekannte Prediger, große kirchliche Bewegungen, Orden, Pfarrgemeinden und sogar Firmen der Initiative angeschlossen und auf den je eigenen Kommunikationskanälen übernommen hätten, berichtete die Gesamtkoordinatorin Edith Chavez Johnston am Mittwoch der Nachrichtenagentur Kathpress. Daher schätze man die Zahl der insgesamt Beteiligten bereits auf "mehrere Millionen".

Die Weihe sei schon mehrere Jahre geplant gewesen, "aber dann kam die Pandemie", sagte die Koordinatorin. So sei man von der Vorbereitung in vielen Kleingruppen abgekommen und auf WhatsApp und Co. ausgewichen. Höhe- und Zielpunkt ist das feierliche Weiheversprechen, das die Teilnehmer im Rahmen von Eucharistiefeiern rund um den 12. Dezember, dem Festtag der mexikanischen Kirchenpatronin Maria von Guadalupe, ablegen. Aufgrund der Lockdown-Bestimmungen werden die teils von Bischöfen geleiteten Gottesdienste - darunter auch aus der für die Öffentlichkeit geschlossenen Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt - via Livestream übertragen und von den Beteiligten an den Bildschirmen mitgefeiert.

Maria als Beschützerin in Bedrängnis verehrt

Maria wird im katholischen Glauben als Fürsprecherin und Beschützerin in Bedrängnis verehrt. Bei der Weihe an sie werden Einzelpersonen oder Gruppen, Kirchen, Klöster, Diözesen oder auch Nationen der ihrer Fürbitte und ihrem besonderen Schutz anvertraut. Bereits am vorjährigen 12. Dezember hatte der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, ganz Lateinamerika und die Karibik der Jungfrau von Guadalupe geweiht, deren Fest auf diesen Tag fällt. Erinnert wird dabei an die Marienerscheinung des Indios Juan Diego Cuauhtlatoatzin im Jahr 1531.

Bei der nunmehr praktizierten Weihe handelt es sich jedoch um eine Sonderform, die auf den französischen Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716) zurückgeht und deutlich umfassender ist. Die sogenannte Ganzhingabe an Jesus durch Maria wird von Einzelpersonen durchgeführt, die sich darauf 33 Tage lang vorbereiten. Beim Weiheakt erneuern die Teilnehmer ihr Taufversprechen, übergeben alle Lebensbereiche Maria und verpflichten sich zum Befolgen der Vorgaben des Evangeliums. Durch die jährliche Wiederholung wird eine notwendige ständige Bekehrung und Glaubenserneuerung unterstrichen.

Die Mexikaner seien heute "längst nicht mehr 100 Prozent katholisch, aber doch alle Verehrer der Jungfrau von Guadalupe", erklärte der Weihbischof von Morelia, Herculano Medina Garfias, die Hintergründe von "Ganz Mexiko". Angesichts der zahlreichen enormen Probleme des Landes - der Bischof nannte hier außer der Corona-Pandemie u.a. die hohe Gewalt und Kriminalität sowie die Ungleichheit und Armut, ebenso jedoch auch schlechte Bezahlung und Ausnutzung von Fabriksarbeitern, den Menschenhandel und die steigende Zahl von Abtreibungen - sei eine "Umkehr zu Gott" vonnöten. Die Marienweihe solle einen Wandel in der mexikanischen Gesellschaft einleiten.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Waldi 3. Dezember 2020 
 

Es ist erschreckend,

dass die Marienerscheinungen in der Neuen Welt vom 9. bis 12. Dezember 1531, im "Christlichen Abendland" so wenig Beachtung finden. Über diesen Link lege ich schon seit 16 Jahren Gebete der Morenita von Guadalupe in Mexiko zu Füßen, die dort gespeichert werden und abrufbar sind - und virtuell eine Kerze dazu. Aber noch nie ist es mir gelungen, unter der riesisigen Menge dort eingegangener Gebete aus aller Welt, auch nur ein ein einziges in deutscher Sprache zu entdecken. Trotzdem, dass Paul Badde 2004 in seinem herrlichen Buch: "Maria von Guadalupe - wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb", diese wunderbare Geschichte den deutschen Lesern zugänglich gemacht hat!
Hier noch einmal der Link, ich hoffe dass der Aufruf funktioniert:

http://www.sancta.org/cgi/opro/post_opro.html

www.sancta.org/cgi/opro/post_opro.html


1
 
 aronia 2. Dezember 2020 
 

Der 8. Dezember, das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens,

ist doch eigentlich der Tag, an dem die meisten Katholiken ihre Marienweihe ablegen oder erneuern.
Mag schon sein, dass der Erscheinungstag der Jungfrau von Guadelupe in der Neuen Welt dafür beliebter ist.
Erbitten wir an beiden Tagen alle Gnaden, die uns die Gottesmutter schenken will.


3
 

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