Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien

Mexiko: Laien initiieren landesweite Marienweihe am Guadalupe-Tag

2. Dezember 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erstmalige über WhatsApp organisierte Initiative mit hunderttausenden Beteiligten - Höhepunkt ist der nationale Marienfeiertag am 12. Dezember


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Eine traditionelle Frömmigkeitsform der katholischen Kirche erlebt derzeit in Mexiko eine neue Blüte: Hunderttausende Menschen bereiten sich in diesen Tagen via Smartphone auf ihre Weihe an die Gottesmutter Maria am 12. Dezember vor. Die Initiative "Ganz Mexiko weiht sich der Jungfrau von Guadalupe" ("Todo Mexico se consagra") wurde vom Zuständigen der Bischofskonferenz für das Laienapostolat, Bischof Victor Alejandro Ledezma, gestartet und von bekannten Katholiken aus Mexiko beworben. Sie richtet sich besonders an Einzelpersonen, Familien und Menschen, die eher distanziert zum Glauben sind, ebenso jedoch auch an in den Pfarren aktive Laien oder Personen des geweihten Lebens.

Den Organisatoren zufolge haben sich bisher an die 300.000 Personen für die Weihe zentral registriert. In hunderten Gruppen auf Messenger-Diensten wie WhatsApp und Telegram absolvieren sie ein Vorbereitungsprogramm - Glaubenskurs und Gebete - von täglich einer halben Stunde. Die Beteiligung sei "exponentiell gewachsen", zumal sich national weithin bekannte Prediger, große kirchliche Bewegungen, Orden, Pfarrgemeinden und sogar Firmen der Initiative angeschlossen und auf den je eigenen Kommunikationskanälen übernommen hätten, berichtete die Gesamtkoordinatorin Edith Chavez Johnston am Mittwoch der Nachrichtenagentur Kathpress. Daher schätze man die Zahl der insgesamt Beteiligten bereits auf "mehrere Millionen".


Die Weihe sei schon mehrere Jahre geplant gewesen, "aber dann kam die Pandemie", sagte die Koordinatorin. So sei man von der Vorbereitung in vielen Kleingruppen abgekommen und auf WhatsApp und Co. ausgewichen. Höhe- und Zielpunkt ist das feierliche Weiheversprechen, das die Teilnehmer im Rahmen von Eucharistiefeiern rund um den 12. Dezember, dem Festtag der mexikanischen Kirchenpatronin Maria von Guadalupe, ablegen. Aufgrund der Lockdown-Bestimmungen werden die teils von Bischöfen geleiteten Gottesdienste - darunter auch aus der für die Öffentlichkeit geschlossenen Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt - via Livestream übertragen und von den Beteiligten an den Bildschirmen mitgefeiert.

Maria als Beschützerin in Bedrängnis verehrt

Maria wird im katholischen Glauben als Fürsprecherin und Beschützerin in Bedrängnis verehrt. Bei der Weihe an sie werden Einzelpersonen oder Gruppen, Kirchen, Klöster, Diözesen oder auch Nationen der ihrer Fürbitte und ihrem besonderen Schutz anvertraut. Bereits am vorjährigen 12. Dezember hatte der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, ganz Lateinamerika und die Karibik der Jungfrau von Guadalupe geweiht, deren Fest auf diesen Tag fällt. Erinnert wird dabei an die Marienerscheinung des Indios Juan Diego Cuauhtlatoatzin im Jahr 1531.

Bei der nunmehr praktizierten Weihe handelt es sich jedoch um eine Sonderform, die auf den französischen Heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716) zurückgeht und deutlich umfassender ist. Die sogenannte Ganzhingabe an Jesus durch Maria wird von Einzelpersonen durchgeführt, die sich darauf 33 Tage lang vorbereiten. Beim Weiheakt erneuern die Teilnehmer ihr Taufversprechen, übergeben alle Lebensbereiche Maria und verpflichten sich zum Befolgen der Vorgaben des Evangeliums. Durch die jährliche Wiederholung wird eine notwendige ständige Bekehrung und Glaubenserneuerung unterstrichen.

Die Mexikaner seien heute "längst nicht mehr 100 Prozent katholisch, aber doch alle Verehrer der Jungfrau von Guadalupe", erklärte der Weihbischof von Morelia, Herculano Medina Garfias, die Hintergründe von "Ganz Mexiko". Angesichts der zahlreichen enormen Probleme des Landes - der Bischof nannte hier außer der Corona-Pandemie u.a. die hohe Gewalt und Kriminalität sowie die Ungleichheit und Armut, ebenso jedoch auch schlechte Bezahlung und Ausnutzung von Fabriksarbeitern, den Menschenhandel und die steigende Zahl von Abtreibungen - sei eine "Umkehr zu Gott" vonnöten. Die Marienweihe solle einen Wandel in der mexikanischen Gesellschaft einleiten.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  14. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  15. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz