Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Kardinal Pell ist ‚Sündenbock’ für die ‚Verbrechen weniger Kleriker’

25. März 2019 in Weltkirche, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es sei schockierend, dass ein Angeklagter aufgrund der unbestätigten Aussage eines Zeugen schuldig gesprochen werden könne, obwohl es zwanzig Entlastungszeugen gegeben habe, sagt ein ehemaliger Ministrant der Kathedrale von Melbourne - VIDEO


Melbourne (kath.net/LSN/jg)
George Kardinal Pell sei für die Geschworenenjury ein Sündenbock gewesen, der für die Verbrechen der Kriminellen unter den Klerikern verurteilt worden sei. Das sagte John Macaulay, ein ehemaliger Ministrant der Kathedrale in Melbourne und Bekannter von Kardinal Pell, in einem Interview mit Raymond Arroyo von EWTN.

„Stand die Kirche vor Gericht?“ fragte Arroyo. „Ja, und nicht nur die Hierarchie“, antwortete Macaulay. Laienkatholiken würden die kirchenfeindliche Stimmung ebenfalls zu spüren bekommen. In sozialen Medien und Massenmedien würden sie wegen der Taten einer kleinen Zahl von Klerikern in Melbourne ebenfalls diskreditiert.


Pell wurde im Dezember 2018 für sexuellen Missbrauch an zwei dreizehnjährigen Chorknaben für schuldig befunden. Der Vorfall soll sich an einem Sonntag im Jahr 1996 nach der heiligen Messe um 11 Uhr ereignet haben.

Macaulay war während der späten 1990er Jahre Ministrant an der St. Patricks Kathedrale in Melbourne. Er bestätigte, dass Kardinal Pell nach der heiligen Messe um 11 Uhr immer vor der Kathedrale war und die Gläubigen begrüßte.

Er habe die Aussage des einzigen Belastungszeugen nicht überzeugend gefunden, sagte er über den Prozess. Zusätzlich hätte es zwanzig Zeugen gegeben, die Pell ein Alibi für die Tatzeit gegeben hätten. Normalerweise würde ein Alibi für einen Freispruch reichen, merkte Macaulay an.

Als Bürger Australiens sei er über das Urteil entsetzt. Als Katholik habe er es erwartet, weil Pell seit 20 Jahren ein Blitzableiter für antikatholische Ressentiments gewesen sei. 1996 seien Angehörige der Schwulenbewegung jeden Sonntag mit Regenbogenschärpen in die Messe gekommen. Kardinal Pell habe ihnen erklärt, er würde ihnen die Kommunion nicht spenden, weil sie während der heiligen Handlung einen (politischen) Protest durchführen würden. Der Vorfall habe Schlagzeilen gemacht. Seither sei Pell für die Presse als „erzkonservativ“ und „Ungeheuer“ stigmatisiert gewesen.

Das Urteil gegen Pell habe sich seit zwanzig Jahren angebahnt und sollte die australischen Katholiken nicht überraschen, merkte Macaulay an. Es sei schockierend, dass das Rechtssystem des australischen Bundesstaates Victoria einen Angeklagten aufgrund einer unbestätigten Zeugenaussage verurteilen könne, sagte er.

EWTN - Raymond Arroyo interviewt früheren Melbourner Minstranten John Macaulay: Schockierend, dass Kardinal Pell schuldig gesprochen wurde (engl.)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pell

  1. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  2. Pell unmittelbar vor seinem Tod: Die Kirche muss sich von diesem ‚toxischen Albtraum’ befreien
  3. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: Papst wird eingreifen und Schisma verhindern
  4. Kardinal Pell: Deutsche Bischöfe haben die Pflicht, die Lehre der Kirche zu verkünden
  5. Kardinal Pell: Anhaltspunkte, aber keine Beweise für vatikanische Intrige
  6. ‚Dem Vatikan droht eine langsame Pleite’ – Kardinal Pell
  7. ‚Prison Journal’ – die Bulldogge und ein katholischer ‚Haka’
  8. "Ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis!"
  9. Eine finstere Affäre, befeuert von Gerüchten
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz