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Papst bestellt weitere Bischöfe wegen Chile-Missbrauchskrise ein

5. Mai 2018 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Neben 31 amtierenden auch 19 emeritierte Bischöfe des Andenlandes, darunter die Kardinäle Errazuriz und Estevez, zu Beratungen nach Rom zitiert


Vatikanstadt (kath.net/KAP) An Beratungen im Vatikan über den Umgang mit sexuellem Missbrauch in Chile sollen nach einem Bericht auch die emeritierten Bischöfe des Landes teilnehmen. Anders als ursprünglich geplant habe Papst Franziskus neben den 31 amtierenden Bischöfen und einem Apostolischen Vikar jetzt ebenso die 19 im Ruhestand befindlichen Bischöfe zu dem Treffen gebeten, hieß es im Vatikan-Blog "Sismografo" (Freitag) unter Berufung auf eigene Informationen. Zu diesem Kreis gehören der 84-jährige Kardinal Francisco Javier Errazuriz und der 91-jährige Kardinal Jorge Medina Estevez.


Errazuriz wird von Missbrauchsopfern beschuldigt, den später verurteilten Priester Fernando Karadima vor Strafverfolgung geschützt zu haben. Der Kardinal gehört dem engsten Beraterkreis um Papst Franziskus an. Medina Estevez hatte früher ebenfalls zu den Vergehen Karadimas erklärt, ein 17-jähriger Jugendlicher wisse, was er tue.

Nach einer Kontroverse um die Mitwisserschaft des chilenischen Bischofs Juan Barros im Fall Karadima und nach Ermittlungen durch zwei vatikanische Sondergesandte im Februar hatte Franziskus in einem Brief an die Bischöfe schwere Fehleinschätzungen der Situation eingeräumt. Dafür machte er eine nicht wahrheitsgemäße und ausgewogene Information verantwortlich. Mit dem gleichen Schreiben berief er sie nach Rom, um über Konsequenzen aus der Krise zu beraten. Das Treffen wird für den 14. bis 17. Mai erwartet.

Vergangene Woche hatte Franziskus drei Opfer Karadimas mehrere Tage im Vatikan zu Gast, um deren Erfahrungen und Vorschläge zu hören. Einer der Beteiligten, Juan Carlos Cruz, sagte anschließend vor Journalisten, Franziskus habe sich als "Teil des Problems" bezeichnet. Einer gemeinsamen Erklärung der drei Männer zufolge bat der Papst persönlich und im Namen der Kirche um Entschuldigung und lud sie zu einer Fortsetzung der Konsultationen ein.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 wedlerg 5. Mai 2018 
 

Alles wie gehabt!

Franziskus gibt sich im kleinen Kreis zerknirscht, aufrichtig und katholisch. Nach außen dringt wieder einmal nichts. Keine Konsequenzen, keine Änderungen.

Es ist geradezu schizophren, wie in diesem Pontifikat Probleme ausgesessen werden.


3
 
 Paddel 5. Mai 2018 

Unwissende Vertuschung

Das heißt das doch im Klartext, oder verstehe ich das falsch?
Ich hoffe, dass es wirklich unwissend war. Persönlich überrascht mich in der Zwischenzeit hier nichts mehr und zwar gar! nichts mehr.


2
 
 Paddel 5. Mai 2018 

"Ich bin Teil des Problems"

"Ich bin Teil des Problems" ich denke mir meinen Teil dazu und hoffe sehr, dass ich falsch liege.


3
 

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