Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

Das Leben, der Schutz und die Werbung für den Tod

3. Dezember 2018 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mit viel Getöse durften wir linke, grüne und liberale Angriffe auf das Werbeverbot für Abtreibung erleben - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Wohl kaum jemand, der sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt, kann glauben, der §219a könnte irgendjemanden stören. Mit viel Getöse durften wir linke, grüne und liberale Angriffe auf das Werbeverbot für Abtreibung erleben. Derzeit ist kaum anzunehmen, dass es eine Mehrheit im Deutschen Bundestag für eine Abschaffung des Werbeverbotes geben könnte. Man hat allerdings schon seltsame Dinge erlebt, oft genug ist die Zustimmung zu dem einen Gesetz Verhandlungsmasse für das Durchbringen eines anderen Gesetzes. So geht Politik in einer parlamentarischen Demokratie. Die Wahrheit stirbt nur zu leicht auf dem Altar des Proporzes.

Aus diesem Grund, weil es immer gilt die Wahrheit zu verteidigen, sind die derzeit laufenden Kampagnen zu Aufrechterhaltung des Werbeverbots unbedingt zu unterstützen. Die Wahrheit einer Abtreibung ist die Wahrheit des Todes. Ein Kind stirbt und es stirbt mit ihm immer auch ein Stück der Seele der Mutter, die ihrer Mutterschaft beraubt wird. Werbung dafür zu machen, ist mit einem Wort zu umschreiben: pervers!


Und darum geht es auch gar nicht. Es ist nur schwer vorstellbar, dass außerhalb einer Millionenstadt, in der man ohnehin alles toleriert oder mindestens achselzuckend zur Kenntnis nimmt, ein Arzt mit seiner Bereitschaft, Kinder zu töten Werbung macht. Man stelle sich vor in einer westfälschen Kleinstadt hätte der örtliche Gynäkologe das Angebot zur Kindstötung auf seiner Webseite stehen. Man würde wohl doch eher den Arzt im Nachbarort aufsuchen.

Es geht darum, was ganz klar linksliberale Agenda ist, Abtreibung zu normalisieren. Das Ziel ist ein Bewusstseinswandel, der den Menschen suggeriert, die Abtreibung sei nichts anderes als der verlängerte Arm der Familienplanung. Für jeden Menschen mit einer natürlichen Empfindungsfähigkeit ist das ein Graus. Und genau da ist der Ansatzpunkt. Nach wie vor gehen in Deutschland Jahr für Jahr zentral in Berlin und dezentral an einzelnen Orten tausende Menschen auf die Straße, um für das Recht auf Leben einzutreten.

Sähe man überall Plakate, die für die Möglichkeit der Abtreibung werben, ist die Wahrscheinlichkeit der sehr groß, dass ein solch steter Tropfen den Stein des natürlichen Empfindens aushöhlt. Und das wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg der internationalen linksliberalen Agenda der Normalisierung. Es ist die gleiche Agenda, die unterm Strich auch für die Euthanasie und die Werbung dafür eintreten wird. Es ist die Werbung für eine Kultur des Todes. Das nämlich ist der Hintergrund des Angriffs auf den §219a.

Eine solche Werbung können wir nicht zulassen. Und darum – auch wenn es kaum einen konkreten Anlass zu geben scheint – beraten die Fraktionen im Deutschen Bundestag über eine Änderung. So gilt es von unserer Seite aus, besonders als Christen, zu kommunizieren, warum es eine Werbung für Abtreibung in Deutschland nicht geben darf. Die schleichende Aushöhlungstaktik ist offenzulegen und zu stoppen.

Aktionen gegen eine Abschaffung des §219a gibt es

vom BvL https://keine-werbung-fuer-abtreibung.de/

vom Durchblick e.V. http://verein-durchblick.de/wendepunkt-%C2%A7-219a/

als Postkartenaktion von der CDL https://cdl-online.net/cdl-postkarten-protest-aktion-werbung-fur-abtreibung-gemass-219a-stgb-muss-weiter-verboten-bleiben/664


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Der Bischof und der Denunziant
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  5. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  6. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  9. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  10. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  11. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  12. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  13. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  14. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  15. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz