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Pakistan: Christen wird Corona-Hilfe verweigert

16. Mai 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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In Pakistan häufen sich Vorfälle, bei denen Christen und andere religiöse Minderheiten bei der Verteilung von Schutzausrüstungen und humanitären Hilfen während der Corona-Pandemie benachteiligt werden.


Wien-München (KIN) 
In Pakistan häufen sich Vorfälle, bei denen Christen und andere religiöse Minderheiten bei der Verteilung von Schutzausrüstungen und humanitären Hilfen während der Corona-Pandemie benachteiligt werden. Dies berichtete Cecil Shane Chaudry, Direktor der Nationalen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (NCJP), dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Dem Leiter der katholischen Menschenrechtsorganisation zufolge gibt es zahlreiche Berichte, wonach islamische Organisationen und Moscheegemeinden Christen bei der Verteilung von Lebensmitteln und anderen Nothilfen dezidiert zurückwiesen. Dies sei zum Beispiel in einem Dorf in der Nähe von Lahore der Fall gewesen. In einem anderen Dorf in der Provinz Punjab seien 100 christliche Familien von der Lebensmittelverteilung ausgeschlossen worden.

 

Christen besonders von Ansteckung gefährdet

 

Es gebe auch Meldungen über Hilfspersonal, das Nichtmuslimen die Unterstützung verweigert habe mit dem Hinweis, dass es sich um Spenden aus der „Zakat“, der islamischen Armensteuer, handle. Chaudry zitierte einen Imam aus Lahore, der bei einer Predigt angekündigt habe: „Morgen früh werden Hilfsgüter an Notleidende verteilt, aber nur an Muslime.“ Dabei gehörten Christen und andere religiöse Minderheiten zu den besonders hilfsbedürftigen Gruppen der pakistanischen Gesellschaft, so der Menschenrechtler. Viele von ihnen lebten als Tagelöhner unter der Armutsgrenze; ihre Einkunftsmöglichkeiten seien durch die Pandemie weggebrochen. Auch seien sie besonders ansteckungsgefährdet, da sie zum Beispiel als Hausangestellte, in Ziegeleien oder bei der Müll- und Abwasserbeseitigung arbeiten, erklärte Chaudry: „Covid-19 kennt keine Grenzen – Jeder ist gefährdet, unabhängig von der Religion. Ist es also gerecht, Christen und anderen Minderheiten die Nothilfe zu verweigern?“

 

Religiöse Minderheiten in Entscheidungen einbeziehen

 

Der NCJP-Leiter rief die pakistanische Regierung auf, Schutzmaterialien für besonders gefährdete Berufsgruppen zur Verfügung zu stellen, unter denen auch viele Christen seien. Außerdem sollten die religiösen Minderheiten bei den Initiativen zur Pandemie-Bekämpfung hinzugezogen werden, so Chaudry: „Wir haben bislang keine Kenntnis über Initiativen, die Angehörige religiöser Minderheiten miteinbeziehen. Ihre Bedürfnisse dürfen nicht ignoriert werden.“ In Pakistan gehören etwa 96 Prozent der Bevölkerung dem Islam an, der auch Staatsreligion ist. Das Leben der Christen, rund zwei Prozent der Pakistaner, unterliegt starken Einschränkungen. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen auf Christen.

 

Foto: Frauen bei einer heiligen Messe in Youhannabad. © Magdalena Wolnik/Kirche in Not


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Lesermeinungen

 SCV 17. Mai 2020 
 

Corona und Islamisten

Es ist unglaublich, dass die Islamisten in Pakistan der christlichen Minderheit den Schutz vor Corona verwehren. Das kann tödliche Folgen für die Christen haben. Die Christen in Pakistan werden auch außerhalb der Zeiten der Corona-Pandemie übel verfolgt.
In Deutschland gibt es das Gegenteil, dort gibt es Menschen, die Schutzmaßnahmen aus ideologischen oder esoterischen Gründen ablehnen und damit ihre Mitmenschen in Gefahr bringen.


1
 
 lakota 16. Mai 2020 
 

Das sind unsere "Geschwister", Papst Franziskus?

"Wir sind alle vereint als Menschen, als Geschwister, die zu Gott beten, gemäß unserer eigenen Kultur, gemäß unserer eigenen Tradition, gemäß unserem eigenen Glauben, aber Brüder und Schwestern, die zu Gott beten, das ist das Wichtigste: Brüder und Schwestern, die fasten, die Gott um Vergebung für unsere Sünden bitten, damit der Herr sich unserer erbarmt, damit der Herr uns vergibt, damit der Herr diese Pandemie stoppt. Heute ist ein Tag der Brüderlichkeit mit Blick auf den einen Vater, Geschwister und Vaterschaft. Tag des Gebets“.

Wachen Sie auf!


6
 
 maran atha 16. Mai 2020 
 

Möge Gott seine verfolgten Kinder segnen und beschützen!


6
 

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