Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  2. Kritik von Kardinal Müller
  3. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  4. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  5. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  6. Die neue Limburger Sexualmoral
  7. 'Es ist höchste Zeit. Dies ist keine Übung!'
  8. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  9. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  10. Eine Zeit, in der die Wahrheit zu verschwimmen beginnt
  11. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  12. Initiative Neuer Anfang fordert: „Sofortiger Stopp des Synodalen Ausschusses!“
  13. Jordan Peterson warnt vor totalitärem Sozialkreditsystem im Westen
  14. Eine kaum noch "nachvollziehbare Methode" von Bätzing
  15. Papst Franziskus „zutiefst dankbar für das treue öffentliche Zeugnis“ am March for Life/Washington

Auf dem Weg – die Zwölf im Evangelium und die auf dem synodalen Weg

9. Februar 2020 in Buchtipp, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich bin nur noch fassungslos, wenn ich sehe, wie sich die Kirche in Deutschland auf dem synodalen Weg bewegt. Gastkommentar von Helmut Müller.


Frankfurt (kath.net)
Fast egal, wo man das Neue Testament aufschlägt, klingt auf dem Weg sein im Evangelium anders. Hat nicht Papst Franziskus, wie alle Päpste davor Evangelisierung angemahnt, aber was geschieht? Schauen wir einmal in die heutige Tageslesung vom 6. 2. 20 (Mk, 6,7 – 13) was im Evangelium auf dem Weg sein heißt.

• Da sind zwölf Männer unterwegs. Auf dem synodalen Weg sind deren Nachfolger fast bis zur Bedeutungslosigkeit schon zu seinem Beginn in die Masse der anderen Christgläubigen „integriert“ und offenbar nach dem Zeugnis der jungen Frau von Maria 1.0 (https://www.kath.net/news/70584) daran gehindert worden im Rahmen des synodalen Weges einer Eucharistiefeier vorzustehen, vermutlich um Wortgottesdienste anbieten zu können.

• Wie sind die Zwölf im Evangelium unterwegs? Mit Vollmacht. Ganz gewiss nicht mit Macht: Mit einem Wanderstab, ohne Brot, keiner Vorratstasche, keinem Geld im Gürtel [ohne Kirchensteuer], keinem zweiten Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Machtloser geht es nicht. Und was wurde am Wochenende auf dem synodalen Weg in Frankfurt offensichtlich? Es wird mit Macht Vollmacht gefordert. Diese Macht, die schon im Vorfeld durch die Geschäftsordnung – weder von Gottes Gnaden noch demokratisch legitimiert - erreicht worden ist, wird schon auf dem Weg dahin missbraucht, wie der erschütternde Bericht der genannten jungen Frau von Maria 1.0 gezeigt hat.


• Was ist in Mk, 6,7 – 13 Auftrag der Zwölf? Die unreinen Geister austreiben und ein Aufruf zur Umkehr. Man lässt eher die unreinen Geister, unter denen die Gesellschaft leidet, auch in die Kirche herein. Durch den Missbrauch sind schon unreine Geister in der Kirche. Mir kommt der Gedanke, dass man Beelzebub mit Beelzebub austreiben möchte. Um nicht umkehren zu müssen sollen vor allem Strukturen geändert werden, um „mit besserem Gewissen“ weiterleben zu können wie bisher um Sexualität aus der Enge der Ehe zu befreien, den Zölibat „frei stellen“ und damit die Lebensform Christi weiter marginalisieren zu können. Ist das dem einen oder anderen Bischof bewusst geworden, als er heute Morgen den Text des Evangeliums vorgetragen hat?

Ich will jetzt keinen naiven Umgang mit dem Evangelium predigen. Aber was mich am meisten geschockt hat, war die Annahme einer Resolution, dass man mit Zweidrittel Mehrheit Beschlüsse fassen kann, auch wenn sie der katholischen Glaubenslehre widersprechen. Was ist katholische Glaubenslehre anderes, als das, wozu die Nachfolger der Zwölf auf den Weg geschickten Männer beauftragt worden sind? Nach dem heutigen Tagesevangelium: Dämonen austreiben und zur Umkehr aufrufen: Das sollte von den Nachfolgern der Zwölf zeitgerecht, aber nicht unbedingt zeitgemäß für die jeweilige Zeit umgesetzt werden. Sie haben auch Vollmacht weitere Christen jeglichen Geschlechts mit diesem Auftrag ihrem Taufsakrament gemäß in Dienst zu nehmen.

In dieser Beauftragung ist noch jede Menge Luft nach oben. Wenn man aber die Vollmacht an die zwölf Männer nivelliert, so wie das schon in der Anlage des synodalen Wegs geschehen ist, ist man zwar auch meinetwegen auf einem christlichen Weg, aber auf dem Weg einer anderen Tradition des Christlichen, nämlich einem protestantischen. Wenn das so ist, warum soll man dann das Rad neu erfinden, wenn es sich schon 500 Jahre dreht und bis auf evangelikale Kreise nicht besser dreht? Aber wer will schon von denjenigen, die auf dem synodalen Weg sind, evangelikal werden? Da müsste man doch das Evangelium noch viel strenger beachten, oder?


kath.net-Buchtipp:
Zeitgerecht statt zeitgemäß
Spurensuche nach dem Geist der Zeit im Zeitgeist
Von Helmut Müller
Hardcover, 244 Seiten 2018 Bonifatius-Verlag
Preis Österreich: 15.40 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop


Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berther GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Winrod 9. Februar 2020 
 

"Um nicht umkehren zu müssen",

das ist des Pudels Kern. Um nicht umkehren zu müssen, schiebt man die Misere auf die Strukturen und bildet sich ein, mit deren Änderung sei das Notwendige getan. welch ein Irrtum!
Es werden zwei weitere verlorene Jahre sein, aber immerhin, bis dahin kann man weiter schlafen.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  2. Suizidbeihilfe? – „Diese Sichtweise widerspricht der Position der katholischen Kirche“
  3. „Letztlich geht es um die neue Evangelisierung“
  4. Deutsche Bischofskonferenz kritisiert Entwicklung in der Hagia Sophia-Frage
  5. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  6. Bistum Regensburg wird Priesterausbildung nicht verändern
  7. Priesterausbildung künftig an weniger Standorten?
  8. DBK stört sich auf Facebook an Weihwasser-„Erfrischungstüchern“
  9. Bischöfe zur NS-Zeit. Anmerkungen zum Wort der DBK zum Kriegsende 1945
  10. „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg“






Top-15

meist-gelesen

  1. Kritik von Kardinal Müller
  2. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  3. 'Es ist höchste Zeit. Dies ist keine Übung!'
  4. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  5. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  6. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  7. Klarstellung von Kard. Müller: „Papst Franziskus hat das genannte Buch mit großem Interesse gelesen“
  8. Eine Zeit, in der die Wahrheit zu verschwimmen beginnt
  9. Jordan Peterson warnt vor totalitärem Sozialkreditsystem im Westen
  10. Die neue Limburger Sexualmoral
  11. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  12. Kardinal Zen: „Bei Traditionis Custodes stimme ich Erzbischof Gänswein zu“
  13. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  14. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  15. Elon Musk mit scharfer Kritik am Weltwirtschaftsforum: ‚Ungewählte Weltregierung’

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz