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Glauben du musst: Star Wars und der christliche Glaube – Leseprobe 2

6. Oktober 2018 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
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Die Star Wars-Filme zählen zu den populärsten Leinwand-Erzählungen der Neuzeit. In der Auseinandersetzung zwischen der Dunklen Seite und den Rebellen spiegelt sich der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Ein Buch von Sebastian Moll


Linz (kath.net)
Leseprobe 2
Während unsere Welt also immer weiter entzaubert und entmythologisiert wird, scheinen Phänomene wie Star Wars für viele Menschen ein letzter Zufluchtsort vor der immer kühler und rationaler werdenden Wirklichkeit zu sein. Zweifellos beruht der Erfolg der Filme auch auf der magischen Welt, in die sie den Zuschauer entführen. Nicht anders verhält es sich mit dem Herrn der Ringe oder Harry Potter.

Aber auch in vielen anderen erfolgreichen Medien finden wir dieses Motiv verankert. In der Filmreihe Fluch der Karibik beispielsweise verkörpern Captain Jack Sparrow und seine Anhänger die Ideale von Freiheit und Unabhängigkeit, gepaart mit mythischen Artefakten und einer Verbindung zu den göttlichen Mächten. Sparrows Gegenspieler Lord Cutler Beckett (Teil 2 und 3) hingegen steht für die technische Kontrolle über die Welt, die durch nichts stärker symbolisiert wird als die große Weltkarte in seinem Arbeitszimmer, die im Laufe des Films immer weiter ausgefüllt wird.

Beckett möchte Sparrow durch einen Kaperbrief offiziell in den Dienst der Krone stellen und ihm so die Freiheit schenken. Als Will Turner ihm entgegnet, dass Jack eine solche Anstellung kaum als Freiheit betrachten würde, meint dieser nur: „Jack Sparrow gehört zu einer aussterbenden Art. Die Welt wird kleiner. Die weißen Flecken auf der Landkarte werden langsam gefüllt. Jack muss seinen Platz in der neuen Welt finden, oder er wird zugrunde gehen.“ Wer in diesem Konflikt das Publikum auf seiner Seite hat, bedarf keiner Erwähnung.


Der zunehmenden Kartographierung der Welt im 18. Jahrhundert entspricht in unserer Zeit die Digitalisierung. Auch diese wird von vielen Menschen als bedrohlich empfunden, als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit. Alles wird (vermeintlich) überwacht, gespeichert, kontrolliert, man ist immer und überall erreichbar, die Privatsphäre schwindet. Den einsamen Piraten oder den einsamen Ritter gibt es schon lange nicht mehr, nicht einmal mehr in der Kunst, wie der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) beklagte: „Die Macht Wallensteins ist eine noch sichtbare Macht, die heutige Macht ist nur zum kleinsten Teil sichtbar, wie bei einem Eisberg ist der größte Teil im Gesichtslosen, Abstrakten versunken […] D

Die Kunst dringt nur noch bis zu den Opfern vor, dringt sie überhaupt zu Menschen, die Mächtigen erreicht sie nicht mehr. Kreons Sekretäre erledigen den Fall Antigone.“ Ob Dürrenmatt je die Star-Wars-Filme gesehen hat, ist nicht überliefert. Aber wenn er es getan hätte, so wären seine Sympathien sicherlich bei Darth Vader gewesen, als dieser seinen Glauben an die Macht gegenüber dem Technokraten Motti behauptet. Vader ist der Schurke des Stücks, keine Frage, aber zugleich ist er dessen berühmteste Figur. Von ihm geht eine Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.

Ist Star Wars also tatsächlich so etwas wie eine Ersatzreligion geworden? Kompensiert der säkularisierte Westen mit solchen Filmen seine transzendentale Obdachlosigkeit? Der russische Philosoph Nikola Berdjajew (1874-1948) bezeichnete den Menschen als „unheilbar religiös“ und sagte voraus, dass die Religion niemals aus der menschlichen Gesellschaft verschwinden werde, aller Anstrengungen der Menschen zum Trotz.

Auch wenn er bei dieser Prophezeiung sicherlich nicht an die aufkommende Star-Wars-Begeisterung gedacht hat, so spiegelt diese durchaus eine Sehnsucht nach Verzauberung und Re-Mythologisierung wieder, eine Art Gegenbewegung zu den Thesen Webers und Bultmanns.

kath.net Buchtipp
Glauben du musst: Star Wars und der christliche Glaube
Von Sebastian Moll
Brendow Verlag 2018
144 Seiten
ISBN: 978-3961400683
Preis: Euro 14,-

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:
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Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
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Buchhandlung Provini Berthier GmbH, Chur:
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Lesermeinungen

 Rosenzweig 7. Oktober 2018 

Danke- @Veritatis Splendor..

-
für Ihre Film-Schau + Beurteilung, die jedoch betont die Qualität der Originale bleibend hervorhebt!

Ich vermutete Sie hier zu finden, da mir Ihre Liebe zu diesen Star Wars-Filmen bekannt ist-
wie auch auf ähnlicher Ebene:
"Herr der Ringe"-

Dessen Folgen ich z.T. gesehen habe u. auch eine gewisse Fassination ausstrahlen.
-
So dankend verbunden..


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 Veritatis Splendor 7. Oktober 2018 

Das originale Star Wars Imperiums...

...stellt cinematisch und inhaltlich alles bisher Gezeigte in den Schatten.

Mit ILMs neuer Motion Control Tricktechnik, konnten perfekt choreografierte Kamera+ Modellfahrten inszeniert werden.

Das Trio Han, Lea und Luke mit dem Gegenpart Vader und Imperator sowie Rebellion & Imperium kämpften stringent einen "guten" Kampf.

Obiwans (Ben Kenobis) & Jodas Alters-Weisheit gaben die Würze, weniger dieser mytologische Macht+Esoterik-Überbau.

Die 3 Prequels sind dagegen absoluter Nonsens, v.a. die Digital-Clone & JaJaWings-Figuren sind albern und überflüssig. Auch die Darth Vader Entwicklung zum Bösen ist platt.

Das "Erwachen der Macht" hat bei mir, trotz optisch perfekter Wiederbelebung der Technik & des Millenium Falken keinen guten Eindruck hinterlassen.

"Die Letzten Jedi" & "Solo" sind für mich ohne jegliche Substanz.

Nur "Rogue One" konnte mit seiner Ernsthaftigkeit ein bisschen originales Star-Feeling zurückbringen, doch ohne die Qualität der Originale je zu erreichen ;-)


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