Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Oster: 'Katholisch ist das, was das Lehramt sagt'
  2. Rosenkränze für Weltjugendtag 2023 aus Recycling-Material
  3. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  4. Ramadan-Wünsche vom Vatikan: Gemeinsam "Zeugen der Hoffnung"
  5. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  6. DBK-Vorsitzender Bätzing: Debatte um selbstbestimmtes Sterben „sehe ich mit großer Sorge“
  7. Brandmüller: deutsche Nationalkirche im Eilmarsch „Los von Rom“
  8. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  9. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  10. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  11. Sind staatliche Einschränkungen für religiöse Veranstaltungen erlaubt?
  12. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?
  13. US-Bundesstaaten wollen ‚Trans-Frauen’ von Sportbewerben der Damen ausschließen
  14. Frankreich: Historische Dorfkirche brennt bis auf die Grundmauern nieder
  15. Keine Eucharistie im Lockdown: Priester bittet Gläubige um Vergebung

Eine moralische Pflicht zum 'Kirchenaustritt'?

20. März 2019 in Kommentar, 230 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vielleicht sollten Katholiken in Deutschland etwas revolutionärer werden und Marx, Bode & Co, die de facto ein Schisma mit der Weltkirche in Kauf nehmen, ganz klar mitteilen, dass dann auch der „Austritt“ folgen wird - Ein Kommentar von Roland Noé


München (‪kath.net‬/rn)
Jede Woche kommen bei ‪kath.net‬ Anfragen an, wie man denn in Deutschland die Kirchensteuer umgehen könne. Die Antwort ist relativ einfach: „Austreten“. JA, so einfach geht das. Sonst wird man in Deutschland die Kirchensteuer nicht vermeiden können. Übrigens ist neben Österreich und der Schweiz Deutschland das einzige katholische Land der Welt, in dem es eine solche Steuer gibt, und weltweit sogar das einzige Land, in dem der Staat bei der Eintreibung mithilft. Damit praktiziert ausgerechnet im „Luther-Land“ Deutschland die katholische Kirche die Vermischung eines Sakraments mit Geld in einer Extremform, die weltweit bei Katholiken für Kopfschütteln und Unverständnis sorgt.

Zurück zur Frage: Wie kann man es vermeiden? Nochmals die klare Antwort: „Austreten“. Das Wort klingt erschreckend für einen überzeugten Katholiken, aber die eigentliche Frage lautet: kann man überhaupt aus der Kirche austreten? Die Antwort ist „NEIN“. Etliche Theologen haben immer wieder betont, dass man theologisch gesehen aus der katholischen Kirche gar nicht austreten kann, da jeder Getaufte durch den Empfang dieses Sakraments definitiv in die Kirche eingegliedert wird.

„Semel catholicus semper catholicus“ (einmal katholisch, immer katholisch) nennt sich der dogmatische Grundsatz dahinter, der nach wie vor Gültigkeit hat und deutlich gewichtiger ist als angstauslösende Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zu dem Thema.

2009 hatte Benedikt XVI. bestätigt, dass ein formaler Abfall vom Glauben der Kirche das Prägemal der Taufe nicht auslöschen kann, da es untilgbar ist.


Der Päpstliche Rat für die Interpretation von Gesetzestexten hatte 2006 erklärt: „Der Abfall von der katholischen Kirche muss, damit er sich gültig als wirklicher actus formalis defectionis ab Ecclesia darstellen kann (…), konkretisiert werden in: a) einer inneren Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen, b) der Ausführung und äußeren Bekundung dieser Entscheidung, c) der Annahme dieser Entscheidung von Seiten der kirchlichen Autorität“.

Fakt ist, dass es in Deutschland immer mehr Katholiken gibt, bei denen a) nicht zutrifft. Sie wollen die Kirche nicht verlassen, sie wollen lediglich kein Kirchensystem mehr finanziell fördern, welches tatsächlich vor Ort und praktischer Weise immer weniger mit Glaube und Kirche zu tun hat.

Erzbischof Georg Gänswein hatte 2016 den deutschen Weg bei Kirchenaustritten schwer kritisiert und klargestellt, dass das Schwert der Exkommunikation korrekturbedürftig sei. Gänswein hatte die Bischöfe zu einem Ende der Exkommunikation bei Kirchenaustritten aufgefordert.

"Das scharfe Schwert der Exkommunikation bei Kirchenaustritt ist unangemessen und korrekturbedürftig", so Gänswein gegenüber der Schwäbischen Zeitung. Es sei übertrieben und nicht nachvollziehbar, dass man nicht mehr Teil der Kirche sei, wenn man die Kirchensteuer nicht mehr zahlen wolle. "Man kann Dogmen infrage stellen, das tut keinem weh, da fliegt keiner raus. Ist denn das Nichtbezahlen von Kirchensteuer ein größeres Vergehen gegen den Glauben als Verstöße gegen Glaubenswahrheiten?", fragte er.

Keine Angst: Auch in Deutschland gibt es immer mehr Priester, die kein Problem damit haben, wenn ein Katholik aus der Kirche „austritt“. Die Hl. Eucharistie wird man trotzdem überall bekommen, auch ein kirchliches Begräbnis wird kaum ein Priester verweigern. Und der liebe Gott dürfte ohnedies ein viel, viel größeres Herz haben, das auch unsere Motivation kennt.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Deutschland stellt sich aber inzwischen die Frage gar nicht mehr, ob Gott ein „Kirchenaustritt“ in Deutschland beleidigen würde, sondern ob es nicht inzwischen in einigen deutschen Diözesen, in denen die Hirten seit Jahren damit beschäftigt sind, die katholische Kirche und ihre Lehre völlig zu demolieren, nicht mittlerweile bereits Pflicht wäre, aus der Kirche „auszutreten“, um damit mit dem eigenen Geld dies nicht noch zu unterstützen.

kath.net-Leser „Beethoven“ hat vor einigen Tagen beim Thema "Soll in Deutschland die katholische Sexualmoral abgeschafft werden?" folgenden Leserkommentar gepostet: „Ich stelle die Frage: Ich erkläre dem Standesamt, dass ich keine Kirchensteuer zahle. Ich will aber weder die Kirche verlassen, noch habe ich etwas ähnliches vor der zuständigen kirchlichen Autorität bekundet. Auf der anderen Seite legt ein Kardinal, der mit seiner blutroten Schärpe versprochen hat, sein Leben für Christus hinzugeben, sein Kreuz öffentlich vor aller Welt ab. Und jetzt frage ich euch: Wenn beide vor ihrem letzten Richter stehen und sich über ihre Treue zur Kirche und Christus verantworten müssen, wer von beiden wird gerichtet werden?“

Vielleicht sollten Katholiken in Deutschland hier durchaus etwas mutiger und revolutionärer werden und Bischöfen wie Marx, Bode und anderen, die beispielsweise die Sexualmoral der Kirche de facto abschaffen wollen und de facto ein Schisma mit der Weltkirche in Kauf nehmen, ganz klar ins Stammbuch schreiben, dass dann auch der „Austritt“ folgen wird. Geld ist in Deutschland bei nicht wenigen Bischöfen nach wie vor das stärkste Argument. Neue Mitglieder werden diese Bischöfe mit der Abschaffung der Sexualmoral keine gewinnen, höchstens treue Mitglieder verlieren.

Daher: Rufen Sie Ihren Bischof an oder schreiben Sie ihm dies ganz klar. Keine Angst: Auch mit einem „Kirchenaustritt“ in Deutschland bleibt man Katholik vor dem lieben Gott und hat noch immer gute Chancen in den Himmel zu kommen, wenn man ein rechtschaffenes Leben führt und auf die Barmherzigkeit Gottes vertraut.



NEU! kath.net-via Telegram-Messanger - kath.net-Breaking News, kath.net-Mission und NEU (!) "Church-Whispers" (Hintergründe, Kirchengeflüster, fast Privates und mehr)


Kommen Sie zu den kath.net-Treffen nach Wien und Berlin!



Der kath.net Video Blog Montag #7 - Die Gerechtigkeit Gottes & das Martha Syndrom from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 discipulus 26. März 2019 
 

@Bernhard Joseph

Bei dieser Beschreibung des Zustands der Kirche kann ich Ihnen nur zustimmen. Die Bürokratisierung und "Verbeamtung" der Kirche kritisiere ich schon lange. Um die "Fleischtöpfe Ägyptens" auszutrocknen, wäre es sicher sinnvoll, die Kirchensteuer abzuschaffen. Da die deutschen Bischöfe zu träge sind, sollte Rom diesbezüglich endlich handeln. Aber bislang haben leider nicht einmal mutige Zeugen wie Erzbischof Dyba oder die Kardinäle Meisner und Degenhardt eine Abschaffung der Kirchensteuer gefordert.


5

0
 
 Bernhard Joseph 26. März 2019 
 

@discipulus - Jetzt sind wir doch nahe beieinander Teil 2

Wenn Sie sich "Hirten" wie Kardinal Marx anschauen, dann lässt sich doch deutlich feststellen, dass diese den Glauben immer weiter verwässern und lediglich noch das Interesse erkennbar ist, die Institution mit einem entleerten Glauben aufrechtzuerhalten. Im Grunde nichts weiter als eine Neuauflage der Pfründementalität der Renaissancezeit. Man sucht in Gremien und diversen kirchlichen Pöstchen, die wie Pilze aus dem Boden schießen - siehe Pastoralreferentinnen - die Kirche als sicheren Arbeitsplatz umzugestalten, wobei der Glaube selbst keine tiefere Rolle mehr spielt; also ein üppig ausgestatterter Sozialverein.

Nichts gegen Sozialvereine, aber die Kirche hat eine andere Aufgabe, die ihr von Gott übertragen wurde und die eben durch die Verzerrungen eines durch den Mammon korrumpierten Klerus immer mehr verdunkelt wird.

Es ist einfach schon pervers, Armut und Bescheidenheit zu predigen und dann Milliardenvermögen zu horten. Frankreich ist zudem geschichtlich bedingt ein Sonderfall.


2

0
 
 Bernhard Joseph 26. März 2019 
 

@discipulus - Jetzt sind wir doch nahe beieinander

Ich stimme Ihnen zu, dass es zu allen Zeiten in der Kirche die Versuchung gab, den Glauben durch weltlichen Besitzt zu korrumpieren. Leider hat das immer wieder zu extremer Feindseligkeit in Teilen der Bevölkerung gegenüber der Kirche bzw. ihrer Hirten geführt.

Sie übersehen aber den Wandel, den die Kirche gerade auch, was die Etablierung bürokratischer Strukturen und damit verbunden, einen immer weiter aufgeblähten Verwaltungsapparat, in den letzten 100 Jahren durchlaufen hat. Die Kirchensteuergelder fließen vorwiegenden in eine Bürokratie, die dem katholischen Glauben den Kampf angesagt hat. Das stellt ein großes Problem für jeden dar, der den Glauben nicht auch noch mittels seiner Steuergelder zersetzt sehen will. Hier setzt die Kritik an und sicher nicht zu unrecht.

Wenn man bedenkt, wie bei dem innerkirchlichen Kampf gegen den Limburger Bischof Tebratz van-Elst bekannt wurde, dass im bischöflichen Stuhl Limburgs nahezu 1 Milliarde Euro liegen, dann wird man schon nachdenklich!


2

0
 
 Critilo 26. März 2019 
 

St. Cyrill

St. Cyrill v. Alex. sah sich seinerzeit mit den Irrlehren d. byz. Patriarchen Nestorius konfrontiert.

Er hat diesem Irrlehrer zwar widersprochen, sich aber nicht behauptet, ihn absetzen oder die byz. Gläubigen zum "Kollektenstreik" gegen ihn aufrufen zu können.

Stattdessen legte er den Fall dem röm. Pontifex zur Entscheidung vor.


2

0
 
 discipulus 26. März 2019 
 

@Bernhard Joseph - Fortsetzung

Außerdem sollte man sehen, daß die Versuchung des Besitzes nicht der einzige Grund für die Verweltlichung der Kirche ist. Die Kirche in Frankreich ist relativ arm und es gibt dort keine Kirchensteuer. Aber wo ist denn das blühende kirchliche Leben, das laut den Gegnern der Kirchensteuer anbricht, wenn diese abgeschafft wird? Der Zustand der französischen Kirche ähnelt der deutschen sehr. Über weite Teile hinweg Anpassung an den Zeitgeist, Mißachtung der kirchlichen Normen in der Liturgie etc. Und wie in Deutschland gibt es Priester und Laien, die sich treu an die kirchliche Lehre halten und durch ihr Zeugnis Hoffnung geben. Die Kirchensteuer allein kann das Problem der Verweltlichung also offensichtlich nicht erklären. Das Hauptproblem, Gandalf hat in seinem neuen Artikel darauf hingewiesen, ist das Fehlen von Gebet, Opfer und Mission, kurz: von Glauben.


3

0
 
 Kostadinov 26. März 2019 

In der Schweiz ist es m.E. mittlerweile Pflicht...

...insbesondere weil hier ein weltliches Gericht den Sakramentenausschluss à la Deutschland verboten hat. Austreten aus der Körperschaft, einzahlen in den Solidaritätsfonds des Bistums, dann bekommt man schriftlich, dass man seine Unterhaltspflicht erfüllt hat. Den Betrag entscheidet man selbst. Wenn z.B. der Nachfolger von Bischof Huonder ein Hyperprogressiver wird, dann kann man bildlich gesprochen von CHF 5000 auf CHF 50 zurückfahren (und die Differenz der FSSP(X) geben)


6

0
 
  25. März 2019 
 

@discipulus

Um genau zu sein: Die Kirchensteuer ist auf dem Mist der Logenbrüder des 19.Jahrhunderts gewachsen zu denen auch ein gewisser Otto von Bismarck, seines Zeichens Hochgradfreimaurer und Reichskanzler, zählte.
Sein Plan (= das Diktat der Loge), "die Pfaffen zu besolden wie die Beamten, um die Kirche auszurotten," nimmt gerade in unserer Zeit gespenstische Züge an. - Oder wollen Sie das etwa leugnen?


6

0
 
 wandersmann 25. März 2019 
 

Beichtvater fragen

Ich habe meinen Beichtvater gefragt. Der hat gesagt drin bleiben, obwohl ich ziemlich viel Kirchensteuer bezahle und das Geld der Organisation meines Beichtvaters gespendet hätte. Er wusste das.

Unser Geld gehört bekanntlich nicht uns, sondern wir sind nur Verwalter. Wenn der Beichtvater sagt drin bleiben, dann habe ich keine Verantwortung mehr dafür und muss mir keine Sorgen machen. Natürlich sehe ich, dass das Geld die "falschen" Angestellten bezahlt.

Gott kann aber auch auf diese Weise Gutes bewirken. Auch der Teufel ist nur Teil von jener Macht, die stets das Böse will und doch das Gute schafft bzw. schaffen muss. Die Kirchenangestellten umso mehr.

Letztendlich wird Gott die Dinge schon richten und wenn er will, dass ich Menschen, die gegen die Kirche arbeiten, Geld gebe, dann tue ich das eben.

Die großen Beichtväter (Pater Pio, Pfarrer von Ars) durften eine Zeitlang keine Beichten abnehmen. Sie haben sich dieser unsinnigen Anordnung auch gefügt.


7

0
 
 Bernhard Joseph 25. März 2019 
 

@discipulus

Das unterstelle ich natürlich nicht, aber das Gift der Kirchensteuer hat schleichend seine Wirkung getan.

Es ist doch eine Tatsache, dass die Kirchensteuer in den meisten katholischen Ländern unbekannt ist. Insofern kommt diese Steuer aus einem bestimmten geschichtlichen Kontext, dem von mir angesprochenen Kulturkampf.

Bitte erläutern Sie mir dich einfach kurz die Notwendigkeit der Kirchensteuer.


5

0
 
 MarinaH 25. März 2019 
 

Kommentare nur für 7 Tage

@ Gandalf
gerade habe ich mir mal den Artikel mitsamt der 250 Kommentare ausgedruckt. Oft empfinde ich diese als zusätzlich erläuternde Infos oder es ist weiteres Hintergrundwissen. Gerade auch kontroverse Diskussionen helfen mir, eine eigene Meinung zu bilden.
Ich finde es schade, nach 7 Tagen keinen Zugriff mehr auf die Kommentare zu haben. Vor allem, wenn ich später nochmal einen Artikel oder Thema nachschlagen will.
Gibt es einen speziellen Grund dafür?


5

0
 
 discipulus 25. März 2019 
 

@Bernhard Joseph, @leibniz. Damit sich hier kein Irrtum festsetzt: die Kirchensteuer ist kein "trojanisches Pferd", das Hitler der Kirche untergeschoben hätte. Die Kirchensteuer wurde in zahlreichen Gliedstaaten des Deutschen Bundes im 19. Jhdt. eingeführt und im Deutschen Reich beibehalten. Auch die Frankfurter Paulskirchenverfassung enthält sie. Aus dieser Verfassungstradition heraus wurde sie 1919 auf Drängen der katholischen Bischöfe und der protestantischen Landeskirchen im Rahmen der Selbstverwaltung der Religionsgemeinschaften in die Weimarer Reichsverfassung aufgenommen und 1949 von dort ins Grundgesetz übernommen. Das ist in jedem Kommentar zum Grundgesetz, in den Lehrbüchern zum Religionsverfassungsrecht und wohl in jedem deutschen Handbuch zum Kirchenrecht nachzulesen.


3

0
 
 bücherwurm 25. März 2019 

@MarinaH: Das ist allerdings wirklich eine merkwürdige Praxis, zugegeben.


3

0
 
 MarinaH 25. März 2019 
 

@Bücherwurm

verehrte/r Bücherwurm
Ich kritisierte nicht, dass "sogar Diakone" bei uns beerdigen und ich weiß, dass Diakone Kleriker sind. Ich kritisiere nicht einmal, dass auch Laien wie Pastoralreferenten etc. beerdigen.

Was ich kritisierte ist, dass weil "auch Diakone" und Laien beerdigen, das für mich dazugehörige Requiem (was ein Diakon oder Laie natürlich nicht feiern kann), aus "Gleichheitsgründen" IMMER ein Wortgottesdienst ist. Selbst wenn ein Priester die Beerdigung hält, MUSS auch er einen Wortgottesdienst feiern.

Unabhängig davon, dass viele gar keinen Wert auf ein Requiem legen, werden die treuen Gläubigen, denen dies aber sehr wichtig ist, nun auch noch vergrault.

Das gipfelt bei uns darin, dass selbst Priester, die einen Elternteil beerdigen (in Anwesenheit vieler weiterer Mitbrüder) einen WOGO halten (und dann ggf. später im privaten Rahmen nochmal ein richtiges Requiem feiern).


7

0
 
 Gandalf 25. März 2019 

Hier gehts weiter!

Altes Thema und neues Thema...

www.kath.net/news/67412


2

0
 
 Michmas 25. März 2019 
 

Das wäre doch mal was

wenn ein Bischof erklären würde dass in seinem Bistum keine Kirchensteuer bezahlt werden muss bzw.sie wird zurückerstattet. Ganz abgesehen davon ob dies rechtlich möglich wäre denn dann würde diese Diskussion mal so richtig Fahrt aufnehmen in der deutschen Kirche.


2

0
 
 Rolando 24. März 2019 
 

Das Problem ist nicht die Kirchensteuer, sondern deren Verwendung

Diesen Minimalbeitrag zahlen, dann kann man weiterhin freiwillig Spenden, wo es der echten Evangelisation und Armen zugute kommt.
Was würde die Reduzierung der Kirchensteuer oder deren Wegfall bedeuten? Es würde dort gestrichen wo die Bedürftigen sind, sie würden darunter leiden. Beten wir um Bekehrungen der Verantwortlichen, um gute Verteilung und Verteiler.


9

0
 
 lesa 23. März 2019 

Klärung der Gedanken anstelle von dumpfem Unbehagen

@Gandalf: Ein gutes Schlusswort!
Der Artikel mitsamt den vielen Kommentaren (die Rekordzahl zeigt, wie sehr das Thema bewegt!) hat gewiss vielen zur gedanklichen Klärung und Gewissensentscheidung geholfen!


7

0
 
 Gandalf 22. März 2019 

So, das letzte Wort vor dem Wochenende von mir zum Thema..

@all: Die ganze Sache ist fatal, es ist eine Gewissensentscheidung, dh. bitte hier nicht gegenseitig verdammen, egal, wie sich wer entscheidet. Beide (!) Wege sind legitim. So, und jetzt alle raus und die Natur, die SONNE SCHEINT ;-)


7

0
 
 griasdigott 22. März 2019 

Sammelpetition an DBK?!

Vielen Dank besonderes auch für die letzten Kommentare. Sehr erhellend!
Doch was konkret tun? Ich habe nochmal gegoogelt und gelesen, dass auch Bischof Handke mit dieser Regelung gar nicht glücklich ist. Benedikt XVI war es ja auch nicht. Wenn jetzt schon Papst em Benedikt als Kenner der deutschen Kirchensteuer nichts unternommen hat, ja wer dann?
So bleibt nur die Bitte, einen neuen Anlauf zu wagen. Vielleicht Bischof Handke, Brandmüller als Experte u.a.?!

Selber könnte man evtl einen Brief an den Bischof schreiben, dass man aus Gewissensgründen(!) dies und jenes nicht unterstützen kann und will und die eigenen Beiträge nur für den Pfarrkirchenerhalt usw verwendet wissen möchte. Wer kann, sollte den Brief sogar persönlich übergeben, nach dem Gottesdienst z. B.
Da könnte man ja auch anbieten, die Kirchensteuer umzuwidmen, mit der Bitte um baldige Anerkennung dieser Form der Kirchensteuerzahlung.

Vielleicht so etwas sogar als Sammelpetition an die DBK.


4

0
 
 leibniz 22. März 2019 
 

@ discipulus II.

Aber weit gefehlt: Wenn es um den Glauben geht, machen die deutschen Bischöfe gerne Abstriche. Aber dies gilt natürlich nicht für das liebe Geld. Also haben sie einfach nach einem anderen Canon gesucht, mit welchem sie die Strafmaßnahmen begründen können. Das Vergehen wird einfach nicht mehr mit Apostasie bezeichnet und der Ausschluss von den Sakramenten nicht mehr mit Exkommunikation, obwohl es in der Sache keinen Unterschied gibt.
Es fällt mir gar kein Begriff ein, um eine derartige Infamie zu bezeichnen!
Bernhard Joseph hat Recht: Adolf hat gewonnen!


8

0
 
 leibniz 22. März 2019 
 

@ discipulus I.

"Das katholische Kirchenverständnis lässt mir keine andere Wahl, als mich den Bischöfen und dem Papst gehorsam zu zeigen."
Hier irren Sie, lieber discipulus.
Das katholische Kirchenverständnis fordert keinen Kadavergehorsam.
Franz Jägerstätter folgte auch nicht der Weisung seines Ortsbischofs, er solle trotz seiner Bedenken Wehrdienst für die Nazis leisten, sondern seinem Gewissen, in dem er den Wehrdienst verweigerte.
So wie Sie das darstellen, wurde der Papst, damals Benedikt XVI. von den deutschen Bischöfen geradezu ausmanövriert! Benedikt sagte, der Austritt aus dem Steuerverband kann nicht als Abfall vom Glauben interpretiert werden. Und da nur Apostasie oder Häresie oder ähnlich schwere Vergehen nach dem Codex von 1883 die Exkommunikation nach sich ziehen, hätte die DBK diese Strafandrohung eigentlich zurücknehmen müssen. Denn die Kirche hat ganz bewusst im neuen Codex die Strafen fast abgeschafft.


10

0
 
 lakota 22. März 2019 
 

@Gandalf

Gegenfrage: Lebt Benedikt XVI im Vatikan oder in Deutschland?


6

0
 
 siebenschlaefer 22. März 2019 
 

@discipulus"bitte hören Sie auf, mich als jmdn. darzustellen, der die jetzige Regelung für gut hält"

Wie wär's, wenn Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber für die Abschaffung der Regelung einsetzen ;-)? Sonst bleibt mir nichts anderes übrig, als Sie für die Auszeichnung als "Mitarbeiter des Monats" vorzuschlagen...


5

0
 
 discipulus 22. März 2019 
 

Thalelaios

Bitte nennen Sie mir einen Kirchenrechtler, der die These vertritt, dass c.1261 und 1262 die Freiheit der Gläubigen bzgl.c. 222 NICHT einschränkt, wie von Ihnen behauptet. C. 222 ist offen gehalten, ja, damit die Bischöfe eine den jeweiligen Ländern angemessene Regelung treffen können.


6

0
 
 Thalelaios 22. März 2019 
 

Schön, aber meinen vorherigen Beitrag bestätigend,

dass Sie nun die Unverhältnismäßigkeit des DBK-Verhaltens auch noch anerkennen. Es bleibt aber dennoch dabei, dass aus den Folgen kohärenter Rechtsanwendung die Sache an sich geklärt ist, nämlich bereits seit 2006, denn die Dokumente Papst Benedikts haben nicht nur einen formalen Charakter, sondern sind auch im Geist des Willens seines Urhebers zu lesen. Dieser aber ist unmissverständlich zum Ausdruck gekommen.

Im Grunde ist es eine fortwährende Beleidigung des Papa emeritus, die Sie uns hier auftischen, so als ob er nach 2012 den Verstand verloren hätte und sich selbst widersprechen würde.


4

0
 
 Thalelaios 22. März 2019 
 

@discipulus: Die hinzugestellten canones gehen am Thema vorbei und können den für die Gläubigen

entscheidenden canon 222 nicht beeinflussen. Dieser ist von der Vätern des Codex bewusst so offen gehalten worden, dass er auch im Sinne der Gläubigen, also im Sinne einer Wahlfreiheit der Unterstützung zu interpretieren ist, damit es eben nicht auf den Zustand in D hinausläuft, eine erzwungene Pfründenakkumulation.
Aber eine ganz andere Frage ist: wer sich so routiniert in den Fragen der DBK-Kirchensteuer bewegt, und zwar nur zugunsten eben dieser, und dabei sich äußerst wendig verhält, wenn er argumentativ in der Ecke sieht, dann eben doch zugibt, dass bei Nichtzahlern kein Abfall von der Kirche vorliegt, usw. usw., da dünkt mich doch, es könne sich um jemandem handeln, der dies nicht als Hobby betreibt, sondern als Broterwerb?

Letztlich aber tun Sie alles, um auch den Letzten deutlich zu machen, dass es den deutschen Bischöfen nur um IHRE Macht geht, die sie mit diesem Geld sichern.

Fakt ist, es gibt nicht einen seriösen Kanoniker, der den CIC nach DBK-Lesart interpretiert.


6

0
 
 Thalelaios 21. März 2019 
 

Sorry, liebe Mitforisten, dass ich mir untreu werde und mich doch noch mal zu Wort melde

Aber wenn ein @Forist discipulus hier andauernd Fake-News verbreitet, wie zuletzt in seinem Beitrag an @siebenschlaefer, dann kann man nicht in Ruhe schlafen gehen. Er spricht nun bei einer Nichtzahlung der DBK-Steuer von einem "Verstoß gegen die Pflicht zum Unterhalt nach Maßgabe der Bischofs" und rechtfertigt damit die höchstmögliche Kirchenstrafe, also das schärfste Schwert, über das die Kirche in ihrer Geschichte verfügte (neben dem Interdikt als Territorium-Kollektivstrafe)

DAS STEHT NIRGENDWO IM CIC!!!

Einschläg.Paragr.:

Can. 222 — § 1. Die Gläubigen sind verpflichtet, für die Erfordernisse der Kirche Beiträge zu leisten, damit ihr die Mittel zur Verfügung stehen, die für den Gottesdienst, die Werke des Apostolats und der Caritas sowie für einen an. gemessenen Unterhalt der in ihrem Dienst Stehenden notwendig sind.
§ 2. Sie sind auch verpflichtet, die soziale Gerechtigkeit zu fördern und, des Gebotes des Herrn eingedenk, aus ihren eigenen Einkünften die Armen zu unterstützen.


6

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

Frage: Zahlt Benedikt XVI. aktuell Kirchensteuer?

Wer kennt die Antwort?


2

0
 
 discipulus 21. März 2019 
 

@siebenschlaefer

Den Beweis der Behauptung finden Sie in den angegeben Artikel von Herrn Bier.

Die DKB stellt 2012 das Nichtleisten des Kirchenbeitrags in Form der Kirchensteuer unter Strafe. Diese Strafe wurde von Rom als korrekt anerkannt. Beleg: Aufsatz von Herrn Bier. Damit ist diese Strafe nicht betroffen von der Feststellung von PP Benedikt XVI., daß der "Kirchenaustritt" nicht per se ein formaler Abfall von der Kirche ist. Auch wenn beides mit der Kirchensteuer zu tun hat, geht es hier um zwei verschiedene Straftatbestände (Abfall von der Kirche: nein; Verstoß gegen die Pflicht zum Unterhalt nach Maßgabe des Bischofs: ja). Das ist doch ganz einfach zu verstehen.

Ich kann nur nochmals sagen: ich befürworte eine Abschafffung dieses Systems, lieber heute als morgen. Daß mich manche hier als "Kirchensteuereiferer" bezeichnen, ist daher unredlich und entspricht nicht meiner Position. Das habe ich mehrmals durchblicken lassen und bereits explizit geschrieben.


7

0
 
 siebenschlaefer 21. März 2019 
 

@discipulus: Den Beweis für Ihre These bleiben Sie weiterhin schuldig!

Er ist eben auch nicht zu erbringen. Darüber hinaus machen Sie weiter Advokatenwinkelzüge und zünden Nebelkerzen, indem Sie den Foristen das Wort im Munde umdrehen. Niemand hat behauptet, Papst Benedikt habe nach 2012 irgendetwas verurteilt, denn das brauchte er auch nicht, da er bereits 2006 für abschließende Klarheit gesorgt hat.
Wissen Sie, ein Papst der RKK ist nicht so sehr auf die DBK fixiert, wie Sie uns das Glauben machen wollen. Die DBK mag vielleicht denken, sie sei der Nabel der Welt, aber dem ist nicht so. Und wie @Gandalf bereits mit gewisser Süffisanz feststellte: Gott ist kein Deutscher! Für mich der letzte Post zu diesem Thema, morgen schaue ich, was kath.net an neuen wichtigen Nachrichten hat und insbesondere freue ich mich auf die Kolumne Benedicta am Freitag.


5

0
 
 lakota 21. März 2019 
 

Ein letztes Wort

Wenn schon die Überschrift die Frage stellt: "Eine moralische Pflicht zum 'Kirchenaustritt'?" und dann gesagt wird "in D wäre ohne Kirchensteuer viel gottloses Geschehen nicht möglich" (Thalelaios) - heißt das doch wohl im Umkehrschluß ich bin an dem gottlosen Geschehen mitschuldig wenn ich weiter Kirchensteuer zahle. Sowas nenne ich moralisch unter Druck setzen.


8

0
 
 leibniz 21. März 2019 
 

Ja, formal mag es rechtens sein. Aber eine derartig drastische Strafe, entspricht sie auch dem Geist des CIC von 1983? In reformierten CIC gibt es fast keine kirchlichen Strafen mehr.
Das Geld ist eben der DBK wesentlich wichtiger als der christliche Glaube.
Die Bischöfe haben die Kirche an die Wand gefahren und werden daher auch das geliebte Geld verlieren.


5

0
 
 norbertus52 21. März 2019 
 

Kardinal Sarah

Ich könnte mir vorstellen,dass das Buch von Kardinal Sarah für viele hier eine Antwort und Orientierung sein kann. Die Kirche braucht jetzt Menschen deren Herzen für Christus und seine Kirche brennen.


9

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

@lakota

Ganz ehrlich: Es geht Sie überhaupt nichts an, ob Jmd. den Schritt macht oder nicht. Wo sind wir denn?

Dafür muss sich Niemand hier rechtfertigen und ganz sicher nicht vor Ihnen! Ich kenne genügend Leute, die den Schritt schon aus großer Not heraus gemachte haben und vor diesen Menschen, die nach wie vor gläubig und katholisch (!) sind, habe ich genau so einen großen Respekt wie vor einen Franz Jägerstetter, der aus großer Not heraus, den Wehrdienst verweigert hat.


4

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

@siebenschläfer

Na, schließen werden wir hier nichts. Aber bei Personen, die hier völlig faktenwidrig behaupten, dass Irgendwer IrgendJmd. dazu drängen würde, aus der Kirche auszutreten ist bald mal der Punkt gekommen, wo man temporäre Sperren von 1-2 Personen hier überlegen könnte.


3

0
 
 siebenschlaefer 21. März 2019 
 

Ich fände es gut, wenn die Redaktion an dieser Stelle den thread schließen würde

denn sonst wird alles Bereichernde an dieser bis vor kurzem konstruktiven Diskussion in den Schmutz von Beleidigungen und Beschimpfungen gezogen. Einige können wohl nicht akzeptieren, dass Ihnen gar nicht Ihre Befürwortung und Realisierung der Kirchensteuer übelgenommen wird, die anderen aber auch fromme katholische Christen bleiben und weit von einem "protestantischen Kirchenverständnis" entfernt sind. Ganz fies nämlich denen gegenüber, die sich hier vertrauensvoll geoutet haben, wie z.B. @GKC oder @dulcedo und andere, die jetzt kath.net Kirche in Not und anderen wahrhaft katholischen Apostolaten spenden.


2

0
 
  21. März 2019 
 

@lakota

Wie @Gandalf schon zum wiederholten Male betont hat, wird hier niemand zum Kirchenaustritt gedrängt oder gar gezwungen! Das muss jeder nach wie vor in seinem Gewissen prüfen und dann für sich selbst entscheiden. Die Bezeichnung "Kirchensteuereiferer" ist deshalb bestimmt auch nicht böse gemeint, genauso wenig wie der Begriff "Austrittshetzer" es ist. Deshalb bitte nicht aufregen und schon gar nicht persönlich nehmen!
Ich finde die Diskussion hier jedenfalls sehr fruchtbar und bereichernd, u.a. auch, weil alle Beteiligten mit ganzem Herzblut die Gegenseite von den eigenen Argumenten zu überzeugen suchen.

Fakt ist: Wenn sich alle treuen Katholiken vom Kirchensteuer-Verein abmelden, würde das schon ein gewaltiges Loch in die Kirchenkasse reissen, und auch bei einem K. Marx ans Eingemachte gehen; denn viele Taufschein-Katholen haben sich ja bereits verabschiedet.
Ohne Clubmitglieder können die beiden Blutsbrüder DBK und ZdK sehen wo sie bleiben!


3

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

Beitrag von FLUVIUS hier gelöscht!

Eh schon wissen welcher, wer hier nicht sachlich diskutieren möchte, der soll es bitte wirklich lassen!


5

0
 
 griasdigott 21. März 2019 

@lakota

Liebe @lakota, selbst wenn in den nächsten Tagen hier einige "Vollzug" posten würden, kann man das ja nicht nachprüfen! Da ist also Vorsicht geboten!

Am besten, man bleibt einfach bei sachlicher Argumentation.


3

0
 
 siebenschlaefer 21. März 2019 
 

@lakota: Ich ergänze, dass ebenso beleidigend und herabsetzend

der Forist @fluvius von "Kirchenbeitragsprotestanten" gesprochen hat und damit natürlich auch eine äußerst schäbige Luther-Analogie gezogen hat. Ich wüsste nicht, wie man solche Menschen anders wahrnehmen sollte wenn nicht als religiöse Eiferer!


4

0
 
 siebenschlaefer 21. März 2019 
 

@lakota: Bitte bei der Wahrheit bleiben!

Die Debatte hier ist unsachlich geworden, als @discipulus alle Menschen, die den Schritt des Kirchensteueraustritts gemacht haben oder erwägen, als "schismatisch" beleidigt hat. DARAUFHIN hat @Thalelaios von "Eiferern" gesprochen. Nur getroffene Hunde jaulen!


5

0
 
  21. März 2019 
 

@lakota: Sorry, aber bei Kar. Marx ist Hopfen und Malz verloren !!

Da hilft auch keine Demo oder andere gutgemeinte Aktionen. Der Mann ist aalglatt und eiskalt und wird keinen Millimeter von seiner Agenda abweichen. Dazu ist er zu sehr vom Meinungsdiktat der Logen abhängig: Für seine Rotarier-BrüderInnen geht er auch [sic!] über (DBK)-Leichen!


4

0
 
 Kirchental 21. März 2019 

Liebe Kirchensteuereiferer!

Es ist hier wirklich Welt verkehrt.

Da gibt es einige, die besonnen, nachdenklich überlegen. Das sind die Eiferer.

Und andere, die vehement zum Bruch des Systems aufrufen, unzugänglich allen Überlegungen, alle Argumente und Fragen vom Tisch wischen. Das sind. ... ?

Vor allem, weil alle Eiferer die Kirchensteuer an sich ja gar nicht verteidigen.

Wenn die Lage nicht so bitterernst wäre, müsste man schmunzeln.

Ich habe vor jedem, der sich mit einem Plakat vor den Münchner Dom stellt (wahlweise auch einen einschlägigen anderen) mehr Respekt, als vor denjenigen, die selbst nicht betroffen sind und andere zum Austritt auffordern.


6

0
 
 lakota 21. März 2019 
 

@Leibniz

"Also, was lieber fluvius, schlagen Sie vor, was sollen wir tun, damit sich diese Damen und Herren unsere Kritik auch nur anhören?"
Hier gibt es doch sicher Leute aus München, die wissen, wann K.Marx einen Gottesdienst hält. Wie wäre es mit einer Demo wenn er aus der Kirche kommt, oder vor seinem Bischofspalast?


3

0
 
 siebenschlaefer 21. März 2019 
 

Eigentlich habe ich auch keine Lust mehr, auf die Stellungnahmen von @discipulus

einzugehen, aber eine Behauptung ist derart abstrus, dass man sie nicht im Raum stehen lassen kann.
Fakt ist: Papst Benedikt hat 2006 ein für alle Mal festgestellt, dass mit der Kirchensteuerverweigerung kein Kirchenbafall vorliegt. Und wo kein Kirchenabfall, da gibt es auch nichts zu sanktionieren.
Nach 6(!) Jahren hat die DBK dann den Terminus "Exkommunikation" fallengelassen, sonst aber alles beim alten gelassen.
Und nun wird geschrieben, "Rom" (damals also BXVI) habe den Etikettenschwindel "rekognosziert".
Wenn Sie damit meinen, er habe es zur Kenntnis genommen, wie er auch den übrigen Ungehorsam der dt. Bischöfe zur Kenntnis genommen hat, was heißt das also?
Wenn Sie meinen, er habe es approbiert, dann verlinken Sie bitte das Dokument. Die päpstlichen Amtshandlungen bzw. die von ihm in Auftrag gegebenen Urkunden sind alle online einsehbar wie das vom Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte am 13.03.2006 promulgierte Dokument.
Unterlassen Sie es doch bitte, Menschen zu verunsichern.


5

0
 
 Thalelaios 21. März 2019 
 

Abschließend an @discipulus und alle anderen Kirchensteuereiferer:

Ich werde darauf nicht mehr weiter eingehen, weil es inzwischen absurde Züge annimmt und die sophistischen Winkelzüge grotesk sind, um den "DBK-Strafen" Geltung zu suggerieren. Alles Wichtige ist im thread und bereits im Artikel von @Gandalf selbst gesagt worden. Einen gesegneten Tag noch!


4

0
 
 fluvius 21. März 2019 
 

@leibniz

Liebe Forengemeinschaft, ihr seid ALLE gute Katholikinnen und Katholiken, intelligent, fachlich beschlagen, bringt für eure Positionen gut begründete Argumente,habt alle Feuer und Leidenschaft für d. Kirche! Was kann ich euch schon für einen Ratschlag geben? Ich möchte euch allen nur sagen: Lasst euch doch von niemandem d.Freude am Glauben nehmen! Weder von einem Kardinal X, noch von einem Bischof Y, von wem auch immer. Und anstelle immer nur mieselsüchtig nach unten in den Sumpf zu schauen, im dem wir waten, ist es doch besser, auf Christus, unsere Hoffnung aufzublicken. Ich vertraue fest darauf, was auch geschieht, dass d.auferstandene Herr uns zum Vater führt und d.Heilige Geist uns antreibt. Dem Ewigen, der in d.Zeit gestiegen ist,entkleidet der göttlichen Herrlichkeit, ein armer Mensch wie wir geworden ist (was für ein wunderbares Geheimnis!), ihm ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. Christus will die Einheit, nicht die Spaltung.


6

0
 
 Kirchental 21. März 2019 

@lakota

Das ist mir bewusst. Ich hatte auch schon in einem Kommentar reagiert, aber der wurde gelöscht.

Ich versuche es nochmals.

Gandalf hatte nach Heiligen im System Kirchensteuer gefragt, nicht nach Heiligen, die die Kirchensteuer befürworten. So als schließe sich Heiligkeit und Kirchensteuer aus.

Und auch das nochmal:
In meinen Augen kann man das bestehende System durchaus in Frage stellen - wenn auch Probleme wie Baulast geklärt werden. Denn für mich sind alte Kirchen Orte an denen meine Vorfahren gebetet und Messe gefeiert haben. Ein Wert an sich, den ich erhalten möchte. Nicht nur kunsthistorisch, sondern auch volksfrömmig.

Davon unabhängig ist die Frage eines Austrittes. Da teile ich Auffassung und Argumente von discipulus vollumfänglich. Er hat es so präzise dargelegt - da muss ich nicht alles wiederholen.


5

0
 
 Maxim 21. März 2019 
 

´lakota

Es gibt wohl kaum einen Priester, der sich weigert, ein Kind von kath. Eltern zu taufen. Ich vermute, dass die Mutter noch nicht aus der Kirche ausgetreten ist.
Ich bin überzeugt, dass Sie einen Priester finden, der das Kind taufen wird.
Viele Priester sind froh, wenn die Eltern ihre Kinder noch früh taufen lassen (früher z. T. schon im Krankenhaus!).
Nicht wenige Eltern argumentieren doch : "Mein Kind soll sich später selber entscheiden, ob es getauft werden will."
Meines Erachtens ein sehr unchristliches Argument, denn man soll doch seine Kinder religiös erziehen. Erziehung ohne religiöse Erziehung ist keine wirkliche verantwortliche Erziehung (s.Pestalozzi-nur ein Beispiel).
Sagen Sie oder die Mutter dies einem verweigernden Priester.
" Ich bin dein Herr und dein Gott, dies sollst du deine Söhnen(!) sagen, ob du gehst, stehst oder dich zur Ruhe legst".
(Höre Jisrael...Eröffnungsgebet- noch heute.. )


2

0
 
 Wunderer 21. März 2019 
 

Überlegungen

Ich finde all diese Diskussionen und Kommentare persönlich sehr hilfreich, da ich mir schon seit längerem immer wieder darüber Gedanken gemacht habe, diese mehr und mehr antikatholisch agierende und treue Katholiken verprügelnde Nicht-Mehr-Kirche in der BR Deutschland zu verlassen. Denn diese Versammlung hat geistig schon längere Zeit der Kirche Christi den Rücken gekehrt und tritt diese bewußt mit Füßen und seit dem 13.3.2013 erst recht.
Der Verrat an Papst Benedikt XVI., der offene wie verdeckt-stichelnde Aufstand von Lehmann, Zollitsch, Marx und Co. hat doch seine Resignation vom "ministerium" letztlich entscheidend mitbewirkt. Das wollten sie doch und dann jubelten sie- bis heute, aber dennoch blieb er Papst emeritus.
Ich meine, sein, Benedikts Wort hinsichtlich eines "Kirchenaustrittes" gilt. Ihm kann man trauen und folgen, möchte ich sagen, jedenfalls wenn man keine schulpflichtigen Kinder (mehr) hat oder anderes es faktisch unmöglich macht. Aber ansonsten müßte es gehen.


3

0
 
 lesa 21. März 2019 

Damit wir nicht in einem Lügennebel ersticken ...

[email protected]: Danke für Ihre präzisen Ausführungen und Hinweise!
Wo sind Bischöfe, die dieser Pflicht nachkommen? Einige einsame Rufer in der Wüste gibt es Gott sei Dank. Möchten sie Verstärkung bekommen!
@Gandalf: Danke für Ihren Mut, die Kirchensteuerfrage (deutsches System) zum Thema zu machen. Nicht, dass ich direkt für den Kirchenaustritt plädieren könnte, da in erster Linie ein geistiger Kampf ist. Und doch gehört zu diesem auch, dass jeder für sich (angesichts des Systems in Deutschland) diese Gewissensfrage klärt angesichts des zunehmenden Abdriftens mehrerer deutscher Bischöfe von der Lehre der Kirche. Sonst schlummern wir in einem Lügennebel ein.
Beten wir fest für Papst Franziskus, dass er zu klaren Gedanken und zum Mut findet, um dieser schrecklichen, für viele Gläubige einerseits peinigende und andererseits das Seelenheil gefährdenden Situation Einhalt zu gebieten im Sinne der geoffenbarten Lehre Christi.


3

0
 
 griasdigott 21. März 2019 

@discipulus

@discipulus, danke, Ihr Kommentar zeigt, dass Sie sehr gut informiert sind. Es ist wohl auch weniger die Kirchensteuer das Problem, sondern die Irrlehrer.

Problemlösung? Es gibt eine moralische Pflicht zur Umkehr, die auch heilsnotwendig ist!

Nun sitzt aber das Problem oft in der Hierarchie oben, oft auch ganz oben.

Für ALLE aber ist Umkehr heilsnotwendig!

Ich denke, die Frist ist kurz und unser Herr Jesus Christus wird bald wiederkommen. Alle Zeichen deuten darauf hin!

Gut, wir bezahlen die Kirchensteuer weiterhin für die verbliebenen treuen Hirten, den Erhalt der Kirchen, die Kerzen und den Blumenschmuck z. B..

Eine Bitte hätte ich an so kundige Gläubige wie Sie @discipulus u.a.:
Auf kirchenrechtlichem Wege versuchen, von "Rom" eine Änderung wegen der Kirchenstrafe bzgl. Kirchensteuernichtzahlung bzw. -umwidmung zu erwirken.
Vielleicht könnte man Kardinal Brandmüller dazu gewinnen. Wer kann Kontakte knüpfen?


8

0
 
 Zeitzeuge 21. März 2019 
 

Heilsgemeinschaft, Rechtsgemeinschaft, Rechtsordnung,

sehr richtig, das betrifft aber nicht nur den Kirchenbeitrag, sondern auch die
von mir weiter unten aufgeführten §§
des CIC bzgl. Verpflichtung der Bischöfe,
die Rechtgläubigkeit in Lehre und Verkündigung zu überwachen und Abweichler zu sanktionieren.

Und ein Kernstück der Rechtsordnung:

§§ 1364,1 und 1331, 1 CIC!

Wie schon öfter blieben meine präzisen Anfragen hier unbeantwortet, klar, ich
kann schon froh sein, daß ich nicht wieder beschimpft wurde, danke! :-)


6

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

So, diese wirre Unter-Debatte über Heilige und Kirchensteure ist hier beendet!

Sorry, das wird nur mehr bizarr und absurd!


5

0
 
  21. März 2019 
 

@Eva-Maria33

Das einzige Stimmrecht, das gut gläubige Katholiken hierzulande noch in der Kirche haben ist: Endgültig aus der Kirchensteuersekte auszutreten und damit ein starkes Zeichen zu setzen!
Ansonsten legt kein Bischof oder Priester Wert auf unsere Meinung - im Gegenteil!
Bitte nicht blauäugig sein: Es geht nur noch um Cash!


5

0
 
 norbertus52 21. März 2019 
 

@Kirchental

Heilige im System der Kirchensteuer?

Sel.Otto Neururer
Sel.Sr. Maria Restituta Kafka
Sel.Franz Jägerstätter

In Frankreich läuft der Prozess für Jacques Hamel


2

0
 
 Komplet 21. März 2019 
 

Nicht einmal die Höhe der Steuer ist nachvollziehbar

Während man im Norden Deutschlands 9% Kirchensteuer zahlt, sind es im Süden 8%. Man kann also sagen, im Norden ist es 12,5 % teurer Mitglied der katholischen Kirche zu sein.
Wer im Süden € 1000,-- auf sein Einkommen zahlt, zahlt im Norden € 1250,--.
Warum ?
Die offizielle Begründung lautet, im Süden werde ein zusätzliches Kirchgeld erhoben. Dieses beträgt bspw. in der Diözese Eichstätt € 10,-- je € 10000,-- Jahreseinkommen. Das sind also € 100,-- bei € 100000 zusätzlich, und diese Forderung wird nicht eingetrieben. Man also die Zahlung auch folgenlos verweigern.
Eine andere Begründung, die ich schon gehört habe, ist die im Süden würde besser verdient und die Kirche brauche die 9% da nicht. Das ist ja völlig absurd. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands sind höher, auch für die Kirche.

https://www.br.de/nachricht/wer-muss-kirchgeld-bezahlen-100.html


3

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

@Eva-Maria33:"... wenn wir uns endlich aufraffen könnten, unseren Protest besser und v.a. lauter zu artikulieren..." - Nur zu, warum macht dies dann in Deutschland seit Jahren kaum Jemand? In Österreich gab es schon Kirchensteuerproteste, dh. die Leute waren auch bereit verklagt zu werden usw.. Das hat auch z. B. zum Rücktritt des Pressesprechers der Diözese Linz später führten.

Ad Kirchenbauten: Was helfen die schönsten Kirchenbauten, wenn die Leute ohnedies keinen Glauben haben? Das ist reine Fassade. Eine verfallene Kirche ist sicherlich nicht das Schlimmste, der verfallene Glaube (wie z. B. in Deutschland), der nur noch durch viel Geld äußerlich überdeckt werden kann, ist das Schlimmste.


9

0
 
 Gandalf 21. März 2019 

@kirchenthal

Ratzinger ist ein GEGNER (!) dieses Systems, das weiß jeder, der seine Bücher gelesen hat!

Und Heilige wie Pater Rupert Mayer oder Edith Stein als "Verteidiger der Kirchensteuer" heranzuziehen, ist so absurd, dass man das nicht mal groß kommentieren muss. Sorry, aber so einen Unsinn hier ernsthaft zu posten, das ist schon ein starkes Stück!

Die sind für ihren Glauben in den Tod gegangen und haben keine falschen Kompromisse mit dem Zeitgeist geschlossen, dh. auch keine falschen Kompromisse mit dem Geld.


9

0
 
 Eva-Maria33 21. März 2019 
 

@Gandalf

Dass wir kein Stimmrecht haben bei einer Bischofswahl, dessen bin ich mir schon bewusst, das habe ich auch nicht gemeint. Ich meinte vielmehr: wenn wir uns endlich aufraffen könnten, unseren Protest besser und v.a. lauter zu artikulieren, dann gäbe man doch im Falle eines Austritts seinem Protestobjekt ein gutes Argument in die Hand – nämlich dass man als „Outsider“ ohnehin kein Recht mehr auf Protest hätte.
Ad Kirchenbauten: Die großen Kirchen in Frankreich, Italien und Spanien werden vom Tourismus erhalten, aber die kleineren Kirchen z.B.in Frankreich sind in einem erbarmungswürdigen Zustand!


8

0
 
 Kirchental 20. März 2019 

Ach ja - und ein gewisser Joseph Ratzinger ist auch ein Kind dieses Systems!


2

0
 
 Kirchental 20. März 2019 

Heilige im System der Kirchensteuer?

Da fallen mir doch tatsächlich spontan ein paar ein (gut, es sind nur Seelige - aber hier geht's ja wohl grad ums Prinzip?)

Pater Rupert Mayer

Kaplan Stanggasinger

Edith Stein

Und für Romano Guardini läuft meines Wissens das Verfahren bereits.

Nur zum Vergleich - wieviel Heilige haben in den gepriesenen Ländern ohne Kirchensteuer -Österreich, Schweiz und Frankreich - in dieser Zeit gewirkt?


2

0