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US-Bischöfe verurteilen Vandalenakte gegen Kirchen und Statuen

28. Juli 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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"Unabhängig davon, ob es sich bei den Tätern um Personen mit Problemen handelt, die um Hilfe schreien, oder um Agenten des Hasses, deren Ziel Einschüchterung ist, sind die Angriffe Zeichen einer Gesellschaft, die Heilung braucht".


Washington (kath.net/KAP) Nach einer Welle von Vandalismus gegen katholische Statuen in den Vereinigten Staaten und zwei Bränden in Kirchen prangert die US-Bischofskonferenz "die Zerstörung dieser heiligen Symbole" an. "Unabhängig davon, ob es sich bei den Tätern um Personen mit Problemen handelt, die um Hilfe schreien, oder um Agenten des Hasses, deren Ziel Einschüchterung ist, sind die Angriffe Zeichen einer Gesellschaft, die Heilung braucht", teilten die Erzbischöfe Thomas G. Wenski (Miami) und Paul S. Coakley (Oklahoma City) laut US-"Catholic News Service" und "Vatican News" in dieser Woche in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Nicht bei allen Taten seien die dahinterliegenden Motive klar, so die beiden Erzbischöfe, die in der Bischofskonferenz als Vorsitzende der Komitees für Religionsfreiheit bzw. Gerechtigkeit und menschliche Entwicklung fungieren. "Während wir uns bemühen, die Zerstörung dieser heiligen Symbole der selbstlosen Liebe und Hingabe zu verstehen, beten wir für alle, die sie verursacht haben, und wir bleiben wachsam gegenüber weiteren Vorfällen", hoben Wenski und Coakley hervor: "Lasst uns die Bilder, die die Liebe Gottes darstellen, betrachten, anstatt sie zu zerstören, lasst uns dem Beispiel des Herrn folgen und auf Verwirrung mit Verständnis und Hass mit Liebe antworten."


Die Erzbischöfe bezogen sich mit ihrer Erklärung auf mehrere Taten in verschiedenen US-Regionen in jüngster Zeit. Unter anderem wurde im Juni der in San Francisco aufgestellten Statue des heiligen Junipero Serra (1713-1784) der Kopf abgerissen. Kontext waren die antirassistischen Proteste nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten. Kritiker des Franziskanermönchs aus dem 18. Jahrhundert, der in Kalifornien missionierte und als Gründungsvater des Bundesstaates gilt, werfen Serra vor, er habe Amerikas Ureinwohner zwangsgetauft und unterdrückt.

Insgesamt gab es in den vergangenen Wochen eine Welle an Vandalenakten gegen Christus- und Marienstatuen im ganzen Land, die zerschlagen, mit Farbe beschmiert oder in Brand gesteckt wurden. Einer der zahlreichen Fälle ereignete sich im Miami-Dade County in Florida, wo eine Christusstatue enthauptet und vom Sockel gestoßen wurde. Schon Anfang Juli war in Gary in Indiana eine Statue der Jungfrau Maria enthauptet worden. In Boston wurde ebenfalls eine Marienstatue durch ein Feuer beschädigt.

In der Diözese Orlando rammte ein Mann am 11. Juli mit seinem Kleinbus die Türen einer Kirche in Ocala und setzte danach das Innere der Kirche in Brand. Am selben Tag wütete in Los Angeles ein Feuer in der Kirche der "Mission St. Gabriel", einer der ältesten Missionen in den Vereinigten Staaten, die 1771 vom Heiligen Junípero Serra gegründet wurde. Zur genauen Brandursache in der 230 Jahre alten Kirche wird immer noch ermittelt, berichtete die "LA Times" am Donnerstag.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Anton_Z 30. Juli 2020 

Egal welche Motive hinter den Taten stecken mögen, dagegen hilft nur strenge Bestrafung. Man stelle sich einmal vor was passieren würde wenn Moscheen derart geschändet würden. Die Sühne wäre drastisch. Warum? Weil der Islam im Gegensatz zum verweichlichten Christentum immer noch eine wehrhafte Religion ist.


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