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„Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“

27. Oktober 2020 in Weltkirche, 34 Lesermeinungen
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Brief von Papst Franziskus anlässlich verschiedener Jahrestage: „Zu Europa möchte ich also sagen: Du, die du im Laufe der Jahrhunderte Ideale geschmiedet hast und nun deinen Schwung zu verlieren scheinst…“


Vatikan-Brüssel (kath.net) Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den der Papst anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Europäischen Union und des 50. Jahrestags der Präsenz des Heiligen Stuhls als Ständiger Beobachter beim Europarat an den Kardinalstaatssekretär gerichtet hat.

Zu diesen Jubiläen war vom 28. bis 30. Oktober ein Besuch von Kardinal Parolin in Brüssel geplant, der allerdings wegen des sich verschärfenden Gesundheitsnotstands abgesagt werden musste. Es ist vorgesehen, dass die Begegnungen mit den Einrichtungen der Europäischen Union und den Mitgliedern der COMECE als Videokonferenz stattfinden können.

An den verehrten Bruder
Herrn Kardinal PIETRO PAROLIN
Staatssekretär Seiner Heiligkeit

In diesem Jahr feiern der Heilige Stuhl und die Kirche in Europa einige bedeutende Jubiläen. Vor fünfzig Jahren wurde die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Stuhl und den europäischen Institutionen durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den damaligen Europäischen Gemeinschaften und die Anwesenheit des Heiligen Stuhls als Ständiger Beobachter beim Europarat konkret. Im Jahre 1980 wurde die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) ins Leben gerufen, an der alle Bischofskonferenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem eigenen Delegierten teilnehmen, mit dem Ziel, »hinsichtlich der pastoralen Fragen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kompetenzen und Aktivitäten der Union stehen, eine engere Zusammenarbeit zwischen diesen Bischofskonferenzen« zu fördern.[1]In diesem Jahr wurde auch der 70. Jahrestag der Schuman-Erklärung begangen, ein Ereignis von größter Bedeutung, das den langen Weg der Integration des Kontinents inspiriert hat, sodass eine Überwindung der durch die beiden Weltkriege entstandenen Feindschaften möglich wurde.

Im Lichte dieser Ereignisse werden Sie demnächst wichtige Besuche bei den Verantwortlichen der Europäischen Union, bei der Vollversammlung der COMECE und bei den Verantwortlichen des Europarates machen. Im Hinblick darauf halte ich es für angebracht, Ihnen einige Überlegungen zur Zukunft dieses Kontinents mitzuteilen, der mir besonders am Herzen liegt, nicht nur wegen meiner familiären Herkunft, sondern auch wegen der zentralen Rolle, die er in der Geschichte der Menschheit gespielt hat und meiner Meinung nach weiterhin spielen sollte, wenn auch mit anderen Akzenten.

Diese Rolle wird im Zusammenhang mit der Pandemie, die wir gerade erleben, noch bedeutsamer. Das europäische Projekt rührt in der Tat von dem Wunsch her, die Spaltungen der Vergangenheit zu überwinden. Es entspringt dem Bewusstsein, dass wir gemeinsam und geeint stärker sind, dass die Einheit über dem Konflikt steht[2]und dass die Solidarität »zu einer Weise [wird], Geschichte in einem lebendigen Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und die Gegensätze zu einer vielgestaltigen Einheit führen können, die neues Leben hervorbringt«.[3]In unserer Zeit, in der es »Indizien für einen Rückschritt«[4]gibt und man die Dinge zunehmend selbstständig tun möchte, ist die Pandemie wie eine Wasserscheide, die uns vor die Wahl stellt: entweder wir gehen den Weg des letzten Jahrzehnts weiter, der von der Versuchung zur Autonomie geprägt war und steuern so auf wachsende Missverständnisse, Gegensätze und Konflikte zu, oder wir entdecken wieder jenenWeg der Geschwisterlichkeit, der zweifellos die Gründerväter des modernen Europa, angefangen bei Robert Schuman selbst, inspiriert und beseelt hat.

In der europäischen Berichterstattung der letzten Monate wurde all dies durch die Pandemie deutlich sichtbar: sowohl die Versuchung von Alleingängen und unilateralen Lösungen bei Problemen, die über die Grenzen der einzelnen Staaten hinausgehen; aber auch, dank des großen Vermittlungsgeistes, der die europäischen Institutionen kennzeichnet, der Wunsch, mit Überzeugung den Weg der Geschwisterlichkeit zu beschreiten, der auch derWeg der Solidarität ist, indem man Kreativität und neue Initiativen ins Spiel bringt.


Die unternommenen Schritte müssen jedoch Festigkeit gewinnen, um zu verhindern, dass die zentrifugalen Kräfte wieder an Stärke zunehmen. Die Worte des heiligen Johannes Paul II. bei der Europa-Feier in Santiago de Compostela erscheinen heute aktueller denn je: Europa »finde wieder zu dir selbst! Sei wieder du selbst!«[5]In einer Zeit des jähen Wandels besteht die Gefahr, dass man seine Identität verliert, insbesondere wenn es an gemeinsamen Werten fehlt, auf die sich die Gesellschaft gründen kann.

Zu Europa möchte ich also sagen: Du, die du im Laufe der Jahrhunderte Ideale geschmiedet hast und nun deinen Schwung zu verlieren scheinst, halte dich nicht damit auf, deine Vergangenheit wie ein Erinnerungsalbum zu betrachten. Mit der Zeit verblassen auch die schönsten Erinnerungen und man erinnert sich am Ende nicht mehr. Früher oder später stellt man fest, dass das eigene Profil verblasst; man ist müde und abgespannt vom Leben in der Gegenwart und blickt mit wenig Hoffnung in die Zukunft. Ohne ideellen Schwung erfährt man sich als zerbrechlich und gespalten, man neigt leichter zum Jammern und lässt sich in den Bann derer ziehen, die Klage und Spaltung zu ihrem persönlichen, sozialen und politischen Lebensstil machen.

Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben. Sei du selbst! Fürchte dich nicht vor deiner jahrtausendealten Geschichte, die eher ein Fenster in die Zukunft als eines in die Vergangenheit ist. Hab keine Angst vor deinem Bedürfnis nach Wahrheit, das seit der griechischen Antike die Erde erfasst hat und Licht in die tiefsten Fragen des Menschen brachte; hab keine Angst vor deinem Bedürfnis nach Gerechtigkeit, das sich aus dem römischen Recht entwickelt hat und im Laufe der Zeit einen Respekt für jeden Menschen und für seine Rechte hervorgebracht hat; hab keine Angst vor deinem Verlangen nach Ewigkeit, das sich, durch die Begegnung mit der jüdisch-christlichen Tradition bereichert, in deinem Erbe an Glauben, Kunst und Kultur widerspiegelt.

Wenn in Europa heute viele Menschen kritisch und wenig zuversichtlich sind, was die Zukunft des Kontinents betrifft, blicken doch viele andere mit Hoffnung auf ihn, in der Überzeugung, dass er der Welt und der Menschheit noch immer etwas zu geben hat. Es ist dasselbe Vertrauen, das Robert Schuman inspiriert hat, der sich dessen bewusst war, dass »der Beitrag, den ein organisiertes und lebendiges Europa für die Zivilisation leisten kann, […] für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen«[6]unerlässlich ist.Auch wir dürfen dieses Vertrauen haben aufgrund der gemeinsamen Werte, die in der Geschichte und Kultur dieses Kontinents verwurzelt sind.

Welche Vision haben wir also für die Zukunft Europas? Worin besteht sein ureigener Beitrag? In der Welt von heute geht es nicht um die Wiedererlangung einer politischen Vorherrschaft oder einer zentralen geografischen Stellung, und es geht auch nicht darum, innovative Lösungen für wirtschaftliche und soziale Probleme zu entwickeln. Die Originalität Europas liegt vor allem in seinem Menschenbild und in seiner Weltsicht, in seiner Fähigkeit Initiativen zu ergreifen und in seiner praktischen Solidarität.

Ich träume also von einem menschenfreundlichen Europa; von einem Kontinent, in dem die Würde eines jeden respektiert wird, in dem der Mensch an sich einen Wert darstellt und nicht zu einem Gegenstand wirtschaftlichen Kalküls oder zu einer Ware wird; von einem Kontinent, der das Leben zu jedem Zeitpunkt schützt, von dem Moment an, in dem es unsichtbar im Mutterleib entsteht, bis zu seinem natürlichen Ende, denn kein Mensch ist Herr über das Leben, weder über das eigene noch das anderer; von einem Kontinent, der die Arbeit als vorzügliches Mittel sowohl für das persönliche Wachstum als auch für den Aufbau des Gemeinwohls fördert und Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem für die Jüngeren schafft. Menschenfreundlich zu sein, bedeutet, Bildung und kulturelle Entwicklung zu fördern. Es bedeutet, die Schwächsten und Gebrechlichsten zu schützen, insbesondere die älteren Menschen, die Kranken, die kostspielige Pflege benötigen, und die Behinderten. Menschenfreundlich zu sein bedeutet, Rechte der Menschen zu schützen, aber sie auch an ihre Pflichten zu erinnern. Es bedeutet, sich daran zu erinnern, dass von jedem verlangt wird, dass er seinen je eigenen Beitrag zur Gesellschaft leistet, denn niemand ist ein eigenständiges Universum, und man kann nicht Respekt für sich selbst fordern, ohne Respekt für andere zu haben; man kann nicht empfangen, wenn man nicht auch bereit ist zu geben.

Ich träume von einem Europa, das eine Familie und eine Gemeinschaft ist. Ein Ort, der die besonderen Eigenschaften jedes Menschen und jedes Volkes zu würdigen weiß, ohne zu vergessen, dass sie eine gemeinsame Verantwortung verbindet. Eine Familie zu sein bedeutet, in Einheit zu leben und zugleich die Unterschiede zu beherzigen, angefangen bei dem grundlegenden Unterschied zwischen Mann und Frau. In diesem Sinne ist Europa eine echte Familie von Völkern, die sich voneinander unterscheiden und doch durch eine gemeinsame Geschichte und ein gemeinsames Schicksal verbunden sind. Die letzten Jahre, und mehr noch die Pandemie, haben gezeigt, dass niemand es alleine schafft und dass eine gewisse individualistische Auffassung des Lebens und der Gesellschaft nur zu Entmutigung und Einsamkeit führt. Jeder Mensch strebt danach, Teil einer Gemeinschaft zu sein, d.h. Teil einer größeren Wirklichkeit, die ihn übersteigt und seiner Individualität Sinn verleiht. Ein geteiltes Europa, das sich aus einsamen und unabhängigen Einheiten zusammensetzt, wird sich den Herausforderungen der Zukunft kaum stellen können. Eingemeinschaftliches Europahingegen, das solidarischund geschwisterlich ist, wird in der Lage sein, die Unterschiede und den Beitrag jedes Einzelnen fruchtbar zu machen, um die anstehenden Probleme gemeinsam anzugehen, angefangen bei der Pandemie, aber auch bei der ökologischen Herausforderung, die nicht nur den Schutz der natürlichen Ressourcen und die Qualität der Umwelt betrifft, in der wir leben. Es geht um die Wahl zwischen einer Lebensweise, die Menschen und Dinge aussortiert, und einem integrativen Lebensmodell, das die Schöpfung und die Geschöpfe wertschätzt.

Ich träume von einem solidarischen und großzügigen Europa, einem einladenden und gastfreundlichen Ort, wo die Nächstenliebe – welche die höchste christliche Tugend ist – alle Formen von Gleichgültigkeit und Egoismus überwindet. Solidarität ist ein grundlegender Ausdruck jeder Gemeinschaft und verlangt, dass wir füreinander sorgen. Natürlich sprechen wir von einer „intelligenten Solidarität“, die sich nicht darauf beschränkt, nur im Bedarfsfall in grundlegenden Belangen zu helfen.

Solidarität bedeutet, die Schwächeren auf einen Weg des persönlichen und sozialen Wachstums zu führen, so dass diese eines Tages wiederum anderen helfen können. Es ist wie bei einem guten Arzt, der nicht nur ein Medikament verabreicht, sondern den Patienten bis zur vollständigen Genesung begleitet.

Solidarisch sein bedeutet, sich zum Nächsten zu machen. Für Europa heißt das insbesondere, verfügbar, nahe und bereit zu sein, die anderen Kontinente, dabei denke ich speziell an Afrika, durch internationale Zusammenarbeit zu unterstützen, damit die aktuellen Konflikte beigelegt werden können und eine nachhaltige menschliche Entwicklung beginnt.

Solidarität nährt sich von Unentgeltlichkeit und erzeugt Dankbarkeit. Und die Dankbarkeit bringt uns dazu, den anderen mit Liebe zu betrachten; wenn wir aber vergessen, für die empfangenen Wohltaten zu danken, neigen wir eher dazu, uns in uns selbst zu verschließen und in Angst vor allem zu leben, was um uns herum ist und anders ist als wir selbst.

Das sehen wir an den vielen Ängsten, die es in unseren Gesellschaften heute gibt. Diesbezüglich kann das Misstrauen gegenüber den Migranten nicht unerwähnt bleiben. Nur ein Europa, das eineSolidargemeinschaftist, kann dieser Herausforderung auf fruchtbare Weise begegnen, während jede partielle Lösung bereits ihre Unzulänglichkeit bewiesen hat. Es ist in der Tat klar, dass sich die notwendige Aufnahme von Migranten nicht auf die bloße Hilfe für diejenigen beschränken darf, die da ankommen und oft vor Konflikten, Hungersnöten oder Naturkatastrophen fliehen, sondern ihre Integration ermöglichen muss, damit sie in der Lage sind, »die Kultur und die Traditionen der aufnehmenden Nation kennenzulernen, zu achten und sich auch anzueignen«.[7]

Ich träume von einem gesund säkularen Europa, in dem Gott und Kaiser zwar unterschiedliche aber nicht einander entgegengesetzte Wirklichkeiten bezeichnen; von einem Kontinent, der offen ist für die Transzendenz, in dem die Gläubigen frei sind, ihren Glauben öffentlich zu bekennen und ihren Standpunkt in der Gesellschaft vorzubringen. Die Zeit des Konfessionalismus ist vorbei, aber hoffentlich auch die eines gewissen Säkularismus, der seine Türen für die anderen und vor allem für Gott verschließt[8], denn es ist evident, dass eine Kultur oder ein politisches System, das die Offenheit für die Transzendenz nicht achtet, auch die menschliche Person nicht angemessen respektiert.
Die Christen haben heute eine große Verantwortung: Wie die Hefe im Teig sind sie aufgerufen, das Bewusstsein für Europa wiederzuerwecken, um Prozesse anzustoßen, die neue Dynamiken in der Gesellschaft erzeugen.[9]Ich ermutige sie daher, sich mit Mut und Entschlossenheit zu engagieren, um ihren Beitrag in allen Bereichen, in denen sie leben und arbeiten, zu leisten.
Sehr geehrter Herr Kardinal,

diese wenigen Worte äußere ich aufgrund meiner Hirtensorge und in der Gewissheit, dass Europa der Welt noch viel zu geben hat. Sie haben daher keinen anderen Anspruch als den, ein persönlicher Beitrag zu jener Besinnung auf die Zukunft zu sein, die von verschiedenen Seiten angeregt wurde. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Inhalte in den Gesprächen der kommenden Tage mit den europäischen Verantwortlichen und den Mitgliedern der COMECE mitteilen möchten. Letztere bitte ich, im Geiste brüderlicher Gemeinschaft mit allen Bischöfen des Kontinents, die im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vereint sind, zusammenzuarbeiten. Ich bitte Sie, allen Gesprächspartnern meine persönlichen Grüße und den Ausdruck meiner Verbundenheit mit den Völkern, die sie vertreten, zu übermitteln. Ihre Begegnungen werden sicherlich eine günstige Gelegenheit sein, die Beziehungen des Heiligen Stuhls mit der Europäischen Union und dem Europarat zu vertiefen und die Kirche in ihrem Evangelisierungsauftrag und in ihrem Dienst am Gemeinwohl zu stärken.
Möge unser geliebtes Europa stets den Schutz seiner heiligen Patrone erfahren: Benedikt, Cyrill und Methodius, Birgitta von Schweden, Katharina von Siena und Theresa Benedicta vom Kreuz (Edith Stein). Sie waren Männer und Frauen, die sich aus Liebe zum Herrn unentwegt dem Dienst an den Ärmsten widmeten und sich für eine menschliche, soziale und kulturelle Entwicklung aller europäischen Völker eingesetzt haben.

Während ich mich Ihrem Gebet und den Gebeten all derer anvertraue, denen Sie auf Ihrer Reise begegnen, bitte ich Sie, allen meinen Segen weiterzugeben.

Aus dem Vatikan, am 22. Oktober 2020,
dem Gedenktag des heiligen Johannes Paul II.

FRANZISKUS
______________________________________

[1] Vgl. Statut der COMECE, Artikel 1.
[2] Vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 228.
[3] Ebd.
[4] Enzyklika Fratelli tutti (3. Oktober 2020), 11.
[5] 9. November 1982, 4.
[6] Schuman-Erklärung, Paris, 9. Mai 1950.
[7] Ansprache an die Teilnehmer der Konferenz „(Re)Thinking Europe" (28. Oktober 2017).
[8] Siehe Interview mit der belgischen katholischen Wochenzeitung "Tertio" (7. Dezember 2016).
[9] Ansprache an die Teilnehmer der Konferenz „(Re)Thinking Europe", a.a.O.

Foto: Archivbild


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Lesermeinungen

 Winrod 28. Oktober 2020 
 

"Unser geliebtes Europa"?

Dann müsste man vielleicht auch ein Wort finden gegen die, die Europa zerstören wollen.


3

0
 
 ottokar 28. Oktober 2020 
 

Soll man dieses Schreiben als Testament "unseres Papstes" betrachten?

Die Welt soll lieb und gut sein, Gott und Kaiser sind auf gleicher Ebene, wir sollen "säkular" miteinander umgehen, eine bevorzugte Religion, besser einen bevorzugten Gottesglauben (Konfessionalismus) soll es nicht geben.Nach dieser Botschaft hat sich eigentlich das Papsttum überflüssig gemacht, was uns Bergoglio ja mit seinem "Buena Sera" ,sowie seinem Aufruf "Schluss mit Karneval" gleich nach seiner Wahl zum Bischof von Rom (wie er sich selbst bezeichente)angekündigt hat.


5

0
 
 laudeturJC 28. Oktober 2020 

@Zeitzeuge C. Dawson

Herzlichen Dank für den Hinweis! Hatte ich noch nie gehört.
Erinnert an Hilaire Belloc, aber aktueller...


2

0
 
 girsberg74 27. Oktober 2020 
 

@Montfort „Moment mal, warum …“

Sehr geehrter Montfort,
ich sehe zu später Stunde Ihren Beitrag mit der o.a. Frage.

Ich habe den Beitrag auf kath.net so gut wie nicht gelesen - die Überschrift halt - und auch nicht den „Thread“ verfolgt, bis auf die letzten fünf oder sechs Postings; Ihre Frage aber rührt an den Kern.

Aus Erfahrung mir solchen Meinungsabsonderungen schließe ich, dass damit eine niedrigschwellige Enzyklika intendiert war, die man ohne großen Schaden wieder einstampfen kann; fällt im Zusammenhang des Gesamtwirkens nicht auf.


2

0
 
 Montfort 27. Oktober 2020 

Danke, lieber Zeitzeuge,

für Ihre Hinweise!

Auch Ihnen eine gesegnete und gute Nacht!


6

0
 
 Montfort 27. Oktober 2020 

Die "höchste christliche Tugend" ...

"Ich träume von einem solidarischen und großzügigen Europa, einem einladenden und gastfreundlichen Ort, wo die Nächstenliebe – welche die höchste christliche Tugend ist – alle Formen von Gleichgültigkeit und Egoismus überwindet."

Der Papst (bzw. Kard. Parolin als Ghostwriter) halten wohl nicht viel von den "höchsten" Tugenden, die "theologische Tugenden" genannt werden, da sie von Gott geschenkt und zur Ausübung aufgetragen sind - die da sind: "Glaube, Hoffnung und Liebe"! Die christliche Liebe kommt aus Gottes Liebe, wendet sich Gott zu in Liebe und erweist sich als "Nächster" um Gottes willen!

Maria, Muttergottes, erbitte Du uns die Liebe zu Gott, aus der die Liebe zum Mitmenschen hervorströmt!


7

1
 
 ottokar 27. Oktober 2020 
 

Er träumt , dass die Zeit des Konfessionalismus vorbei sei....

Das heißt doch, dass ich das Bekennen einer Religion als die einzig richtige ablehnenen müsste. Somit kann es für den derzeitigen Papst keine „ Una Sancta Catholica „ geben, mein einzig und alleinig richtiger Glauben!. Denn nach dieser Philosophie sind alle Religionen gleichwertig. Das hatte man bereits nach der Abudhani -Erklärung heraus gehört. Ich frage mich wirklich, ob bei der Wahl dieses Papstes sich der Heilige Geist gegen die „St.Gallien Magffia durchsetzen konnte. Auch die positive Bewertung des Säkularisation ist mir unheimlich. Item: der ganze Brief ist ein schöngeistiges Elaborat, das mit Glaubensverkündigung nichts zu tun hat und weit entfernt von erforderlicher Evangelisierung ist, zu erkennen an jeglichem Fehlen eines begründenden Gottesbezuges. Sehr schade!


7

1
 
 Zeitzeuge 27. Oktober 2020 
 

Lieber Montfort,

vielleicht sollte der Papst eines der Bücher

von Christopher Dawson lesen, da steht einiges

über die "Wurzeln Europas"!

Der Intimfeind der kath. Kirche ist der

Laizismus, mehr dazu im Link von einem

Vertreter dieser Ideologie!

Für heute schliesse ich und wünsche eine

gesegnete, gute Nacht!

allocath.blogspot.com/2020/10/was-ist-laizismus.html


6

1
 
 Montfort 27. Oktober 2020 

Moment einmal, warum schreibt Papst Franziskus denn

einen BRIEF
"An den verehrten Bruder
Herrn Kardinal PIETRO PAROLIN
Staatssekretär Seiner Heiligkeit"

1. Den sieht er doch alle paar Tage, oder nicht?
2. Verehrter "Bruder" ist wohl ein Freimaurergruß.
3. Eigentlich müßte er doch dann schreiben "Staastssekretär MEINER Heiligkeit"... ;-) ;-)
4. Schreibt er denn die anderen Kardinäle auch mit "verehrter Bruder" an? Vielleicht sollte man da bei Krad. Müller, Burke, Sarah, Pell etc. nachfragen... oder aber die gehören nicht zum "Club"... ;-)

Jedenfalls klingt der Brief eher, als hätte ihn Kard. Parolin gemeinsam mit seinen "Brüdern" entworfen und aufgebaut, um ihn dann dem Papst "unterzuschieben". Erinnert mich an "Spatenstiche" illustrer Persönlichkeiten, die kaum eine Schaufel anheben können...

Man kann die Menschen betrügen (und auch da nicht alle und nicht auf Dauer), aber sicher nicht Gott!

Herr Jesus Christus, auch wenn "noch nicht Advent" ist, KOMM!


7

1
 
 Montfort 27. Oktober 2020 

Wie froh könnten wir sein, wenn auch andere Kontinente

so tiefe Wurzeln im Christentum hätten wie Europa!

Und ob das argentinische Einwandererkind je seine europäischen Wurzeln entdeckt und wertgeschätzt hat?!

"...und wenn du dich bekehrt hast, stärke deine Brüder!"


6

1
 
 serafina 27. Oktober 2020 
 

Viel Mensch, wenig Gott

wie @Veritatis Splendor bereits ganz richtig erkannt hat.


6

0
 
 Antlitz Christi 27. Oktober 2020 
 

Europa, finde zu CHRISTUS

So müsste eigentlich die Überschrift lauten.
Es geht fundamental und zuerst um die vertikale Dimension, aus dieser Wurzel erwächst das soziale Leben nach dem Evangelium. Komm, Heiliger Geist, hilf uns, wieder Gott an die erste Stelle zu setzen.


6

0
 
 Zeitzeuge 27. Oktober 2020 
 

Ein konservativer Zeitkritker und Historiker des Abendlandes

war (und ist!) der (in Deutschland wohl nur noch

wenig bekannte) englische Gelehrte und Konvertit

Christopher Dawson (1889-1970), vgl. Link!

Antiquarisch sind auch auf deutsch noch etliche

seiner tiefschürfenden Werke oft preiswert im

Handel. z.B.:

Die Religion im Aufbau der europäischen Kultur

Europa - Idee und Wirklichkeit

Die Gestaltung des Abendlandes.

tolle et lege!

www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/Mission-Europa;art310,186577


5

0
 
 laudeturJC 27. Oktober 2020 

1. und 2. sind nichts ohne 3.

Auch durch viele katholische Köpfe geistert die Lüge vom „humanistischen Erbe“ Europas u.ä. - ich lernte das auch so. Aber es waren Benedikt und die Benediktiner, die aus wilden Stämmen Europa erstehen liessen, unter „Christianisierung“ von 1. und 2.
Die Abspaltung der Orthodoxie, die Irrlehren des Protestantismus und erst recht die sog. Aufklärung und Freimaurerei sind im Kern schon Auflösungserscheinungen, Rückfall, Dekadenz...


5

3
 
 Labrador 27. Oktober 2020 
 

(4) PF “träume ... menschenfreundlichen Europa...Würde eines jeden respektiert wird, in dem der Mens

Auch ich träume davon, inklusive Neukölln, Malmö, Molenbeek, ... in denen ein Jude mit Käppi respektiert/freundlich gegrüßt anstatt belästigt wird. Nur scheinen sich die Träume nicht zu realisieren sondern in Alpträume zu verwandeln und PF bietet bloß heiße Luft an, das zu erlangen.
- “Solidarität erzeugt Dankbarkeit” ein weiterer von PFs Träumen und eine Bedingung, die sehr viele Werke als Fake sowie “unintelligente Solidarität” offenbart.
Wo bleibt denn die millionenfache Dankbarkeit in Deutschland? Ich vermute mal, dass mehrfache Identitäten das Übermaß an Dankbarkeit zeigen sollen :)
- die “besonderen Eigenschaften ... jedes Volkes zu würdigen” und gleichzeitig Europas “gemeinsamen Werte ... Geschichte und Kultur” herauszustellen, was bedeutet das praktisch? Müssen wir uns nach PF im Sinne christlicher Tugend afghanischer “Messerkultur” zu Verfügung stellen?
- PF sorgt sich um die schwächsten, warum dann nicht um Jesiden und christliche Flüchtlinge? Die sind weniger, schwächer


5

2
 
 SCHLEGL 27. Oktober 2020 
 

laudeturJC

Europa steht auf 3 Hügeln :
1. Die Akropolis von Athen- Philosophie und Menschenbild der Griechen.
2. Das Forum Romanum-das römische Rechtsdenken.
3. Der Hügel von Golgota.
Darauf hat übrigens schon Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI mehrfach hingewiesen.
Das Christentum hat die griechische Philosophie als "Magd" der Theologie verwendet, worauf sowohl Basilius von Cäsarea († 379), als auch Thomas von Aquin († 1274) hingewiesen haben.
Das römische Rechtsdenken ist ebenfalls ins Christentum eingeflossen und hat sich (z.B. beim Eherecht) mit germanischen Rechtsvorstellungen verbunden.
Der Tod des Erlösers für uns am Kreuz ist die Geburtsstunde der Kirche, die mit der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag öffentlich zu leben beginnt.


3

0
 
 Veritatis Splendor 27. Oktober 2020 

Wer sind die eigentlichen Gewinner der Krise?

Die Schuldner!

www.youtube.com/watch?v=onZlnXRApw4


4

1
 
 SCHLEGL 27. Oktober 2020 
 

@laudeturJC

Europa steht auf 3 Hügeln :
1. Die Akropolis von Athen- Philosophie und Menschenbild der Griechen.
2. Das Forum Romanum-das römische Rechtsdenken.
3. Der Hügel von Golgota.
Darauf hat übrigens schon Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI mehrfach hingewiesen.
Das Christentum hat die griechische Philosophie als "Magd" der Theologie verwendet, worauf sowohl Basilius von Cäsarea († 379), als auch Thomas von Aquin († 1274) hingewiesen haben.
Das römische Rechtsdenken ist ebenfalls ins Christentum eingeflossen und hat sich (z.B. beim Eherecht) mit germanischen Rechtsvorstellungen verbunden.
Der Tod des Erlösers für uns am Kreuz ist die Geburtsstunde der Kirche, die mit der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag öffentlich zu leben beginnt.


2

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 Labrador 27. Oktober 2020 
 

Zerstörter Name in (2)

Sorr nicht aufmerksam genug gegen die Autokorrektur gekämpft anstelle von “Neckar Keller”. -> Necla Kelek


1

0
 
 SCHLEGL 27. Oktober 2020 
 

laudetur JC

Europa steht auf 3 Hügeln :
1. Die Akropolis von Athen- Philosophie und Menschenbild der Griechen.
2. Das Forum Romanum-das römische Rechtsdenken.
3. Der Hügel von Golgota.
Darauf hat übrigens schon Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI mehrfach hingewiesen.
Das Christentum hat die griechische Philosophie als "Magd" der Theologie verwendet, worauf sowohl Basilius von Cäsarea († 379), als auch Thomas von Aquin († 1274) hingewiesen haben.
Das römische Rechtsdenken ist ebenfalls ins Christentum eingeflossen und hat sich (z.B. beim Eherecht) mit germanischen Rechtsvorstellungen verbunden.
Der Tod des Erlösers für uns am Kreuz ist die Geburtsstunde der Kirche, die mit der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag öffentlich zu leben beginnt.


2

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 SCHLEGL 27. Oktober 2020 
 

laudetur JC

Europa steht auf 3 Hügeln :
1. Die Akropolis von Athen- Philosophie und Menschenbild der Griechen.
2. Das Forum Romanum-das römische Rechtsdenken.
3. Der Hügel von Golgota.
Darauf hat übrigens schon Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI mehrfach hingewiesen.
Das Christentum hat die griechische Philosophie als "Magd" der Theologie verwendet, worauf sowohl Basilius von Cäsarea († 379), als auch Thomas von Aquin († 1274) hingewiesen haben.
Das römische Rechtsdenken ist ebenfalls ins Christentum eingeflossen und hat sich (z.B. beim Eherecht) mit germanischen Rechtsvorstellungen verbunden.
Der Tod des Erlösers für uns am Kreuz ist die Geburtsstunde der Kirche, die mit der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag öffentlich zu leben beginnt.


4

0
 
 SCHLEGL 27. Oktober 2020 
 

@ laudeturJC

Europa steht auf 3 Hügeln :
1. Die Akropolis von Athen- Philosophie und Menschenbild der Griechen.
2. Das Forum Romanum-das römische Rechtsdenken.
3. Der Hügel von Golgota.
Darauf hat übrigens schon Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI mehrfach hingewiesen.
Das Christentum hat die griechische Philosophie als "Magd" der Theologie verwendet, worauf sowohl Basilius von Cäsarea († 379), als auch Thomas von Aquin († 1274) hingewiesen haben.
Das römische Rechtsdenken ist ebenfalls ins Christentum eingeflossen und hat sich (z.B. beim Eherecht) mit germanischen Rechtsvorstellungen verbunden.
Der Tod des Erlösers für uns am Kreuz ist die Geburtsstunde der Kirche, die mit der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingsttag öffentlich zu leben beginnt.


6

0
 
 Matityahu 27. Oktober 2020 
 

@ wedlerg

Ein rein katholisches Europa hat es nie und wird es auch wahrscheinlich nie geben.
Ich wäre auch mit einem christlichen Europa zufrieden. Ein Europa, in dem die Orthodoxie, der Protestantismus und der Katholizismus brüderlich zusammen leben können. Ich denke, in dieser Einheit könnte Europa dann auch wieder die Welt voran bringen.
Es scheint aber nur ein Traum zu sein.


4

2
 
 J. Rückert 27. Oktober 2020 
 

Polyphon

Es ist auffallend, wie viele Meinungen der Papst vertritt. Er wünschte sich ein farbenfrohes Europa (ich glaube, er sprach von einem Europa der Mestizen). Jetzt bedient er wieder die andere Seite und gibt sich fast wie ein europäischer Identitärer.
Bunt und vielfältig ist dieses Pontifikat.


6

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 Zeitzeuge 27. Oktober 2020 
 

Zu den fast "abgeschnittenen" Wurzeln und den weitgehend verlorenen

Idealen Europas zählt auch das Naturrecht.

Im Link die Ansprache Papst Benedikt XVI.

vor dem Bundestag zu dieser Entwicklung,

deren tragische Folgen jeder, der mit wachem

Geist die polit. Entwicklung in Europa ver-

folgt, erkennen kann!

Das in den Fußnoten 3-5 erwähnte Buch von

Wolfgang (Graf) Waldstein:

Ins Herz geschrieben

über das Naturrecht ist allgemeinverständlich

geschrieben eine gute Einführung.

Weiter zu empfehlen:

Maria Raphaela Hölscher:

Das Naturrecht bei Joseph Ratzinger/
Papst Benedikt XVI.

Be&Be Verlag Heiligenkreuz

www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin.html


7

2
 
 Labrador 27. Oktober 2020 
 

(3)

- PF kann noch so sehr Robert Schuman anrufen, eine Begegnung mit der jüdischen Hälfte der “jüdisch-christlichen Tradition” wird immer schwieriger, wenn Juden Europa aufgrund der von PF gelobten und erwünschten Migration verlassen. Ein weiterer Beleg, wie es um das Interesse der Zuwanderer an Europas Traditionen steht.
- das mit “Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen” ist auch so ein Ding. Klar, man kann Menschen dazu anstellen Links eine Grube auszuheben um rechts einen Berg aufzuschütten, dann die Grube mit dem Berg zuschütten, um rechts eine Grube zu schaufeln... Der Kommunismus war die etwas entwickeltere Version dieser Beschreibung. Die Schaufler haben aber kein Produkt geschaffen, wofür ein Bäcker Brot eintauschen möchte.
- Solidarität und Wachstum der Schwächeren. Wenn ich das Wachstum der Schwächeren als Maßstab zur Beurteilung von Solidarität verwende, dann fällt ein erheblicher Teil an Werken als Fake Solidarität unter den Tisch, danke PF für diesen Idee!


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 Labrador 27. Oktober 2020 
 

(2) auf rein weltlicher Ebene betrachtet

in den Süden bewirkt, das weite Teile Italiens reicher sind als Deutschland (Italiener leben im Eigentum, Deutsche in Miete)
Alles was so ausgeglichen wird, ist unterschiedliche Produktivität, dh Deutsche zahlen hinten rum dafür, dass Südländer vorne rum weiterhin deutsche Produkte kaufen können.(“Leistungsbilanz”)
- Aber alle, wirklich alle leben von einer Hypothek auf die Zukunft (Staatsschulden)
- Das Wort “Solidarität” wird in diesem Zusammenhang (Deutsche arbeiten bis zum Umfallen für das dolce vita anderer) und (Schulden auf die Zukunft) ziemlich missbraucht
- auf Pump zu leben scheint mir nicht wirklich kreativ ...
- zu jenen, die mit Hoffnung auf Europa blicken. Es gibt einzelne, denen es um unsere Werte geht, wie Akif Pirincci, Imam Karim, Neckar Keller und andere. Aber der Rest der Millionen sieht vor allem den vollen Magen, Gesundheit, Schule und jüngere Männer auch “Blondinen” ohne je arbeiten zu müssen/können. Das zeigt sich eindeutig an deren Verhalten.


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 Labrador 27. Oktober 2020 
 

(1) Wie Veritatis Splendor und Andere bereits angemerkt haben ist das ein weltlicher Text

Also werde ich ihn auf dieser Ebene untersuchen.
Wie laudeturJC sagt, enthält der Text viele Fehler
- dass man die Pandemie nur gemeinsam bekämpfen kann ist so einer. Taiwan, Neuseeland, Island oder Japan sind sehr erfolgreich je eigene Wege gegangen und nur deshalb können wir von ihnen lernen und unser Wissen um Corona erweitern.
- gerade Trumps “America first” hat die Friedensabkommen ermöglicht, die der US Weltpolizist Obama ersehnt aber nicht geschafft hat. Wie peinlich für PF!
- die durch Corona aufgezeigte Abhängigkeit von einem Land (China), dessen Ausfall die ganze Welt in den Abgrund reißt, weil,Augangschemikalien für Medikamente oder einfachste Produkte wie Masken nur dort und nur in einer Region hergestellt werden, verlangt nach einem Rückbau; ökologische Gründe wie Transport und Umweltschutzstandards bestärken die Gedanken.
- was PF als europäische Geschwisterlichkeit beschreibt, nenne ich die Hand in der Tasche des Bruders haben. Der ständige Geldfluss von Norden


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 Zeitzeuge 27. Oktober 2020 
 

Im Link eine Ansprache Papst Benedikt XVI. zum 50. Jahrestag

der Römischen Verträge.

Ich wünsche gute Lesefrüchte!

www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2007/march/documents/hf_ben-xvi_spe_20070324_comece.html


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 laudeturJC 27. Oktober 2020 

Europa ist einzig und allein

ein Produkt des Katholizismus, alle anderen sind Statisten! - Offenbar ist diesem Papst Robert Schuman wichtiger als Jesus Christus!? - Voller Fehler ist dieser Text. Es wird immer schlimmer, man sollte das ignorieren. Macht er ja mit seinen Kritikern auch....


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 wedlerg 27. Oktober 2020 
 

Ich träume von einem katholischen Europa

von einer katholischen Welt und ich denke, das sollte auch ein Papst kommunizieren.


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 ottokar 27. Oktober 2020 
 

Was kann uns Gläubigen dieser Text bedeuten!

Die Frage ist eigentlich die , ob wir bei allen Äußerungen unseres Papstes eine Glaubensbotschaft erwarten müssen. Wir sind natürlich vom Vorgänger verwöhnt. Für mich ist dieser Text eine Anbiederung an die Weltpolitik oder „fishing for compliments „“. Mit der Möglichkeit der Evangelisierung hat das nichts zu tun.


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 Veritatis Splendor 27. Oktober 2020 

...Mensch*

kommt 19-mal und Gott zweimal vor = anthropozentrische Wende pur.


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 Veritatis Splendor 27. Oktober 2020 

Jesus Christus...

...kommt in diesem Text kein einziges Mal vor.


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