Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  4. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Mexiko: Laien initiieren landesweite Marienweihe am Guadalupe-Tag

2. Dezember 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erstmalige über WhatsApp organisierte Initiative mit hunderttausenden Beteiligten - Höhepunkt ist der nationale Marienfeiertag am 12. Dezember


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Eine traditionelle Frömmigkeitsform der katholischen Kirche erlebt derzeit in Mexiko eine neue Blüte: Hunderttausende Menschen bereiten sich in diesen Tagen via Smartphone auf ihre Weihe an die Gottesmutter Maria am 12. Dezember vor. Die Initiative "Ganz Mexiko weiht sich der Jungfrau von Guadalupe" ("Todo Mexico se consagra") wurde vom Zuständigen der Bischofskonferenz für das Laienapostolat, Bischof Victor Alejandro Ledezma, gestartet und von bekannten Katholiken aus Mexiko beworben. Sie richtet sich besonders an Einzelpersonen, Familien und Menschen, die eher distanziert zum Glauben sind, ebenso jedoch auch an in den Pfarren aktive Laien oder Personen des geweihten Lebens.

Den Organisatoren zufolge haben sich bisher an die 300.000 Personen für die Weihe zentral registriert. In hunderten Gruppen auf Messenger-Diensten wie WhatsApp und Telegram absolvieren sie ein Vorbereitungsprogramm - Glaubenskurs und Gebete - von täglich einer halben Stunde. Die Beteiligung sei "exponentiell gewachsen", zumal sich national weithin bekannte Prediger, große kirchliche Bewegungen, Orden, Pfarrgemeinden und sogar Firmen der Initiative angeschlossen und auf den je eigenen Kommunikationskanälen übernommen hätten, berichtete die Gesamtkoordinatorin Edith Chavez Johnston am Mittwoch der Nachrichtenagentur Kathpress. Daher schätze man die Zahl der insgesamt Beteiligten bereits auf "mehrere Millionen".


Die Weihe sei schon mehrere Jahre geplant gewesen, "aber dann kam die Pandemie", sagte die Koordinatorin. So sei man von der Vorbereitung in vielen Kleingruppen abgekommen und auf WhatsApp und Co. ausgewichen. Höhe- und Zielpunkt ist das feierliche Weiheversprechen, das die Teilnehmer im Rahmen von Eucharistiefeiern rund um den 12. Dezember, dem Festtag der mexikanischen Kirchenpatronin Maria von Guadalupe, ablegen. Aufgrund der Lockdown-Bestimmungen werden die teils von Bischöfen geleiteten Gottesdienste - darunter auch aus der für die Öffentlichkeit geschlossenen Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt - via Livestream übertragen und von den Beteiligten an den Bildschirmen mitgefeiert.

Maria als Beschützerin in Bedrängnis verehrt

Maria wird im katholischen Glauben als Fürsprecherin und Beschützerin in Bedrängnis verehrt. Bei der Weihe an sie werden Einzelpersonen oder Gruppen, Kirchen, Klöster, Diözesen oder auch Nationen der ihrer Fürbitte und ihrem besonderen Schutz anvertraut. Bereits am vorjährigen 12. Dezember hatte der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, ganz Lateinamerika und die Karibik der Jungfrau von Guadalupe geweiht, deren Fest auf diesen Tag fällt. Erinnert wird dabei an die Marienerscheinung des Indios Juan Diego Cuauhtlatoatzin im Jahr 1531.

Bei der nunmehr praktizierten Weihe handelt es sich jedoch um eine Sonderform, die auf den französischen Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716) zurückgeht und deutlich umfassender ist. Die sogenannte Ganzhingabe an Jesus durch Maria wird von Einzelpersonen durchgeführt, die sich darauf 33 Tage lang vorbereiten. Beim Weiheakt erneuern die Teilnehmer ihr Taufversprechen, übergeben alle Lebensbereiche Maria und verpflichten sich zum Befolgen der Vorgaben des Evangeliums. Durch die jährliche Wiederholung wird eine notwendige ständige Bekehrung und Glaubenserneuerung unterstrichen.

Die Mexikaner seien heute "längst nicht mehr 100 Prozent katholisch, aber doch alle Verehrer der Jungfrau von Guadalupe", erklärte der Weihbischof von Morelia, Herculano Medina Garfias, die Hintergründe von "Ganz Mexiko". Angesichts der zahlreichen enormen Probleme des Landes - der Bischof nannte hier außer der Corona-Pandemie u.a. die hohe Gewalt und Kriminalität sowie die Ungleichheit und Armut, ebenso jedoch auch schlechte Bezahlung und Ausnutzung von Fabriksarbeitern, den Menschenhandel und die steigende Zahl von Abtreibungen - sei eine "Umkehr zu Gott" vonnöten. Die Marienweihe solle einen Wandel in der mexikanischen Gesellschaft einleiten.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  4. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  5. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  6. Zehn Jahre heilig: Feier für Mutter Teresa im Stephansdom
  7. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  8. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  9. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  10. Die Kirche mitten in der Welt
  11. Nicht mehr ernst zu nehmen
  12. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  13. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  14. Kardinäle Müller und Burke empfehlen Mel Gibsons „Die Passion Christi“
  15. Auf Christus schauen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz