Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  12. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

Armenische Christen weltweit beten für Frieden im Kaukasus

13. Oktober 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Auch Katholikos-Patriarch Karekin II. sprach in Etschmiadzin besonderes Gebet für den Frieden "und für die armenische Nation"


Etschmiadzin/Wien (kath.net/KAP) Für Frieden in der Region Berg-Karabach haben Gläubige der armenisch-apostolischen Kirche in aller Welt gebetet. In den Gotteshäusern sei am Sonntag bei der Göttlichen Liturgie ein besonderes Gebet für den Frieden "und für die armenische Nation und das geliebte Heimatland" gesprochen worden, berichtete der Pro-Oriente-Informationsdienst (Montag). In der Kathedrale im armenischen Etschmiadzin sprach Katholikos-Patriarch Karekin II. selbst dieses Gebet.

Am Wochenende war in Moskau eine humanitäre Waffenruhe im Konflikt um Berg-Karabach vereinbart worden. Sie erwies sich jedoch bislang als brüchig. Bei den Kämpfen im Südkaukasus war am Donnerstag auch die armenisch-apostolische Christ-Erlöser-Kathedrale in der Stadt Schuscha bei mehreren Angriffen schwer beschädigt worden. Die Erlöserkathedrale hat für die armenischen Bewohner von Artsach - und für ganz Armenien - höchste Bedeutung.


Noch vor der Eskalation in Schuscha hatte Katholikos-Patriarch Karekin II. in einem Interview mit "Armenpress" am 7. Oktober alle Vermutungen zurückgewiesen, dass die armenische Seite im Kontext der militärischen Auseinandersetzung einen religiösen Konflikt zwischen Christen und Muslimen provozieren wolle. Seit dem Mittelalter - und noch mehr nach dem Völkermord im Osmanischen Reich ab 1915 - hätten sich die Armenier über die ganze Welt verbreitet; auch viele islamische Länder hätten den Kindern des armenischen Volkes, die den Genozid überlebten, eine brüderliche Hand geboten und sie willkommen geheißen. "Diese armenischen Gemeinschaften in islamischen Ländern bestehen auch heute. Unsere Kirche hat Diözesen und Pfarrgemeinden in einem Dutzend mehrheitlich islamischer Länder, wo die Armenier als exemplarische Bürger leben, zur Prosperität dieser Nationen beitragen und sich der freundlichen Haltung der örtlichen Behörden erfreuen", sagte der Katholikos-Patriarch.

Karekin II. erinnerte aber auch daran, dass es seit dem Beginn des Konflikts um Berg-Karabach "dank der Vermittlung des Moskauer Patriarchen" eine Plattform des "trilateralen Dialogs" unter Beteiligung des azerbaidschanischen Scheich-ul-Islam und des armenischen Katholikos-Patriarchen gibt. Bei den Treffen dieser Plattform sei immer wieder hervorgehoben worden, dass der Konflikt um Berg-Karabach keine religiösen Wurzeln hat. Ebenso sei stets die Notwendigkeit der friedlichen und harmonischen Koexistenz zwischen den christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen der Region betont worden.

Der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew versuche, dem Konflikt um Berg-Karabach einen religiösen Aspekt zu verleihen, kritisierte Karekin: "Das ist eine Provokation, die leider schreckliche Konsequenzen haben kann." Der Katholikos-Patriarch wies auch aserbaidschanische Vorwürfe zurück, wonach die islamischen Monumente in Berg-Karabach zerstört worden seien. Im Gegenteil hätten die Behörden von Artsach die notwendigen Finanzmittel für die Erhaltung und Restaurierung von Moscheen und anderer islamischer Monumente in Schuscha, Aghdam und anderen Orten zur Verfügung gestellt.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  8. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  9. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  14. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz