Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  3. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Beschließen ohne zu entscheiden?
  7. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Nein zu einem „Humanismus der Nettigkeit“

14. August 2018 in Aktuelles, 37 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Passauer Bischof Oster glaubt nicht, dass die Menschen näher bei Jesus wären, wenn „alle Themen“ im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung abgearbeitet worden wären.


Passau (kath.net)
Der Passauer Bischof Stefan Oster hat in einem Interview mit der „Passauer Neue Presse“ erneut zum Eucharistie-Streit in der katholischen Kirche Deutschlands Stellung genommen. „Ich hoffe auf eine einheitliche Lösung“, vertrat Oster. Zur Frage, warum protestantische Ehepartner den katholischen Kirchenbegriff nicht nur kennen und akzeptieren, sondern auch vollumfänglich teilen müssen, um die Kommunion zu empfangen, erklärt Oster, dass es in der katholischen Kirche immer eine Einheit zwischen Eucharistieverständnis und Eucharistiegemeinschaft, zwischen Kirchenverständnis und Kirchengemeinschaft gäbe. Der Passauer Bischof erinnerte in dem Zusammenhang an das 2. Vatikanische Konzil, beim dem klar definiert wurde, dass die Eucharistie Quelle und Höhepunkt allen kirchlichen Lebens sei. Wörtlich meint der Bischof: „Im Hochgebet kommt die ganze Hierarchie, das Gebet für den Papst, für die Bischöfe, Priester, Diakone, das Gebet zu den Heiligen, für die Verstorbenen, zur Muttergottes, das Bekenntnis der realen Gegenwart des Herrn, zum Ausdruck. Wenn wir das alles bejahen, als die, die wir Leib Christi sind – ein anderer Begriff für Kirche –, dann können wir auch unser Amen sagen beim Kommunionempfang.“


Oster wolle weiterhin das Evangelium verkünden und möchte weiterhin sagen, wovon er überzeugt sei. Kritik übt er an der medialen „konservativen“ Einschätzung seiner Positionen. Er glaube nicht, dass die Menschen näher bei Jesus wären, wenn „alle Themen“ im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung abgearbeitet worden wären. „Ich glaube eher, wir wären dann auf dem Weg zu dem Salz, das schal geworden ist und das keinen mehr interessiert. Und ich glaube auch, dass das Evangelium auch immer im Widerstand zu manchen Strömungen der Gesellschaft stehen muss. Das war immer so.“ Oster wolle nicht, dass der Glauben verflache in etwas, das er als „Humanismus der Nettigkeit“ bezeichnete. Ein Heilsuniversalismus, der in eine Art Heilsautomatismus führe, führt am Ende dazu, dass es egal sei, was ich glaube oder wie ich lebe. Dies widerspreche laut Oster aber dramatisch dem Evangelium. Christus sei zuerst ein Retter. „Der Anfang des Christentums ist nie zuerst Moral. Der Kern des Christentums ist immer Begegnung, Freundschaft mit Christus – und diesen Kern freizulegen und Menschen zu helfen, dem zu begegnen, von dem wir glauben, dass er lebt, das ist die Mitte des Evangeliums.“

Beim Thema Islam erinnerte Oster daran, dass bei den zehn Ländern, wo es die größte Christenverfolgung gäbe, dies von Nordkorea abgesehen nur Länder mit islamischer Mehrheit seien. Er stelle sich die Frage, ob es innerislamisch systemimmanent sei, dass es keine Religionsfreiheit geben könne. Er kenne auch Muslime, die Christen geworden sind. Diese haben Angst, damit nach außen zu gehen.

Bischof Oster


Archivfoto Bischof Oster (c) Bistum Passau


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Oster

  1. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  2. Bischof Oster verteidigt Benedikt XVI.
  3. ZDF: „Am Feiertag #Fronleichnam gedenken viele ihrer Toten“
  4. Bischof Oster skeptisch zu synodalen Veränderungswünschen
  5. Bischof Oster: Zölibat lässt sich nur aus dem Glauben heraus verstehen
  6. Teilnahme an Klimademo: Kritik aus der CSU an Bischof Oster
  7. Passauer Bischof warnt vor Kirchenspaltung
  8. Bischof Oster: „Gefahr einer Spaltung würde größer werden“
  9. Bischof Oster: Lehramtliche Fragen trotzdem noch mit Rom besprechen
  10. Bischof Oster unterstützt Papst Franziskus







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  9. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz