Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. Kirche im Verfall
  5. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

‚Warum Männer wie ich nicht Priester sein sollten’

6. September 2018 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Homosexualität unter Priestern spielt eine Rolle in den Sexskandalen. Die Kirche täte gut daran, ihre eigenen Richtlnien zu beachten, schreibt Daniel Mattson.


New York City (kath.net/jg)
Daniel Mattson ist ein Mann mit „tief sitzenden homosexuellen Neigungen“, wie er selbst bekennt. Er unterstützt die Politik der katholischen Kirche, Männer mit dieser Veranlagung nicht zu Priestern zu weihen, schreibt er in einem Beitrag für das Magazin First Things. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Die Sexskandale der Kirche, die in den letzten Jahren bekannt geworden sind, wären nicht so dramatisch, wenn die Kirche ihre eigenen Richtlinien beachtet hätte, wie sie 2005 von Papst Benedikt XVI., aber auch 1961 unter Papst Johannes XXIII. festgelegt worden sind. Die Skandale in den Priesterseminaren der Erzdiözese Boston, in Chile und Honduras, die Razzia einer Drogen- und Homoparty, bei der Luigi Capozzi, der Sekretär von Kardinal Coccopalmerio, verhaftet worden ist und der Missbrauch von Seminaristen durch Kardinal McCarrick seien Beispiele dafür. Auch der Bericht der Grand Jury von Pennsylvania zeige einen hohen Anteil von männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter den Opfern.


Mattson wendet sich gegen eine Verallgemeinerung. Die meisten Priester mit homosexuellen Neigungen würden ihre Aufgabe gut erfüllen, schreibt er und bringt das Beispiel eines Krankenhausseelsorgers, der ihn tief beeindruckt hat. Dennoch dürfe die Kirche nicht übersehen, welche große Rolle Homosexualität unter Priestern in den Skandalen gespielt habe, fährt er fort und gibt zwei Gründe dafür an.

Für Homosexuelle sei es besonders schwierig, das Gebot der Keuschheit zu leben. Er zitiert P. James Lloyd CSP, einen Priester mit 30 Jahren Erfahrung als klinischer Psychologe. Anhand der klinischen Befunde sei es eindeutig, dass es mehr an seelischer Energie bedürfe, den homosexuellen Geschlechtstrieb zu beherrschen als den heterosexuellen. Im Blick auf seine eigenen Erfahrungen hätte ihn dieses Ergebnis nicht überrascht, schreibt Mattson.

Der zweite Grund hänge eng mit dem ersten zusammen. Priester, die der Lehre der Kirche in ihrem eigenen Lebenswandel nicht folgen, würden diese Lehre auch nicht an die ihnen anvertrauten Gläubigen weitergeben, weder von der Kanzel noch im Beichtstuhl. Er habe selbst die Erfahrung gemacht, dass ihm ein Priester bei einer Beichte gesagt hätte, homosexuelle Akte seien keine Sünde. Der Priester schlug ihm vor, sich einen festen Freund zu suchen hinzugefügt, die Kirche werde sich ändern. Später habe er erfahren, dass dieser Priester selbst homosexuell sei. James Wolf habe für sein Buch „Gay Priests“ (1989) 101 homosexuelle Priester interviewt. Nur neun hätten gesagt, sie würden einem Laien von homosexuellen Kontakten abraten, schreibt Mattson.

Wie würde die amerikanische Kirche aussehen, wenn die Bischöfe die Direktiven von 1961, 2005 und die Richtlinie der US-Bischofskonferenz aus dem Jahr 1993 ernst genommen hätten, fragt Mattson.


Link zum Artikel von Daniel Mattson auf First Things (englisch):

Why Men Like Me Should Not Be Priests



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priester

  1. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  2. Papst Leo XIV. schreibt Seminaristen: Priestersein ist „die vollkommene Hingabe des eigenen Lebens“
  3. Asien: Zahl der Priester stieg 2023 um 1.145
  4. Polen ist 2025 das Land mit den meisten Priesterweihen in Europa
  5. Hoffnungszeichen in Lugano
  6. Zwei Brüder im Abstand von einer Woche zu Priestern geweiht
  7. Interview mit einem Exorzisten bricht Rekorde
  8. New York Times: Neu geweihte Priester sind selbstbewusst und konservativ
  9. US-Nuntius attackiert Priester und Seminaristen, die sich an der Tradition orientieren
  10. Von der Scheidung zum Priester – eine ungewöhnliche Berufung







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  12. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  13. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  14. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz