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US-Bischof zu Corona: 'Medikamente ja, aber genauso auch Gebet'

12. März 2020 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Twitter-Aufruf an Bischöfe durch Katholikin: „Erheben Sie den Herrn! Sie haben apostolische Autorität, benutzen Sie sie. Wo bleibt Ihr Glaube in das Übernatürliche?“ – Strickland bejaht: „Wundervolle Idee!“, ordnet Eucharistische Prozessionen an!


Tyler (kath.net/pl) „Ich rufe jeden katholischen Priester dazu auf, eine einfache eucharistische Prozession um seine Kirche anzuleiten.“ Dies schreibt Bischof Joseph Strickland aus Tyler (US-Bundesstaat Texas) auf Twitter. Im Zeitraum bis zum Josephsfest am 19. März soll in der inneren Haltung des Büßenden die heilende Hand Christi auf das Coronavirus erfleht werden und darum gebetet werden, dass alle Menschen tapfere Jünger Christi werden. Strickland reagierte damit auf den Vorschlag einer katholischen Journalistin. Jennifer Hartline, für US-Katholiken ein durchaus bekannter Name, hatte mehrere Bischöfe auf Twitter mit spürbar brennendem Herzen angeschrieben: „Jeder Bischof (in) jeder Stadt: Machen Sie die Prozession mit dem Allerheiligsten durch die Straßen Ihrer Stadt. Gehen Sie hinaus mit Jesus und beten Sie um Gottes Barmherzigkeit und Schutz. Erheben Sie den Herrn! Sie haben apostolische Autorität, benutzen Sie sie. Wo bleibt Ihr Glaube in das Übernatürliche?“


Strickland griff den Aufruf der Journalistin auf und antwortete ihr: „Eine wundervolle Idee! Ich fange mit den Vorbereitungen dafür an und werde andere ermutigen, dasselbe zu tun. Jesus Christus ist der Herr!“

Auf seiner Homepage hat der Bischof inzwischen konkrete Anweisungen gegeben, die auch als schriftliche Anweisung für die Priester seines Bistums gilt. „Ich weise jeden Priester an, in den Gemeinden, denen sie dienen, eine eucharistische Prozession durchzuführen im Zeitraum vor dem Fest des heiligen Josef“. Das Anliegen dieser eucharistischen Prozession ist es, „unseren Herrn um den Schutz dem Coronavirus und der Heilung für diejenigen, die bereits infiziert sind, zu bitten, sowie um Barmherzigkeit und ewige Ruhe für die Verstorbenen. Bitten Sie unseren Herrn auch um Kraft für unsere Familien und um die Kraft, sich von den Glaubenswahrheiten“ und ihren „ethischen und moralischen“ Implikationen leiten zu lassen.

Konkret schreibt Tyler seinen Priester vor, dass im Anschluss an eine Messfeier eine kleine Gruppe dazu eingeladen wird, an einer schlichten eucharistischen Prozession teilzunehmen. Die Prozession wird geleitet von den Priestern, unterstützt von Diakonen und, falls verfügbar, können Ministranten mitgehen. Eigens weist Tyler daraufhin, dass der Prozessionsweg „im Eigentum der Kirche liegen sollte, so dass keine zivilrechtliche Genehmigung erforderlich ist“. „Die richtige Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament ist von größter Bedeutung, dennoch müssen nicht viele Menschen an der Prozession teilnehmen“, die anderen Gläubigen können in dieser Zeit in der Kirche weiterbeten. „Der Priester in Albe und zwei Ministranten sind alles, was erforderlich ist. Wenn ein Diakon beteiligt ist, trägt er Albe und Stola. Wenn eine Gemeinde dazu in der Lage ist, eine aufwändigere Prozession durchzuführen, ist dies akzeptabel, allerdings nicht notwendig.“



Bischof Joseph Strickland, Diözese Tyler (US-Bundesstaat Texas)


Foto Bischof Strickland (c) Diözese Tyler


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