Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

Eine weltweit dunkle Stunde für das Recht auf Leben

12. November 2018 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn unter dem Deckmantel der Vereinten Nationen sich die "Kultur des Todes" weiter ausbreitet - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Im „General Comment 36“ fasste der UN-Menschenrechtsausschuss seine Überarbeitung des Artikel 6 der „Internationalen Paktes über politische und bürgerliche Rechte“ zusammen. Erstmals wurde in einem derart hochrangigen Kontext internationaler Verträge das Recht auf Leben eines ungeborenen Menschen dem Recht auf Selbstbestimmung der Mutter untergeordnet.

Zwar ist dieser Vertrag nicht rechtlich bindend, dennoch wird er als Leitlinie für die Beurteilung des Zustandes der Menschenrechte in einem staatlichen Rechtskorpus angesehen. Der Menschenrechtsausschuss ging noch darüber hinaus und bezeichnete die Gewissensfreiheit von Ärzten und Krankenschwestern als ein „Hürde“.
Diese Art Rechtebeschränkung durch diejenigen, die die Rechte der Menschen schützen sollen, ist damit dem Grunde nach eine Pervertierung des UN-Menschenrechteausschuss. Man erkennt die Agenda der Abtreibungslobby, die sich in internationalen Organisationen immer breiter aufstellt. Wir kennen das aus Berichten im EU- Parlament, die die Abtreibungsagenda unter dem Label reproduktive Gesundheit verstecken.


Die Beschränkung der Gewissensfreiheit bringt Ärzte und Krankenschwestern in die Gefahr eines faktischen Berufsverbots. Zudem kommen Organisationen, die sich für das Recht auf Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Ende einsetzen immer mehr in den Verruf, die Freiheitsrechte von Frauen beschneiden zu wollen. Hier ist eindeutig Gefahr im Verzug. Schon jetzt ist es in Frankreich problematisch, sachgerecht über Abtreibung aufzuklären. Nicht einmal die Tatsache, dass bei einer Abtreibung ein Kind zu Tode kommt, darf mehr erwähnt werden. Der Vater der Lüge ist eben auch der Vater der Abtreibung.

Was unter dem Deckmantel der Vereinten Nationen nun beschlossen wurde, wird weitere Kreise ziehen. Es geht hier zunächst darum, ähnlich den rechtlich nicht verbindlichen Berichten im EU- Parlament, das Bewusstsein der Menschen zu verändern. Von der Schule über die Medien bis hinein in die Arztpraxis, so die Idee, soll die Abtreibung als etwas ganz Normales dargestellt werden.
Man kann die Folgen erkennen und sie sind fürchterlich! Schon jetzt werden kaum noch Kinder mit Downsyndrom geboren. Der Kampf gegen Trisomieerkrankungen ist nicht weniger als ein pränataler Genozid. Mit Menschenrechten hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Als Fazit kann man derzeit nur feststellen, dass die Agenda der Abtreibungslobby weiterhin auf dem Vormarsch ist. Der Grund ist eine internationale Vernetzung und exzellente finanzielle Ausstattung der Protagonisten. Man erkennt dies daran, dass Stimmen, die dem Recht auf Leben den Vorrang vor dem Recht auf Selbstbestimmung der Frau einräumen wollen, in Genf kein Gehör fanden. Unser Anliegen, das Leben zu schützen, ist dort untergegangen.

Es braucht demzufolge unbedingt eine internationale Agenda für das Leben. Positive (Vor-)Zeichen gibt es. Die Kooperation der Evangelischen Allianz mit dem Vatikan für die Ehe nach christlichem Vorbild, ließe sich ganz sicher auf den Schutz des menschlichen Lebens erweitern. Christliche Gruppen weltweit sind an sich gut vernetzt. Da geht noch mehr.

Alle Päpste haben in den letzten Jahrzehnten das Unrecht der Abtreibung öffentlich benannt. Oft ist der Heilige Stuhl mit seinem Diplomaten allein auf weiter Flur, wenn es darum geht in internationalen Gremien für das Leben zu sprechen. Diese Stimme muss international kräftiger und vernehmbarer werden.

Ein christliches Manifest für den Schutz des Menschlichen Lebens, gefolgt von einer interreligiösen Kampagne aller Menschen guten Willens, könnte der Unkultur des Todes auf internationaler Ebene Paroli bieten. Die Stimmen „pro life“ wäre so endlich nicht mehr so leicht überhörbar.

Denn eines sollte klar sein, intuitiv ist nicht die Mehrheit der Menschen und schon lange nicht die Mehrheit der Frauen für Abtreibung. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Das Elend der Abtreibung muss weltweit geächtet werden. Bei vielen anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist dies bereits gelungen. Es war immer ein harter Kampf. Dieser wird es auch werden. Für eine Kultur des Lebens zu streiten, ist für uns keine Frage sondern Auftrag.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  2. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Der Bischof und der Denunziant
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  7. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  8. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  9. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  10. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  3. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  4. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  5. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  6. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  7. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  8. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  9. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  10. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  11. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  12. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  13. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  14. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  15. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz