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Kräutler in Kommunikationsausschuss der Amazonien-Synode gewählt

9. Oktober 2019 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
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Gremium spielt wesentliche Rolle bei medialer und öffentlicher Vermittlung der Inhalte der dreiwöchigen Beratungen im Vatikan - Zeitplan der Synode sieht zunächst abwechselnd Plenumstreffen und Kleingruppenberatungen vor


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler ist in die Informationskommission der bis 27. Oktober in Rom tagenden Amazonien-Synode gewählt worden. Das hat der Vatikan nach dem ersten Sitzungstag der Synode am späten Montagabend mitgeteilt. Das insgesamt zehnköpfige Gremium spielt eine wesentliche Rolle bei der medialen und öffentlichen Vermittlung jener Themen, die von den in der vatikanischen Synodenaula versammelten Bischöfen, Ordensleuten, Vertretern von Indigenen und Experten in den kommenden drei Wochen gemeinsam mit dem Papst beraten werden. Geleitet wird es von Paolo Ruffini, dem Präfekten des vatikanischen Kommunikations-Dikasteriums.

Bischof Kräutler - der 80-jährige gebürtige Vorarlberger war von 1981 bis 2015 Bischof der Amazonas-Prälatur Xingu - wurde von den Synodenmitgliedern zusammen mit dem Papstvertrauten und Leiter der Jesuiten-Zeitschrift "Civiltà Cattolica", Antonio Spadaro, sowie Bischof Rafael Cob Garcia aus Puyo in Ecuador und dem emeritierten venezolanischen Bischof Jose Angel Divasson Cilveti in den Kommunikationsausschuss gewählt. Die weiteren sechs Komissionsmitglieder waren vorab ernannt worden. Unter ihnen sind neben Ruffini und Vatikansprecher Matteo Bruni auch die Ordensfrau Sr. Maria Irene Lopes Dos Santos von der Amazonien-Kommission der Brasilianischen Bischofskonferenz und der Generalsekretär des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks Repam, Mauricio Lopez Oropeza.


Redaktion für Schlussdokument

Die Synodalen wählten am ersten Sitzungstag zudem vier Mitglieder des Redaktionsausschusses für das Schlussdokument der Synode. Diese sind Bischof Mario Antonio Da Silva aus Brasilien, der Vorsitzende der Peruanischen Bischofskonferenz Hector Miguel Cabrejos Vidarte, der kolumbianische Bischof Nelson Jair Cardona Ramirez und Erzbischof Sergio Alfredo Gualberti Calandrina aus Bolivien. Drei weitere Mitglieder werden von Papst Franziskus direkt ernannt. Ihre Namen sind noch nicht bekannt.

Die sieben Synodalen bilden zusammen mit dem Synoden-Generalrelator Kardinal Claudio Hummes, dem Synoden-Generalsekretär Lorenzo Baldisseri, Pro-Generalsekretär Bischof Mario Grech und den beiden Sondersekretären Kardinal Michael Czerny und Bischof David Martinez de Aguirre Guinea das zwölfköpfige Team, das einen Entwurf des Schlussdokuments erarbeitet und nach Änderungsanträgen redigiert.

So läuft die Synode ab

Unter dem offiziellen Motto "Amazonien - neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie" berät die am Sonntag vom Papst mit einem Festgottesdienst im Petersdom eröffnete Synode über Reformen des kirchlichen Lebens, aber auch über ökologische und soziale Folgen des Raubbaus in der ressourcenreichen südamerikanischen Region.

Bis Mittwoch tagt die Synode nun zunächst als Vollversammlung in der vatikanischen Synodenaula. Mit Blick auf die 258 Teilnehmer mit Rederecht darf ein Beitrag im Plenum vier Minuten nicht überschreiten. Papst Franziskus bat sich zudem aus, dass nach jeweils vier Wortmeldungen vier Minuten Schweigen eingehalten werden. Danach werden die Arbeiten bis Freitag in kleineren Gruppen, den sogenannten "circoli minori", fortgesetzt. Plenarrunden finden dann erneut vom 12. bis 15. Oktober statt, bevor am 16. und 17. Oktober wieder Kleingruppenberatungen folgen.

Noch am 17. Oktober sollen die Erträge aus den Arbeitskreisen vorgetragen werden, bevor ein Ausschuss mit zehn Mitgliedern einen Entwurf für das Schlussdokument erarbeitet. Dieser wird den Synodalen am 21. Oktober vorgestellt und anschließend in den Arbeitskreisen diskutiert. Die Schlussfassung soll am 25. Oktober in der Aula präsentiert und am 26. Oktober in der letzten Generalversammlung abgestimmt werden. Ob der Text veröffentlicht wird, liegt in der Entscheidung des Papstes. Die Synode endet am 27. Oktober.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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