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Kardinal Müller: Papst kann Lehre von ‚Humanae vitae’ nicht ändern

13. März 2018 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Die Inhalte der Enzyklika Pauls VI. gehörten zur christlichen Anthropologie. Kein Papst könne diese ändern, sagte der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation.


Rom (kath.net/LSN/jg)
Der Papst habe nicht die Macht, das kirchliche Verbot künstlicher Verhütungsmittel aufzuheben oder zu lockern. Das sagte Gerhard Kardinal Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, bei einer Buchpräsentation an der Lateranuniversität in Rom am 7. März.

Müllers Ausführungen wurden von Professor Livio Melina, der von 2006 bis 2016 Präsident des Päpstlichen Institutes Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie war, bestätigt. Die Inhalte der Enzyklika „Humanae vitae“ seien zwar nicht ex cathedra definiert und auf diesem Weg zum unveränderbaren Glaubensgut der Kirche erklärt worden.

Die Ablehnung von Verhütungsmitteln sei von Paul VI. mit der Autorität des obersten Lehramtes des Bischofs von Rom erfolgt, dem die Dogmatische Konstitution des II. Vatikanischen Konzils über die Kirche „Lumen gentium“ in Absatz 25 Unfehlbarkeit zuspreche.


Papst Johannes Paul II. habe wiederholt klar gemacht, dass nach „Humanae vitae“, der Synode von 1980, dem nachsynodalen Schreiben „Familiaris consortio“ und anderer Erklärungen die Lehre der Enzyklika Pauls VI. nicht mehr länger „Gegenstand möglicher theologischer Diskussionen“ sei, sagte Melina.

Kardinal Müller bestätigte Melinas Worte. Eine ex cathedra Definition sei „absolut nicht notwendig“, betonte er. Die Inhalte von „Humanae vitae“ gehörten zur christlichen Anthropologie. „Gott ist der Schöpfer und die Eltern sind Diener der göttlichen Vorsehung, welche die Existenz von Menschen einschließt“, sagte Müller wörtlich. Dies könne kein Papst ändern, erinnerte er.

Bei der Veranstaltung, zu der das Päpstliche Theologische Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften eingeladen hatte, wurde das Buch „Karol Wojtyla und Humanae vitae“ des polnischen Priesters Pawel Stanislaw Galuszka vorgestellt, welches die Beiträge des damaligen Erzbischofs von Krakau und der polnischen Bischöfe zur Enzyklika „Humanae vitae“ untersucht.

Das Buch enthält unter anderem einen Brief, den Kardinal Wojtyla 1969 an Papst Paul VI. geschrieben hatte, nachdem sich viele Bischöfe kritisch gegenüber „Humanae vitae“ geäußert hatten. In dem Brief schlug er dem Papst eine Reihe von Maßnahmen vor, die es Priestern und Laien erleichtern sollte, mit den Schwierigkeiten umzugehen, die bestimmte Interpretationen der Enzyklika mit sich brachten. Woytyla hatte seinem Brief zu diesem Zweck eine Reihe detaillierter Vorschläge für Instruktionen beigelegt, die insbesondere für Beichtpriester, Katecheten und Prediger gedacht waren.

Archivfoto Kardinal Müller


© Foto: kath.net/Markus Gehling



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Lesermeinungen

 Holunder 14. März 2018 
 

Einstellung zur Lebensweitergabe

Man kann auch die NER zur Empfängnisverhütung einsetzen. HV will ja eigentlich erreichen, dass die Ehepaare offen für die Weitergabe des Lebens sind. Nur in Zeiten, in denen es unzumutbar wäre, noch ein Kind zu bekommen, darf man das durch NER verhindern. Was ist mit den Paaren, die NER nicht anwenden können? Und was ist mit den Paaren, die sich mehr Kinder leisten könnten, die aber nicht auf Luxus, Urlaubsreisen etc. verzichten möchten? Wer sündigt jetzt eigentlich mehr? Die Frau, die z. B. mechanisch verhütet, weil sie auf keinen Fall schwanger werden darf? Oder die Frau, die mit NER darauf achtet, dass sie nur 1 oder 2 Kinder bekommt, weil sie keine Lust hat, noch mehr Kinder großzuziehen? Ich finde, HV ist zu engstirnig geschrieben. Wenn Kinder nur deswegen entstehen, weil man z.B. bei der NER einen Fehler macht und man das Kind gar nicht richtig annehmen kann, ist das erstrebenswert? Ich finde nicht. Vielmehr sollte man den Menschen Mut machen, zu Kindern "ja" zu sagen.


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 hortensius 13. März 2018 
 

Hortensius

Hier heißt es, kein Papst könne HV ändern. Das stimmt, aber nur theoretisch. Denn Papst Franziskus wird es trotzdem tun. Es kümmert ihn halt nicht


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 hape 13. März 2018 

Besser spät als nie

Inzwischen freue ich mich über jeden, für HV eintritt. Egal ob Priester oder Laie. Umso besser, dass sich auch ein hochkarätiger Theologen wie Kard. G. Müller so deutlich positioniert.

Ich glaube übrigens nicht, die Kirche könne hinsichtlich HV von den Gläubigen so etwas wie „lebenspraktischen Gehorsam“ verlangen. Sie versucht das zwar mit dem Lehramt. Aber was bewirkt denn das Lehramt? In der Breite wenig.
Das Abendland hat den Ungehorsam nicht erst seit HV kultiviert, sondern tut das schon seit 300 Jahren. Bewährte Gebote gelten zunehmend nur noch dem Namen nach. Inhaltlich aber werden sie einfach neu definiert. Der Schein regiert das Sein.
Der Ungehorsam der Gläubigen ist also der Nasenring, an dem die Kirche durch die Manege gezogen wird. Leider haben sich auch ein paar Intellektuelle gefunden, die dazu die Theologie liefern.

Die Herde aber hat sich längst vom Hirten emanzipiert. Sie stellt Bedingungen. Dem Hirten bleibt nur zu bestätigen, dass sie alles richtig macht.


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 lesa 13. März 2018 

Die Stimme der Wahrheit ist unverzichtbar

@Mysterium ineffabile: Selbst wenn es vorderhand "zu spät" sein könnte, ist die Stimme der Wahrheit gerade im Nebel umso unverzichtbarer.


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 Herbstlicht 13. März 2018 
 

Da mag Kardinal Müller noch so oft sagen, dass das kein Papst "ändern könne".
Kann denn ständiges Wiederholen, das eher beschwörend klingt, irgendetwas aufhalten, das im Hintergrund längst geplant ist?
Es ist durchaus davon auszugehen, dass Franziskus Änderungen im Sinn hat, sie aber nicht direkt anordnet, sondern über Umwege zulässt.
Im Deutschlandfunk gab es heute morgen ein Interview mit dem Münchner Pfarrer Schießler. Dieser sagte ganz klar, dass es Änderungen geben würde. Franziskus habe den Fuß in die Tür gesetzt und diese Türe wäre nicht mehr zu schließen. Er bezog sich dabei auf die sattsam bekannten Themen: Priesterzölibat, Frauenpriestertum, Homothematik.
Pfarrer Schießler zeigte sich total begeistert.


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 StephanSy 13. März 2018 
 

Natürlich wird "die Lehre nicht geändert..."

nur die Praxis hat man schon doch schon lange geändert. Dazu gibt man wirres Geschwurbel von Gewissen, Einzelfall, Verantwortung, Barmherzigkeit zum besten. Was eigentlich keinen Sinn ergibt und das daher jeder so auslegen kann, wie ihm der Sinn steht. Am besten in einer Fußnote versteckt in einem Dokument, in dem sonst gute Sachen stehen, gegen die niemand was einwenden kann.


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 Mysterium Ineffabile 13. März 2018 

Zu spät

Zu spät, Herr Kardinal, zu spät. Die Milch ist verschüttet, und keiner hat dafür gesorgt, dass dies nicht geschieht. Keiner


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 MSM 13. März 2018 
 

S.E.Kardinal Müller kommt seiner Aufgabe als Hirte nach - treu dem beständigen Lehramt der Kirche des Herrn! Diese Mahnung kommt genau richtig, ist doch eindeutig zu erkennen, daß aktuell genau jene Ziele von der Gegenseite verfolgt werden, die S.E. in obigem Beitrag als unvereinbar mit der Lehre der kath. Kirche gekennzeichnet hat.

Die Nebelkerzen, die zur Zeit rund um Papst Paul VI. entzündet werden (Heiligsprechung...), dienen doch nur dem Zweck, eine scheinbare Kontinuität vorzutäuschen, um seine Aussagen in 'Humanae vitae' dahingehend zu verdrehen, dass in Zukunft alles erlaubt ist, was den Geboten Gottes eindeutig widerspricht (künstliche Empfängnisverhütung usw.).
Es läuft doch immer nach dem gleichen Schema...

Der Herr segne und beschütze Seine TREUEN Hirten!


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 Ginsterbusch 13. März 2018 

Warum kommt mir diese Aussage bekannt vor?

Hat der Kardinal das nicht schon über die Sakramente bzgl AL gesagt?
Lieber Kardinal Müller: so traurig es auch ist, ich befürchte, er tut was er will!
Ihre Mahnung kommt recht spät.


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