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„Zur seriösen Debatte gehört auch die seriöse Lebensrechtsbewegung“

19. März 2018 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Alexandra Linder: „Das Thema Abtreibung ist zu ernst für politische und ideologische Spielchen“ - Abtreibungsmediziner haben Interesse an Werbung, „denn mit Abtreibung kann man viel mehr Geld verdienen als mit anderen Leistungen“


Berlin (kath.net/ALfA) „Das Thema Abtreibung ist zu ernst für politische und ideologische Spielchen.“ Zur aktuellen Lage in Bezug auf den § 219 a sagte Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V., in Augsburg: "Es ist eine gute Entscheidung, die parlamentarische Behandlung der Anträge zum § 219 a StGB, in dem es um ein Werbeverbot für Abtreibungen geht, zu vertagen. Denn vor allem angesichts der Tragweite würde es der Sache nicht gerecht, eine Abstimmung innerhalb weniger Wochen mit einem kaum übersichtlichen Hin und Her herbeizuführen.

Ein wenig mehr Sachlichkeit täte der Debatte gut. Dazu gehört, diejenigen, die sich für jedes Leben einsetzen, für das Leben der Mütter und das Leben der Kinder, weder medial noch persönlich durch klare oder suggestive Begriffe wie „widerlich“, „sogenannt“ oder „fundamentalistisch“ zu diffamieren. Manches kann mit emotionaler Aufregung zwar erklärt, aber dennoch nicht gerechtfertigt werden. Zu einer seriösen Debatte gehört natürlich auch die seriöse Lebensrechtsbewegung, die sich seit Jahrzehnten kompetent mit Fakten, Zahlen und langjähriger Beratungserfahrung im Schwangerschaftskonflikt mit der Thematik beschäftigt.


Für die anstehende weitere Debatte, so Linder, solle auf folgende Aspekte geachtet werden: „Wir brauchen unbedingt eine vollständige Statistik mit Gründen, warum Frauen über eine Abtreibung nachdenken (müssen). Wir brauchen eine Debatte darüber, ob der Staat weiterhin über 60 Millionen Euro an Steuergeldern für Abtreibungen bezahlen soll oder ob es nicht sinnvoller wäre, dieses Geld für andere Dinge auszugeben: zum Beispiel für Hilfe für Mutter und Kind, bessere Beratung, bessere Informationen im Vorfeld, um überraschende Schwangerschaften zu vermeiden, und für die Förderung einer Gesellschaft, in der Schwangerschaften und Kinder nicht mit Katastrophen, sondern mit Zukunft und Wertschätzung assoziiert werden.“

Und es werde Zeit, so Linder weiter, dass der Begriff „Verdienstabsicht“ mehr in den Vordergrund rückt: „Abtreibungsmediziner haben natürlich Interesse daran, Abtreibung als 'Dienstleistung' in ihrem Portfolio aufzuführen, denn damit kann man sehr viel mehr Geld verdienen als mit anderen Leistungen. Es gibt also keinen Anlass, in diesem Zusammenhang von selbstlosen Hilfsangeboten zu sprechen. Umfassende Informationen, auch zu den Gefahren und Risiken für die Frau, gehören in die Beratungsstellen.“

„Das Thema Abtreibung ist zu ernst für politische und ideologische Spielchen“, sagte Linder abschließend, „inzwischen leiden Frauen und sterben Kinder, weltweit über 40 Millionen in jedem Jahr, das wird der Sache und vor allem den betroffenen Menschen in keiner Weise gerecht.“

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


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