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"Welt": Salvini wird für Papst Franziskus zur Bedrohung

18. August 2018 in Weltkirche, 39 Lesermeinungen
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Italien: Viele Katholiken wollen bei Migrationsfrage nicht mehr Papst Franziskus folgen sondern lieber dem italienischen Innenminister Salvini – Caritas: "Viele Katholiken nehmen den Heiligen Vater nicht mehr als geistlichen Führer wahr"


Rom (kath.net)
Italiens Innenminister Matteo Salvini wird aufgrund seiner Migrationslinie zum heimlichen Oberhaupt der Katholiken in Italien. Dies berichtet die "Welt" am Freitag. Anlass ist die Migrationsfragen und die nicht unumstrittene Linie des Vatikans und Papst Franziskus, dem immer weniger Katholiken in Italien folgen wollen. "Momentan gibt es deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen einem erheblichen Teil der Katholiken und den Vertretern der kirchlichen Hierarchie“, erklärt Luca Comodo, Leiter des Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Salvini wird in Italien immer beliebter, seine Partei ist von 17 auf 30 Prozentpunkte gestiegen. Und auch immer mehr Katholiken unterstützen den Innenminister.


Bei den Katholiken, die wenigstens einmal in der Woche die Messe besuchen, hat sich die Unterstützung für Salvini verdoppelt und lag im Juli bei fast 32 Prozent, die Beliebtheit von Papst Franziskus nimmt hingegen immer mehr ab.

Oliviero Forti, der bei der Caritas in Italien für Migration zuständig ist, meint dazu durchaus kritisch: "Viele Katholiken nehmen den Heiligen Vater nicht mehr als geistlichen Führer wahr. Ihm wird im Gegenteil sogar in manchen Fällen vorgeworfen, dass er zu weit von den Problemen, mit denen sich die Menschen konfrontiert sehen, entfernt ist.“

Salvini selbst stellt sich als Retter der "christlichen Demokratie" dar, in der Öffentlichkeit wurde er auch mit einem Rosenkranz gesichtet.

Franziskus dürfte inzwischen die Gefahr der Realitätsferne der eigenen Botschaft verspürt haben. Zuletzt meinte er an Board eines päpstlichen Flugzeugs: "Jedes Land muss dies mit Klugheit regeln und so viele Flüchtlinge aufzunehmen, wie es integrieren, weiterbilden und in Arbeit bringen kann."

Foto: Symbolbild


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